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2017 schafften Barbara Haas & Co. beim Turnier in Tallinn den guten 5. Platz unter 14 Nationen und hielten die Klasse. Ein Jahr später stiegen die Damen in Estland nach vier Niederlagen in die Gruppe II der Europa/Afrika-Zone ab. Im Februar 2019 gelang in Luxemburg der sofortige Wiederaufstieg, ein Jahr später konnte die Klasse gehalten werden.

Barbara Haas, unsere Nummer 1. ©GEPA-Pictures

Der Fed Cup (bis 1995 Federation Cup) ist der wichtigste Wettbewerb für Nationalmannschaften im Damen-Tennis analog zum Daviscup bei den Herren. Bereits 1919 hatte Hazel Hotchkiss Wightman die Idee eines Wettkampfs zwischen Damenmannschaften. 1923 rief sie den Wightman Cup ins Leben, der einen jährlichen Länderkampf zwischen den USA und Großbritannien darstellte. Erst 1963 - zum 50. Geburtstag der ITF - setzte man die ursprüngliche Idee um und trug den Federation Cup zum ersten Mal aus. In seinen Anfängen wurde der Federation Cup zwischen 16 Ländern ausgetragen und dauerte eine Woche. Durch vermehrtes Sponsoring erhöhte sich seit den 70er-Jahren die Teilnehmerzahl stetig, sodass 1992 regionale Qualifikations-Wettkämpfe eingeführt wurden. 1995 wurde der Name in Fed Cup geändert und der Länderkampf durch Änderungen am Spielmodus (vier Einzel/ein Doppel statt bisher zwei Einzel/ein Doppel, Heimrechtvergabe) dem Daviscup weiter angeglichen.

Im Februar 2020 durfte das Team in Tallinn jubeln. ©GEPA-Pictures | GEPA pictures/ Walter Luger

Die jüngere Vergangenheit

Seit Dezember 2018 ist Marion Maruska Kapitänin. Das Ziel für die Kalenderwoche 6 im Jahr 2019 war mit dem sofortigen Wiederaufstieg in die Gruppe I klar definiert. Das Turnier wurde in Esch-sur-Alzette in Luxemburg ausgetragen. Österreich besiegte in der Gruppenphase Tunesien 2:1 und Bosnien 3:0, in der Relegation wurde mit dem 2:0 gegen Israel der Aufstieg fixiert.

Ein Jahr später ging's erneut nach Tallinn. Nach dem 0:3 gegen Italien und dem 2:1 gegen Griechenland mussten sich die österreichischen Fed-Cup-Damen beim Turnier der Europa/Afrika-Zone I Gastgeber Estland mit 1:2 geschlagen geben. Aber: Der Punkt, den Melanie Klaffner und Sinja Kraus im abschließenden Doppel holten, reichte aus, um in der Tabelle an Griechenland vorbeizuziehen.

Österreich beendete somit das Turnier als Gruppendritter und schaffte den Klassenerhalt.

"Ich bin wirklich stolz und happy, dass wir das Ziel, das ich ausgegeben habe, erreicht haben", sagte Maruska. "Nach dem Sieg gegen Griechenland habe ich zu glauben begonnen, dass wir es schaffen können. Dass das jetzt schon in der Gruppenphase passiert ist, ist umso schöner." Verantwortlich für den Erfolg sei eine starke Teamleistung gewesen. "Jede Einzelne hat ihren Part erüllt. Julia Grabher hatte als Nummer 1 den großen Druck, bei 0:1 gegen deutlich besser klassierte Spielerinnen reingehen zu müssen; Mira Antonitsch hat gegen die Italienerin Giorgi einen sensationellen ersten Satz hingelegt; und das Doppel mit Melanie Klaffner und Sinja Kraus ist toll eingespielt und hat drei großartige Matches abgeliefert."

Aufgrund der Corona-Pandemie wird auch Österreich erst wieder im Jahr 2022 im Einsatz sein.


  • Letzte Begegnung 
    Europa-Afrika-Zone I (5.2. - 8.2.2020, Tallinn) 
  • Erster Spieltag: Österreich – Italien 0:3
    Mira Antonitsch (WTA-638) - Camila Giorgi (WTA-100) 6:4, 3.6, 0:6
    Julia Grabher (WTA-221) - Jasmine Paolini (WTA-94) 3:6, 1:6
    Melanie Klaffner / Sinja Kraus - Giulia Gatto-Monticone / Martina Trevisan 4:6, 4:6
  • Zweiter Spieltag: Österreich – Griechenland 2:1
    Sinja Kraus (WTA-869) - Valentini Grammatikopoulou (WTA-301) 4:6, 4:6
    Julia Grabher (WTA-221) - Despina Papamichail (WTA-258) 1:6, 6:4, 7:5
    Melanie Klaffner / Kraus - Grammatikopoulou / Papamichail 7:5, 7:6 (2)
  • Dritter Spieltag: Österreich – Estland 1:2
    Melanie Klaffner (WTA-525) - Elena Malygina (WTA-553) 6:7 (5), 2:6
    Julia Grabher (WTA-221) - Anett Kontaveit (WTA-22) 1:6, 2:6
    Melanie Klaffner / Sinja Kraus - Valeria Gorlats / Saara Orav 6:2, 4:6, 6:0