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Upper Austria Ladies Linz: Tagger bricht 13-jährigen Heimfluch
„Ich habe davon geträumt, dieses Match zu gewinnen“, meinte Lilli Tagger, nachdem dieser große Traum in Erfüllung gegangen war. Im ausverkauften Design Center Linz gewann die Teenagerin (WTA 117) am Dienstagabend bei ihrer Hauptfeldpremiere beim Upper Austria Ladies Linz gegen die ehemalige Weltranglistenzweite Paula Badosa aus Spanien (WTA 102) dank einer extrem mutigen Vorstellung mit 6:4, 7:6 (5). Im Achtelfinale bekommt sie es am Donnerstag mit der an Position drei eingestuften Russin Liudmila Samsonova (WTA 21) zu tun.
Tagger legte vor Familie und Freund:innen aus Lienz, die mit nach Linz gereist waren, ihre Anfangsnervosität schnell ab, fand nach einem 1:3-Rückstand immer besser ins Spiel und war vor allem in den entscheidenden Situationen die mutigere Spielerin. Die Osttirolerin holte neun der nächsten zehn Spiele, war beim 4:0 im zweiten Satz schon auf der Siegerinnenstraße, musste aber dennoch ins Tiebreak. Dort bewies die 18-Jährige dann Nervenstärke und feierte den ersten Sieg einer Österreicherin im Hauptbewerb von Linz seit 2013. Damals hatte Patricia Mayr-Achleitner sogar das Viertelfinale erreicht. „Ich möchte mich bei euch allen bedanken. Es ist mir unglaublich viel daran gelegen, das erste Match in Österreich auf Sandplatz zu gewinnen“, bilanzierte Tagger im On-Court-Interview.
Grabher und Kraus verpassen Aufstieg
Ausgeschieden sind dagegen Österreichs Nummer eins Julia Grabher und Sinja Kraus. Die Vorarlbergerin Grabher (WTA 89) verlor gegen Alexandra Eala von den Philippinen (WTA 46), die von rund 100 begeisterten Landsleuten in der Halle lautstark unterstützt wurde, mit 4:6, 3:6. „Ich bin schon ziemlich enttäuscht. Ich habe eigentlich ganz solide serviert, habe aber nicht gut returniert und viele Chancen liegenlassen“, analysierte die 29-Jährige, die insgesamt neun Breakmöglichkeiten ungenützt ließ. Kraus (WTA 119) unterlag dem fünftgesetzten Geburtstagskind Sorana Mihaela Cirstea (WTA 29) – die Rumänin wurde am Dienstag 36 Jahre jung – mit 3:6, 3:6. „Es war heute nicht mein Tag. Ich bin nicht gut gestartet. Wenn man zu Hause spielt, ist man auch etwas nervös. Nach den Spielbällen im zweiten Aufschlagspiel bin ich etwas weggebrochen. Dennoch bin ich stolz auf mich, wie ich mich zurückgekämpft habe“, meinte die Wienerin, die sich nach einem 0:5-Rückstand zwar deutlich stabilisieren konnte, jedoch nicht mehr in der Lage war, Cirstea wirklich zu gefährden.
Für Grabher und Kraus ist das Turnier aber keinesfalls beendet, sie gehen am Mittwoch gemeinsam im Doppel auf den Platz. Im letzten Match des Tages auf Court 1 wartet in der ersten Runde mit dem Duell gegen Jaqueline Cristian (Rumänien) und Jelena Ostapenko (Lettland) eine spannende Herausforderung.
Potapova und Andreeva greifen ins Geschehen ein
Auf dem Center Court steht am Mittwoch (nicht vor 16:00 Uhr) die erste Partie von Anastasia Potapova bei ihrem Heimturnier als Österreicherin im Blickpunkt. Die Linz-Siegerin von 2023 (WTA 97) spielt gegen die Chinesin Shuai Zhang (WTA 64). „Ich bin sehr glücklich und auch stolz, hier zu sein. Es fühlt sich immer noch ein bisschen ungewohnt an. Die Fans haben mir schon beim Doppel einen tollen Empfang bereitet“, berichtete die 25-Jährige, die seit Jahresbeginn unter österreichischer Flagge antritt.
Die Nummer eins des WTA-500-Turniers, die Russin Mirra Andreeva (WTA 10), trifft in einem Generationenduell (nicht vor 18:00 Uhr) auf Sloane Stephens, die US-Open-Siegerin von 2017. Die 33-jährige US-Amerikanerin ist 15 Jahre älter als ihre Gegnerin und dürfte alle Hände voll zu tun haben, das druckvolle Spiel Andreevas zu entschärfen.
Ticketinformation
Tickets für das 35. Upper Austria Ladies Linz, das vom 5. bis 12. April 2026 im Design Center Linz erstmals auf Sand ausgetragen wird, sind im Online-Ticketshop erhältlich!
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Bemerkung:
Bemerkungen des Gruppenleiters: