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WTA Peking: Kraus überrascht mit Achtelfinaleinzug
Sinja Kraus sorgt bei den China Open in Peking weiterhin für Furore. Die 24-Jährige ist in der chinesischen Hauptstadt sensationell in ihr erstes Achtelfinale bei einer WTA-1000-Veranstaltung eingezogen. Am Sonntagmorgen nach MESZ eliminierte die Wienerin (WTA 95) in der dritten Hauptbewerbsrunde auch die Australian-Open-Semifinalistin 2024 und ehemalige Nummer 21 der Welt, Dayana Yastremska (WTA 111) aus der Ukraine, mit 6:1, 6:4. Im Kampf um einen Platz im Viertelfinale trifft Kraus am Dienstag nun auf die an 26 gesetzte Tschechin Nikola Bartunková (WTA 34), die sich im WTA-Ranking heuer um fast 100 Plätze verbessern konnte und ihrerseits im Sechzehntelfinale überraschenderweise die aktuelle Weltranglistenzweite Aryna Sabalenka (Belarus) mit 6:4, 6:3 besiegte. Kraus darf sich in jedem Fall bereits über ein neues Career High freuen. Ihr sind nebst 105.720 US-Dollar Preisgeld 120 WTA-Punkte gewiss, durch die sie im Liveranking nunmehr Platz 75 einnimmt und ihr bislang bestes Ranking, Position 80 vom 20. Juli 2026, toppen wird. Mit einem weiteren Erfolg würde sie sich gar auf bis zu Rang 62 schieben.
Kraus hatte heuer die ersten fünf WTA-1000-Turniere ihrer Karriere bestritten und dabei viermal die Qualifikation überstanden, aber keine Runde im Main Draw gewinnen können. Im sechsten Anlauf glückte ihr dies jetzt eindrucksvoll und gleich mehrmals. Nach einem 6:3, 3:6, 7:5 gegen die Australierin Maya Joint (WTA 75) profitierte sie in Runde zwei von der Aufgabe ihrer auf 16 gesetzten Landsfrau Anastasia Potapova (WTA 25), die bei 4:1 für Kraus im ersten Satz wegen Schulterproblemen das Handtuch warf. Nun legte Kraus – vor Ort diesmal von Stefan Rettl begleitet, der aufgrund des frühzeitigen Saisonendes von Sebastian Ofner verfügbar war – gegen Yastremska nach. Das Ergebnis des ersten Satzes täuscht dabei ein wenig über den harten Kampf hinweg: Bis auf das letzte Game, in dem Kraus zu null zum Satzgewinn breakte, ging jedes Spiel über Einstand – teilweise mehrfach. Im zweiten Abschnitt kam sie von einem 1:2- und 2:3-Breakrückstand jeweils sofort wieder zurück, vergab bei 4:3 noch zwei Breakchancen und bei 5:4 und 0:40 drei Matchbälle. Kraus erarbeitete sich jedoch sogleich einen vierten Matchball, den sie dann nützen konnte. In das zweite Duell mit Bartunková, der sie im August 2025 in Hechingen (ITF W75) im Halbfinale knapp mit 4:6, 6:3, 4:6 unterlegen gewesen war, geht sie so wie gegen Yastremska als Außenseiterin.
Erler im Peking-Doppel noch im Titelrennen
Beim parallel über die Bühne gehenden ATP-500-Hardcourtevent in Peking ist Rot-weiß-rot ebenfalls noch vertreten. Denn im Doppelbewerb schaffte Alexander Erler mit Robert Cash den Einzug in die Vorschlussrunde. Der Tiroler und der US-Amerikaner besiegten im Viertelfinalmatch am Samstag den Portugiesen Francisco Cabral und Cashs Landsmann James „JJ“ Tracy nach 3:6- und 5:7-Rückstand im Match Tiebreak mit 3:6, 6:4, 10:8. Die Gegner von Cash/Erler um ein Ticket für das Endspiel werden erst am Sonntag ermittelt. Das zweite ATP-500-Turnier in Tokio ist aus österreichischer Sicht dahingegen beendet. Die jüngste heimische Davis-Cup-Erfolgskombination Lucas Miedler und Neil Oberleitner war in Japans Hauptstadt zwar mit einem Sieg in die frisch geschlossene Partnerschaft auf der ATP-Tour gestartet. Im Viertelfinale mussten sich der Niederösterreicher und der Wiener dann aber am Samstag den zweitgesetzten Franzosen Théo Arribagé und Albano Olivetti mit 4:6, 6:7 (3) geschlagen geben.
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