WTA Guangzhou: Tagger gewinnt Generationenduell gegen Venus Williams
27 Jahre und 245 Tage Altersunterschied liegen zwischen den beiden. Am heutigen 27. Oktober 2026 standen sich Lilli Tagger und Venus Williams bei den Guangzhou Open auf dem Court zum ersten Mal gegenüber – mit dem klar besseren Ende für die NextGen. Die 18-jährige Tagger (WTA 53) setzte sich in der ersten Runde gegen die mit einer Wildcard ausgerüstete US-Allzeitgröße (WTA 599) nach 1:12 Stunden Spielzeit mit 6:2, 6:2 durch. Damit spielt die viertgesetzte Osttirolerin am Donnerstag gegen die Polin Magda Linette (WTA 71) um einen Platz im Viertelfinale des WTA-250-Hardcourtturniers. Tagger folgte Sinja Kraus in das Achtelfinale: Die Wienerin (WTA 77) hatte bereits am Nationalfeiertag ihr Auftaktmatch gegen Panna Udvardy aus Ungarn (WTA 78) mit 6:4, 6:2 gewonnen. Die 24-Jährige kämpft am Mittwoch gegen die fünftgereihte Ex-Weltranglistenzweite Paula Badosa aus Spanien (WTA 61) um den Sprung unter die letzten Acht.
Mit Tagger gegen Williams ereignete sich in Guangzhou eine der Partien mit den größten Altersunterschieden in der WTA-Geschichte. Zumindest zwei Matches mit einer größeren Differenz sind dokumentiert, beide bei Grand-Slam-Turnieren: Kimiko Date-Krumm gegen Catherine „CiCi“ Bellis bei den US Open 2015 (28 Jahre und 192 Tage Altersunterschied) sowie Martina Navratilova gegen Gisela Dulko bei den French Open 2004 (28 Jahre und 104 Tage). Eine vollständige Aufstellung der größten Generationenduelle gibt es freilich nicht. Zweifel am Ausgang des Aufeinandertreffens ließ Tagger niemals aufkommen: Sie schlug der siebenmaligen Grand-Slam-Triumphatorin und Ex-Weltranglistenersten in 16 Games stolze 29 Winner um die Ohren, gewann alle Punkte über ihren ersten Aufschlag (25 von 25) und ließ keinen Breakball gegen sich zu. „Es war ein gutes Spiel von meiner Seite“, so Tagger. „Als ich das Los gesehen habe, war ich etwas nervös, verspürte aber auch große Vorfreude. Ich respektiere sie sehr. Ich möchte ihr gratulieren, dass sie in ihrem Alter noch so stark spielt, das würde ich mir auch für mich selbst wünschen.“