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Australian Open: Potapova mit spektakulärer Aufholjagd in die 2. Runde

Historischer Matcherfolg für die ÖTV-Damen in Melbourne durch die frischgebackene Österreicherin.
Verfasst von: Manuel Wachta, 18.01.2026
© GEPA pictures / Christian Moser
Anastasia Potapova

Die Wartezeit ist vorbei: Zum ersten Mal seit Julia Grabher bei den French Open in Paris 2023 hat eine ÖTV-Lady wieder ein Hauptbewerbsmatch bei einem Grand-Slam-Turnier gewonnen, ein erstes Mal bei den Australian Open in Melbourne seit Yvonne Meusburger-Garamszegi im Jahr 2014. Verantwortlich dafür zeichnete Anastasia Potapova. Die Neo-Österreicherin setzte sich am Hauptfeld-Eröffnungssonntag in der ersten Runde gegen die niederländische Weltranglisten-97. Suzanne Lamens mit 3:6, 7:5, 6:2 durch. Die 24-Jährige begeisterte dabei mit einer spektakulären Aufholjagd: Denn Potapova lag schon vermeintlich aussichtslos mit 3:6, 1:5 hinten, ehe sie das Blatt doch noch wenden und in die zweite Runde einziehen konnte. Dort trifft die Weltranglisten-55. voraussichtlich am Mittwoch auf die an 28 gesetzte Britin Emma Raducanu (WTA 29), die US-Open-Siegerin von 2021. Die weiteren ÖTV-Asse in den Hauptfeldern greifen im Melbourne Park erst ins Geschehen ein. Am Montag spielt Filip Misolic beim dritten Match nach 1:00 Uhr MEZ auf Court 13 gegen den auf 14 gereihten Spanier Alejandro Davidovich Fokina. Julia Grabher eröffnet am Dienstag gegen die Italienerin Elisabetta Cocciaretto.

Rot-weiß-rote Flaggen bringen stolzer Österreicherin Potapova Gänsehaut

Potapova hatte in Down Under zum ersten Mal österreichische Fahnen bei ihrem Auftritt wahrgenommen – „und um ehrlich zu sein, hatte ich, glaube ich, Gänsehaut, als ich das gesehen habe“, lächelte sie beim Interview mit ServusTV. „Das bedeutet mir eine Menge. Ich versuche wirklich mein Bestes für Österreich, um diesem Land so viele Siege wie nur möglich zu bringen. Ich werde mein Bestes probieren.“ Potapova besitzt bereits längere Zeit eine enge Verbindung zu Österreich. Sie trainierte auch mehrfach hierzulande, nicht zuletzt, weil ihr Ex-Ehemann Alexander Shevchenko in der Südstadt bei Günter Bresnik an seiner Tenniskarriere feilte. Im Dezember erhielt Potapova dann die österreichische Staatsbürgerschaft. Für sie eine logische Konsequenz: „Ich lebe tatsächlich schon seit einigen Jahren in Österreich. Es ist also nicht plötzlich gewesen – wir haben lange und intensiv daran gearbeitet. Es macht mich wirklich stolz, dieses Land nun vertreten zu dürfen. Ich mag Österreich sehr, und Wien ganz besonders. Es ist mein zweites Zuhause, und inzwischen ist es mein erstes Zuhause geworden. Ich fühle mich dort wirklich wohl.“ Sie verspüre auch schon die Unterstützung aus der Heimat: „Ich habe viele Nachrichten aus Österreich bekommen“, freute sie sich.

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