Australian Open: Tagger bei starkem Grand-Slam-Debüt gestoppt
Die Qualifikation des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison ist bereits Geschichte. Den rot-weiß-roten Assen hat diese bei den Australian Open in Melbourne aber leider keine Verstärkung in den Hauptfeldern gebracht. Am besten schlug sich Lilli Tager: Bei ihrem Debüt auf höchster Ebene – im Vorjahr war sie in Down Under noch bei den Juniorinnen angetreten und bis ins Viertelfinale gekommen – bezwang die Osttirolerin die Chinesin Xinyu Gao mit 3:6, 7:5, 6:3 und die Russin Elena Pridankina mit 6:7 (5), 7:6 (5), 6:1, nach 6:7,-3:5-Rückstand sowie 0:5 im Tiebreak des zweiten Satzes. Den Strapazen zollte die 17-Jährige in weiterer Folge jedoch Tribut: Durch ein 3:6, 0:6 gegen die auf 21 gesetzte Thailänderin Lanlana Tararudee stolperte sie schließlich über die dritte und letzte Hürde der Vorausscheidung. Eine realistische Chance auf einen Platz im Main Draw als Lucky Loserin besteht nicht, dennoch war es ein gutes Abschneiden Taggers bei ihrem ersten Auftritt im Melbourne Park.
Für Sinja Kraus endeten die Australian Open leider mit einer Enttäuschung. Nach ihren tollen Leistungen beim WTA-250-Event in Auckland zum Saisonstart (Achtelfinaleinzug als Qualifikantin) musste sich die Wienerin sogleich in Runde eins der Nordmazedonierin Lina Gjorcheska nach 5:3-Führung und zwei Satzbällen mit 5:7, 0:6 geschlagen geben. Bei den Herren unterlag vom heimischen Trio einzig Lukas Neumayer zum Auftakt (6:4, 2:6, 3:6 gegen den US-Amerikaner Brandon Holt), Sebastian Ofner (6:4, 6:4 gegen den Dänen August Holmgren) und Jurij Rodionov (7:5, 6:3 über den Argentinier Juan Pablo Ficovich) gewannen ihre Erstrundenbegegnungen. In Runde zwei schied Letzterer aber gegen US-Boy Zachary Svajda 1:6, 4:6 aus, während Ofner auf seinen ersten Sieg beim zweiten Comeback-Turnier nach seiner Verletzungspause gegen US-Youngster Nishesh Basavareddy denkbar knapp mit 6:4, 4:6 und 6:7 (11) das Nachsehen hatte. Besonders bitter: Der Steirer wähnte sich bei 7:1 im Match Tiebreak bereits als Sieger, bedachte in diesem Moment allerdings nicht, dass die Kurzentscheidung des dritten Satzes bei den Grand Slams in der Zwischenzeit bis zehn Punkte gespielt wird. Auch zwei Matchbälle ließ er wenig später ungenützt.
Potapova, Grabher und Misolic starten in Einzel-Main-Draws
So bleibt es bei einem ÖTV-Trio in den Hauptbewerben. Dieses kennt mittlerweile auch seine ersten Kontrahent:innen, nach der am Donnerstag vorgenommenen Auslosung. So trifft bei den Damen die Neo-Österreicherin Anastasia Potapova auf die Niederländerin Suzanne Lamens sowie Julia Grabher auf die Italienerin Elisabetta Cocciaretto. Und bei den Herren bekommt es Filip Misolic gleich mit dem auf 14 gesetzten Spanier Alejandro Davidovich Fokina zu tun. Den Anfang macht aus heimischer Sicht schon am Sonntag (viertes Match nach 1:00 Uhr MEZ in der ANZ Arena) Potapova gegen Lamens. Auch die Doppelkonkurrenzen wurden ausgelost. Bei den Damen wird Österreich durch Potapova vertreten, die zusammen mit Olga Danilovic (Serbien) gegen Iryna Shymanovich (Belarus) und Solana Sierra (Argentinien) eröffnet. Bei den Herren ist Lucas Miedler mit Francisco Cabral (Portugal) an neun gereiht, die Brisbane-Champions bekommen es zunächst mit Mattia Bellucci (Italien) und Fábián Marozsán (Ungarn) zu tun. Die Auckland-Finalisten Alexander Erler und Robert Galloway spielen gegen Lokalmatador Matthew Christopher Romios und Ryan Seggerman (USA).