Advantage Ladies 2026: Judy Murray kommt nach Linz
Advantage Ladies geht am Mittwoch, den 8. April 2026, mit der FE&MALE Sports Conference in die nächste Runde und begrüßt dabei einen echten Stargast. Die schottische Tennistrainerin Judy Murray, Mutter der Grand-Slam-Champions Andy und Jamie Murray, ist Keynote-Speaker:in bei der diesjährigen FE&MALE Sports Conference im Rahmen des WTA-500-Tennisturniers Upper Austria Ladies Linz.
Für Judy Murray ist klar: „Einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg von Frauen in ihrer Karriere und dafür, Barrieren in Richtung Gleichstellung zu überwinden, ist die Präsenz und das Engagement männlicher Verbündeter. Natürlich setze ich mich leidenschaftlich dafür ein, dass Frauen Frauen unterstützen – aber wir wissen alle, dass die Welt nach wie vor von Männern geprägt ist. Daher ist es entscheidend, dass Männer Seite an Seite mit Frauen Verantwortung übernehmen und aktiv als Verbündete wirken. Ohne sie können wir Gleichstellung und faire Chancen für alle nicht erreichen.“
„Ich freue mich riesig, dass Judy uns in Linz und gerade zur FE&MALE Sports Conference besuchen wird. Sie ist eine absolute Inspiration und ein Vorbild in so vielen Bereichen. Mit ihrer Keynote wird sie für die Diskussionen bei unserer Veranstaltung wichtige Impulse setzen“, blickte Turnierdirektorin Sandra Reichel voraus.
Die Konferenz vereint Menschen mit sehr unterschiedlichen Rollen und Verantwortlichkeiten im Sport; von Entscheidungstragenden über Trainer:innen, operative Expert:innen im Nachwuchs- und Sportentwicklungsbereich, Medien- und Kommunikationsverantwortliche bis hin zu aktiven und ehemaligen Leistungssportler:innen.
Hans Niessl, Präsident von Sport Austria, sieht vor allem das Potenzial: „Die von Sport Austria in enger Kooperation mit der RBG Reichel Business Group organisierte FE&MALE Sports Conference ist ein zentrales Format, um aufzuzeigen, wie viel Potenzial im Sport bisher ungenützt bleibt, weil Führungspositionen überwiegend einseitig besetzt sind, und schafft Bewusstsein dafür, wie Männer als aktive Verbündete Verantwortung übernehmen können. Sie setzt gezielt Impulse, macht bestehende Herausforderungen sichtbar und trägt dazu bei, konkrete Lösungen zu entwickeln.“
2026 im Zeichen der Praxis
Advantage Ladies ist eine Plattform für Vielfalt, Gerechtigkeit und Austausch im Sport. In Zusammenarbeit von Sport Austria und der RBG Reichel Business Group GmbH bringt sie Menschen zusammen, die Sport prägen – auf dem Platz und abseits des Courts. Während in den vergangenen Jahren im Rahmen der FE&MALE Sports Conference vor allem Perspektiven sichtbar gemacht und zentrale Fragestellungen rund um Vielfalt und Gerechtigkeit im Sport diskutiert wurden, rückt 2026 die Vertiefung dieser Themen und deren praktische Umsetzung stärker in den Fokus.
Das Programm gliedert sich bei der vierten Auflage der top besetzten, ganztägigen Konferenz in inspirierende Keynotes und High-Level-Panels am Vormittag und in vertiefende Workshops am Nachmittag, die Austausch, Praxis und Wissenstransfer ermöglichen.
Judy Murray gilt als engagierte Verfechterin von Gleichberechtigung im Sport und wird in ihrer Keynote zum Thema „Male Allyship“ („männliche Verbündete“) sprechen. Noch immer sind es überwiegend Männer in Schlüsselpositionen, die über Ressourcen, Förderungen und die Richtung des Sports entscheiden – und diese müssen in Sachen Gleichberechtigung noch mehr Verantwortung übernehmen, zuhören und handeln.
Im zweiten Teil der FE&MALE Sports Conference sollen vertiefende Workshops zu verschiedenen Themenkomplexen für noch mehr Nachhaltigkeit sorgen. Die Teilnehmenden können zwei von insgesamt fünf Workshops zu den Themen „Coaching & Training“, „Strategie & Strukturen“, „Medien & Kommunikation“, „Forschung & Wissenschaft“ und „Respekt & Sicherheit“ besuchen.
Den Abschluss des Konferenztages bildet der gemeinsame Besuch des Abendmatches des Upper Austria Ladies Linz (Ticket ist im Preis enthalten). Hier bietet sich in entspannter Atmosphäre die Gelegenheit zum informellen Austausch und zur nachhaltigen Vernetzung.
Moderiert wird die Veranstaltung erneut von der ORF-Journalistin Alina Zellhofer.