Woche 8: Meilenstein, Überraschung, Doppelcoups und Premierenfinale
Die achte Kalenderwoche des neuen Jahres liegt hinter uns. Und auch diese hatte aus österreichischer Sicht wieder ein paar schöne Erfolgserlebnisse bei den internationalen Turnieren im Ausland zu bieten. Allen voran für Sinja Kraus, die – wie berichtet – durch den Sprung ins Viertelfinale des WTA-125-Challengers in Oeiras im WTA-Ranking als 99. die Top 100 knackte. Zudem sorgte Joel Schwärzler mit einem Sieg gegen die ehemalige Nummer sieben der Welt für Aufsehen und die ÖTV-Jugend mit gleich zwei Doppeltiteln sowie einem Einzelfinale. Mehr Informationen in der nachfolgenden Zusammenfassung, mit den wichtigsten Geschehnissen der vergangenen Woche.
- WTA-1000-Turnier in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate): Keine Erfolgserlebnisse für Anastasia Potapova und Julia Grabher im Nahen Osten. Die Neo-Österreicherin und die Vorarlbergerin scheiden jeweils in der ersten Qualifikationsrunde aus.
- ATP-500-Turnier in Doha (Katar): Lucas Miedler gewann mit Stammpartner Francisco Cabral die Auftaktbegegnung gegen Sander Arends (Niederlande) und Romain Arneodo (Monaco) mit 6:3, 7:6 (4). Doch im Viertelfinale kam für den Niederösterreicher und den Portugiesen gegen die Franzosen Quentin Halys und Pierre-Hugues Herbert mit 4:6, 6:7 (3) das Aus. Zudem bestritt Miedler zum ersten Mal seit elf Monaten wieder einmal einen Einzelbewerb, unterlag allerdings in der ersten Qualifikationsrunde.
- ATP-125-Challenger in Lille (Frankreich): Während Filip Misolic (wie berichtet) verletzt aufgeben musste und auch Sebastian Ofner in der ersten Hauptrunde unterlag, lieferte Joel Schwärzler zum Auftakt eine erfreuliche Überraschung. Der Vorarlberger bezwang mit einem 4:6, 6:3, 6:4 gegen den auf fünf gesetzten Belgier David Goffin die ehemalige Nummer sieben der Welt. Gegen das erst 16-jährige Megatalent Moris Kouame aus dem Veranstalterland war anschließend jedoch im Achtelfinale mit 3:6, 4:6 Endstation.
- WTA-125-Challenger in Oeiras (Portugal): Sinja Kraus vermochte in der Metropolregion Lissabon gleich mit zwei Negativstatistiken aufzuräumen. Sowohl gegen die Deutsche Caroline Werner (bis dahin 0:1-Bilanz) als auch gegen die Belarussin Iryna Shymanovich (bis dahin 0:2-Bilanz) ging die Wienerin mit 6:3 6:3 beziehungsweise 6:2, 6:3 zum ersten Mal als Siegerin vom Platz. Danach wurde die 23-Jährige zum Opfer einer Daria Snigur in Überform: Die Ukrainerin gewann mit einem 6:1, 6:0 gegen Kraus auch ihr drittes Match in unter einer Stunde und letztlich ohne Satzverlust und mit lediglich 17 Gameverlusten das Turnier. Doch am erstmaligen Top-100-Einzug und damit auch dem Erreichen eines großen Meilensteins in ihrer Karriere änderte das für Kraus nichts mehr.
- ITF-M15-/-W15-Turnier in Sharm El Sheikh (Ägypten): Nach sieben Siegen in Serie, mit ihrem ersten internationalen Damenturniersieg vor zwei Wochen am gleichen Ort, ist der Erfolgslauf von Ekaterina Perelygina jetzt zu Ende gegangen. Die ÖTV-Vertragsspielerin setzte sich im Achtelfinal-Stallduell mit Claudia Gasparovic noch klar mit 6:1, 6:2 durch, schied aber danach gegen die chinesische Qualifikantin und spätere Finalistin Yuhan Liu nur knapp mit 6:7 (3), 6:7 (6) aus. Auch die dritte Spielerin aus der ÖTV-Talenteschmiede in der Südstadt, Leonie Rabl, erreichte das Achtelfinale und damit direkt hintereinander sogleich ihren zweiten WTA-Punkt. Die Burgenländerin benötigt somit noch ein weiteres zählbares Resultat zum Einstieg in die Weltrangliste. Im parallel steigenden Herrenevent verbuchte Niklas Waldner als Qualifikant ebenfalls einen Achtelfinaleinzug.
- ITF-J100-Turnier in Trnava (Slowakei): Ein erfolgreicher Auftritt für Gabriel Niedermayr und Felix Raser in Österreichs Nachbarland. Der Oberösterreicher und der Steirer holten ihren zweiten gemeinsamen Doppeltitel. Die beiden zogen ohne Satzverlust ins Endspiel ein, wo sie die topgesetzten Lokalmatadore Marko Bekeni und Dominik Macej knapp mit 6:3, 5:7 und 10:6 im Match Tiebreak in die Knie zwingen konnten. Für Niedermayr ist es bereits der siebte ITF-Doppeltriumph, allein der dritte im noch jungen Jahr 2026, und für Raser der zweite nach Kalkutta im Jänner, damals ebenfalls mit Niedermayr. Letzterer schrieb im Single ein Viertelfinale zu Buche.
- ITF-J30-Turnier in Esch-sur-Alzette (Luxemburg): Eine weitere Doppeltrophäe für Rot-weiß-rot. Kara Fronek war im Großherzogtum an der Seite von Lilly Marie Greinert nicht zu stoppen. Die Wienerin und die Deutsche, zusammen topgesetzt, blieben im gesamten Turnierverlauf ohne Satzverlust und wiesen im Finale die zweitgereihten Sandra Ciobica (Rumänien) und Jiayi Wang (China) mit 6:2, 7:6 (2) in die Schranken. Für Fronek ist es der erste internationale U18-Coup. Im Einzel kam sie bis ins Achtelfinale, Lara Linder schied indes im Einzel und Doppel jeweils in Runde eins aus.
- ITF-J30-Turnier in Maputo (Mosambik): U18-Premierenfinale für Santo Agnello. Der erst 15 Jahre alte Steirer entschied in der Hauptstadt des südostafrikanischen Landes alle seine drei Gruppenmatches mit insgesamt lediglich einem Satzverlust für sich, ließ dem im Viertelfinalmatch ein 3:6, 6:1, 7:6 (5) gegen Kian Krens Qualifikationsbezwinger Harry Emmett (Großbritannien) und ein 7:5, 6:2 gegen den Südkoreaner Woojoo Park folgen. Im Titelkampf zog er gegen dessen Landsmann Park Dohyun mit 6:4, 3:6, 2:6 den Kürzeren.
- ITF-50-Turnier in Cremona (Italien): Mit Martin Legner, Nico Langmann und Maximilian Taucher schlugen drei von Österreichs Top-Rollstuhltennisspielern im Nachbarland auf. Ausgerechnet der Älteste des Trios, die 64 Jahre alte Legende Legner, schlug sich als Semifinalist am besten. Langmann und Taucher schafften es ins Viertelfinale, Taucher es im Doppel mit seinem Einzelbezwinger Ruben Harris (Großbritannien) ins Semifinale.
Weitere Informationen (TE, ITF Senioren) und Fotos folgen.