6th Carinthian Juniors Trophy: Zimmer egalisiert größten ITF-Karrieretitel
Die 6th Carinthian Juniors Trophy powered by KELAG presented by RA Fresacher ist aus rot-weiß-roter Sicht auch heuer sehr erfolgreich verlaufen. Insbesondere bei den Jungs, wo Florian Zimmer beim ITF-J100-Teppichevent im Tennisclub Neudau in Wolfsberg den bis dato größten Titel seiner Jugendlaufbahn egalisierte. Der Niederösterreicher, dessen ältere Schwester Alexandra bei dieser Veranstaltung 2023 ins Finale vorgedrungen war, blieb im gesamten Turnierverlauf ohne Satzverlust und wurde hiermit seiner Topsetzung gerecht. Den finalen Showdown konnte die 17-jährige Nachwuchshoffnung am Samstag gegen den fünftgereihten Italiener Tommaso Pedretti mit 6:4, 7:6 (6) für sich verbuchen. In der Jugendweltrangliste steht Zimmer vor dem erstmaligen Sprung unter die Top 100, er verbesserte sich im internationalen U18-Ranking von Platz 123 ausgehend um genau 20 Positionen an die 103. Stelle. Neben ihm hatte lediglich Philip Niederle zumindest das Viertelfinale erreicht.
Doch auch die heimischen Mädels ließen sich heuer nicht lumpen und präsentierten sich sogar noch geschlossener stark. Denn mit Anna Pircher, Leonie Schauer, Elena Miljkovic und Lokalmatadorin Stella Horacek glückte gleich einem ÖTV-Quartett der Sprung unter die letzten acht Spielerinnen. Im Semifinale behauptete sich Pircher danach mit 6:4, 6:2 gegen Horacek-Bezwingerin Schauer und zog ohne Satzverlust ins Mädchenendspiel ein. Dieses sollte leider wie im Vorjahr nicht stattfinden können: Wegen Rückenbeschwerden konnte die topgesetzte Tirolerin gegen die zweitgelistete Tschechin Vanessa Svobodova nicht antreten. Trotzdem konnte sich die regierende U16-Europameisterin am Montag in der U18-Weltrangliste um vier Positionen auf Platz 72 verbessern – wohlgemerkt mit 15 Jahren. In den Doppelbewerben gab es zwar keine österreichischen Turniererfolge, doch viel fehlte bei den Burschen nicht. So wurden Marcel Jelinek und Valentin Klaunzner erst im Endspiel von den Italienern Luca Cosimi und dem Einzelfinalisten Pedretti mit 3:6, 6:7 (5) gestoppt. Bei den Girls schaffte es Paulina Maier mit Monika Gospodinova (Bulgarien) in die Vorschlussrunde, wo die beiden allerdings gegen die späteren Gewinnerinnen Milla Kotamäki (Finnland) und Veritsa Yaneva (Slowenien) die Höchststrafe kassierten.
KTV-Vizepräsidentin Julia Adlbrecht, die gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Gernot Dreier das bewährte Organisations-Kernteam bildete, zog zufrieden Bilanz übers Event: „Die Spielerinnen und Spieler waren sehr zufrieden, weil ihnen immer Trainingsplätze zur Verfügung gestanden sind, zudem auch ein Warm-up-Raum und ein Shuttleservice.“ Und auch ein prominenter Besucher fand sich in der Tennisarena Auen ein – der Ex-ATP-Profi Stefano Pescosolido, 1992 die Nummer 42 der Welt. Der Italiener coachte vor Ort seinen Sohn Mattia Pescosolido.
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