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Generali Open Ladies Kitzbühel: Kraus folgt Grabher ins Viertelfinale
Sinja Kraus steht nach einer souveränen Vorstellung im Viertelfinale des Generali Open Ladies Kitzbühel. Die als Nummer zwei gesetzte Wienerin (WTA 94) ließ der 18-jährigen, deutschen Wildcard-Besitzerin Eva Bennemann (WTA 320) beim 6:1, 6:1 keine Chance. Neben Kraus und Julia Grabher zog auch KTC-Spielerin Gina Feistel in die Runde der letzten Acht ein. Im Doppelsemifinale hatte das Österreicherinnenduo Grabher/Kraus am Donnerstagabend das Nachsehen.
Sinja Kraus bleibt beim WTA-125-Turnier in Kitzbühel weiterhin ohne Satzverlust. Die 24-Jährige benötigte am Donnerstagvormittag lediglich 63 Minuten, um sich gegen Eva Bennemann klar mit 6:1, 6:1 durchzusetzen und als zweite Österreicherin nach Julia Grabher das Viertelfinale zu erreichen. „Es war ein gutes Match und ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Von der Grundlinie habe ich mich sehr solide gefühlt und meinen Plan gut umgesetzt. Beim Aufschlag gibt es noch Luft nach oben“, erklärte Kraus.
Im ersten Viertelfinalspiel am Freitag um 11:00 Uhr (ab 10:50 Uhr live auf ORF 1) trifft sie auf die Russin Erika Andreeva (WTA 231). Die Schwester von Grand-Slam-Champion Mirra stand in der Weltrangliste bereits deutlich höher und gilt als anspruchsvolle Aufgabe für Kraus: „Erika ist eine starke und erfahrene Spielerin, deshalb wird es ein schwieriges Match. Aber ich kenne sie aus gemeinsamen Trainings und freue mich darauf. In Kitzbühel zu spielen, macht bei dieser Stimmung und Kulisse einfach großen Spaß.“
Feistel fordert die Topgesetzte
Auch Gina Feistel steht in der Runde der letzten Acht. Die Deutsch-Polin (WTA 321) spielt seit zwei Jahren für den Kitzbüheler Tennisclub in der ÖTV-Bundesliga und darf sich beim Heimturnier über besondere Unterstützung freuen. Trotz der ungewohnten Kulisse und des großen Interesses behielt sie in ihrem Achtelfinalmatch die Ruhe und fertigte die sechstgereihte Tschechin Laura Samson (WTA 154) mit 6:3, 6:1 ab. „Es war sehr viel los, und ich wusste am Anfang nicht genau, wie sich das für mich anfühlen würde. Umso glücklicher bin ich, dass ich fokussiert geblieben bin. Ich habe mich auf dem Platz sehr gut gefühlt und wirklich viel Spaß gehabt – und wo Spaß ist, ist auch Energie“, erklärte Feistel.
Im Viertelfinale erwartet sie am Freitag die topgesetzte Slowenin Veronika Erjavec (WTA 105). Von deren Favoritinnenrolle lässt sich Feistel jedoch nicht beeindrucken: „Ich bereite mich ganz normal vor, so wie auf jedes andere Match. Natürlich gibt es Setzungen und Rankings, aber im Tennis entscheidet oft auch die Tagesform. Jeder Tag und jedes Match sind neu. Ich habe vor jeder Gegnerin Respekt, gebe immer mein Bestes und werde auch diesmal genau so auf den Platz gehen.“
Grabher gegen Vandromme
Aus rot-weiß-roter Sicht gibt es neben Kraus noch eine zweite Halbfinalchance. Die an vier positionierte Julia Grabher (WTA 116) trifft in der zweiten Partie des Tages auf dem Grandstand auf die an Nummer sieben gesetzte Jeline Vandromme (WTA 129). Die mit 6:4, 3:0 in Führung liegende, 18-jährige Belgierin profitierte im Achtelfinale von der Aufgabe ihrer 35 Jahre alten Gegnerin Polona Hercog aus Slowenien (WTA 228) und fordert die Vorarlbergerin nun im Kampf um einen Platz im Halbfinale.
Im vierten Viertelfinale wird spanisch gesprochen: Die fünftgesetzte Marina Bassols Ribera aus Spanien (WTA 144) trifft auf die Argentinierin María Lourdes Carlé (WTA 218). Carlé setzte sich am Donnerstag in einer Partie durch, die am Vortag unterbrochen worden war, und zwar letztlich mit 0:6, 6:1, 6:3 gegen die tschechische Lucky Loserin Barbora Palicová (WTA 322).
Doppelfinale ohne österreichische Beteiligung
Im Doppelbewerb sind die Träume von einem Heimerfolg hingegen ausgeträumt. Grabher und Kraus mussten sich am Donnerstagabend zusammen dem zweitgereihten, spanisch-brasilianischen Duo Yvonne Cavallé-Reimers und Laura Pigossi klar in zwei Sätzen mit 2:6, 3:6 geschlagen geben. Im Finale treffen Cavallé-Reimers/Pigossi auf Alicia Barnett (Großbritannien) und Elixane Lechemia (Frankreich).
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