ATP Shanghai: Erstes 1000er-Viertelfinale für Miedler/Oberleitner
Die neue Partnerschaft von Österreichs Nummern eins und zwei im Doppel läuft bestens an. Bei ihrem zweiten Start auf der ATP-Tour nach dem letztwöchigen Viertelfinale beim ATP-500-Turnier in Tokio haben Lucas Miedler und Neil Oberleitner beim Rolex Shanghai Masters gleich ihr erstes ATP-Masters-1000-Viertelfinale erreicht. Nach dem 7:6 (8), 7:5 gegen den Tiroler Alexander Erler (ATP-Doppel 40) und den US-Amerikaner Robert Cash (ATP-Doppel 54) aus Runde eins eliminierten der Niederösterreicher (ATP-Doppel 26) und der Wiener (ATP-Doppel 39) dienstags im Achtelfinale die Ex-Weltranglistenleader Austin Krajicek aus den USA (ATP-Doppel 23) und Nikola Mektić aus Kroatien (ATP-Doppel 22) in 66 Minuten Spielzeit mit 6:3, 6:4. Miedler steht somit auf dieser Ebene ein viertes Mal in seiner Karriere nach Paris-Bercy (Halbfinale) und Cincinnati 2025 sowie Rom 2026 unter den letzten acht Doppelpaarungen. Oberleitner glückte bei seinem erst zweiten 1000er-Antritt nach Miami 2026 (Achtelfinale) der erste Viertelfinaleinzug.
Wie am 19. September beim Davis Cup gegen Belgien in Wien präsentierten sich Miedler und Oberleitner in der chinesischen Metropole von ihrer besten Seite. „Das war natürlich eine extrem gute Partie heute. Wir haben keinen Breakball zugelassen, soweit ich mich richtig erinnere. Das ist schon mal die halbe Miete gegen so ein Team – weil die einfach trotzdem gute Rückschläger sind“, befand Miedler. „Beim Aufschlag haben wir eigentlich nichts zugelassen, da haben wir auch als Team echt gut gearbeitet. Ein wirklich extrem guter Sieg, vom Anfang bis zum Schluss.“ Im Kampf um einen Platz im Halbfinale treffen die beiden hiermit am Donnerstag auf den Australier Marc Polmans (ATP-Doppel 21), den Australian-Open-Finalisten 2026, und den Polen Jan Zieliński (ATP-Doppel 37), ebenfalls Australian-Open-Finalist im Jahr 2023. Für Miedler wird es ein Wiedersehen mit seinem Ex-Partner Polmans, mit dem er im Juli nacheinander in Gstaad und beim Generali Open Kitzbühel triumphiert hatte. „Ich habe jetzt ein paar Wochen gut mit ihm gespielt, aber es ist ein Match wie jedes andere. Ich kenne natürlich ein paar Kleinigkeiten, die ich über ihn weiß, die uns vielleicht helfen werden. Aber es wird eine schwierige Partie. Wenn wir unsere Leistung wieder so bringen können, haben wir auf jeden Fall unsere Chancen. Es wird ein neues Match“, so Miedler.
Auch Tagger unterliegt Bartunková
Beim WTA-1000-Event in Wuhan ist Lilli Tagger derweil dienstags auf Nikola Bartunková getroffen – die letztwöchige Achtelfinalbezwingerin von Sinja Kraus in Peking (ebenfalls Kategorie WTA 1000), wo die Tschechin bis ins Halbfinale gestürmt war. Die Osttirolerin (WTA 55) verabsäumte es aber, Kraus zu revanchieren und musste sich beim 6:7 (4), 6:2, 1:6 gleichfalls mit einem Satzgewinn gegen die Weltranglisten-29. begnügen. Besonders im ersten Durchgang wäre für Tagger viel mehr drinnen gewesen: Die 18-Jährige vergab gesamt fünf Chancen auf die Satzführung (einen Satzball bei 5:4, vier Satzbälle bei 6:5). Nach dem deutlich gewonnenen zweiten Abschnitt verlor Tagger in der Entscheidung die durchwegs knappen Spiele zu Beginn und musste sich mit einem bei 0:5 noch eroberten Ehrengame zufriedengeben. Das Millionenevent in der chinesischen Metropole ist damit aus rot-weiß-roter Sicht voraussichtlich gelaufen – außer für Kraus tut sich unverhofft doch nochmal eine Gelegenheit auf. Die Wienerin ist nach ihrer Niederlage in der zweiten und letzten Qualifikationsrunde durch bisher fünf Absagen im Main Draw mittlerweile die Nummer zwei auf der Warteliste für Lucky Loserinnen und hofft vor Ort weiter auf einen Platz im Hauptbewerb.