Nervenstarke ÖTV-Asse an verrücktem Mittwoch
Was war das nur für ein verrückter Mittwoch aus österreichischer Sicht! Die ÖTV-Asse bewiesen auf internationaler Ebene an diesem 4. März 2026 gleich mehrfach teils fast schon unheimliche Nervenstärke. Gleich ein rot-weiß-rotes Trio setzte sich jeweils nach Matchballabwehr durch. Und das in zwei von drei Fällen nach mehrfacher:
- Sebastian Ofner gewann, mit dem Selbstvertrauen des vorwöchigen Turniersiegs in Saint-Brieuc, seine Auftaktbegegnung bei einem weiteren ATP-100-Challenger in Thionville (Frankreich) gegen den britischen Alternate George Loffhagen nach 2:26-stündigem Kampf mit 4:6, 7:5, 7:6 (5). Bei 4:5 im zweiten Satz machte der Steirer dabei einen Matchball souverän mit einem Ass zunichte.
- Anastasia Potapova erreichte beim WTA-1000-Großevent in Indian Wells durch ein 4:6, 6:1, 7:5 über die kanadische Qualifikantin Marina Stakusic die zweite Hauptrunde. Die Neo-Österreicherin war nach 3:0- und 4:2-Führung im dritten Durchgang bei 4:5 als Rückschlägerin dreimal nur einen Punkt vom Ausscheiden entfernt.
- Den Vogel schoss dahingehend allerdings Joel Schwärzler ab. Der Vorarlberger meisterte nach seiner letztwöchigen Finalteilnahme beim Hartplatz-Hallenevent in Lugano die Umstellung auf Sand unter freiem Himmel bei einem weiteren ATP-75-Challenger in Ruanda. Auf seinen 7:6-(5),-7:6-(1)-Auftakterfolg in Kigali gegen den Franzosen Mathys Erhard am Dienstag ließ er am Mittwoch dann ein 4:6, 7:6 (2), 7:6 (6) nach 3:24 Stunden über den siebtgesetzten Tschechen Zdenek Kolár folgen. Und wehrte dabei ab 2:5 im dritten Set nicht weniger als insgesamt zehn Matchbälle ab – ein in dieser Quantität ganz seltenes Ereignis.
Einzig Sandro Kopp kassierte an diesem Tag auf den höheren Turnierlevels eine knappe Niederlage. Der Tiroler verlor in Kigali, nach bemerkenswert klarem Erstrundensieg über den spanischen Ex-Top-50-Spieler Roberto Carballés Baena, einen Krimi gegen den Ex-French-Open-Halbfinalisten Marco Cecchinato (Italien) mit 7:6 (8), 4:6, 6:7 (4). An der in Summe geballten rot-weiß-roten Nervenstärke an diesem Tag änderte das freilich nicht viel.