Senioren-Bundesliga: Kundler Herren 35 feiern Premierenerfolg
In der Senioren-Bundesliga ging am Wochenende des 19. und 20. Septembers die Altersklasse 35+ mit einem vom UTC Vandans perfekt organisierten Finalturnier zu Ende. Alle acht Teams waren am Start und spielten das Obere und Untere Play-Off um Meistertitel und Abstieg aus.
Die beiden Halbfinalspiele lauteten TFV Markt Piesting gegen TC Kundl und UTC Vandans gegen Union Stein&Co Mauthausen. Kundl machte kurzen Prozess und schlug die nicht in Bestbesetzung angetretenen Niederösterreicher durch die Erfolge des ehemaligen Weltranglisten-26. Lukás Rosol (Tschechien) sowie von Nicolas Reissig, Gabriel Schmidt, Lukas Jastraunig und Peter Grissmann mit 5:0. Auf die Doppelpartien wurde verzichtet.
Hochspannung im 2. Halbfinalduell
Knapper verlief dahingegen der zweite Kampf um den Finaleinzug. Hier musste sogar bei den Doppelmatches das Flutlicht eingeschaltet werden. Mauthausens Blaz Rola gewann den Kampf gegen die Uhr: Knapp aber doch, kam der slowenische Ex-ATP-Top-100-Mann pünktlich (!) zu Aufstellungsbeginn im Vorarlberger Montafon an.
Aus diesem Grund wurde seitens Vandans die Aufstellung umgekrempelt. Statt Alessio di Mauro (Italien) auf eins und Jaroslav Pospísil (Tschechien) auf Position vier setzte man auf Pospísil auf drei und Tamira Paszeks Freund Gleb Sakharov (Frankreich) auf vier. Ganz ging die Taktik nicht auf, da das erhoffte 3:2 ein 2:3 wurde. Sogar etwas glücklich, da mit Christoph Steiners Sieg über die Ex-ATP-Nummer 41 Lukasz Kubot (Polen) nicht unbedingt zu rechnen war.
Die Doppelspiele mussten die Entscheidung bringen. Pascal Brunner und der Deutsche Marcel Zimmermann entzauberten die ehemalige Nummer eins der Doppelweltrangliste Kubot mit Partner Markus Egger mit 6:2, 6:0. Mehr als der Ausgleich war jedoch nicht drinnen. Das eingespielte Duo Rola und Andreas Haider-Maurer stellte für Mauthausen schließlich mit einem 6:3, 6:4 auf 4:3 gegen di Mauro und Philipp Oswald.
Bachinger als Gamechanger für Kundl
Der Finaltag brachte somit das Finale Kundl gegen Titelverteidiger Mauthausen und ein Grazer Abstiegsderby, Grazer Park Club gegen TC Graz Waltendorf. Letzteres ging mit 5:2 an TC Graz Waltendorf. Denkbar knapp, da beide Doppel erst im Match Tiebreak entschieden wurden. Der Grazer Park Club steigt somit ab.
Der Schachzug, im Finale Matthias Bachinger einlaufen zu lassen, war für Kundl der Gamechanger. Der Deutsche stellte nach den klaren Siegen der beiden Salzburger Reissig (auf drei) gegen Dominik Aigner und Gabriel Schmidt (auf vier) gegen Egger in einer Spitzenpartie (auf zwei) auf 3:0. Der Bayer bezwang Ex-Davis-Cup-Spieler und -ATP-Top-50-Mann Andreas Haider-Maurer mit 6:2, 3:6 und 10:3 im Match Tiebreak.
Dass Rola gegen Rosol gewann, nährte die oberösterreichischen Hoffnungen auf eine Doppelentscheidung. ÖTV-Coach Jastraunig gewann jedoch das letzte Einzel denkbar knapp mit Stopp-Lob bei Matchball gegen Kubot mit 4:6, 6:2, 10:8. Das Endergebnis lautete dadurch für die Kundler, die somit erstmalig einen österreichischen Meistertitel und den größten Coup in der Vereinsgeschichte feiern konnten.
Für die Mannschaftsführer Andreas Gruber und Markus Vogl und ihr Team ist dieser Triumph der Lohn für eine starke gemeinsame Saison und die konsequente Arbeit der vergangenen Jahre. Der Zusammenhalt innerhalb des Teams und die mannschaftliche Geschlossenheit erwiesen sich dabei als wichtige Erfolgsfaktoren.
Vandans als perfekter Gastgeber
Auch abseits des sportlichen Geschehens war das Wochenende ein voller Erfolg. Der UTC Vandans erwies sich als würdiger Austragungsort des Finalturniers und sorgte für optimale Rahmenbedingungen für die teilnehmenden Mannschaften. Von der Organisation bis zur Betreuung vor Ort präsentierte sich der Verein auf ganzer Linie als perfekter Gastgeber.