Zum Inhalt springen

Leistungstennis in Kombination mit einem Studium

An amerikanischen Universitäten erhalten internationale Tennisspieler die Möglichkeit, Sport und Studium ideal zu verbinden.

Der ÖTV bietet als Servicestelle allen Interessierten aktuelle Informationen an, wie man zu einem Studienplatz an einer amerikanischen Hochschule kommt. Gerne können sich Interessenten an das ÖTV Sekretariat wenden.

College-Tennis ermöglicht Spielern ein intensives Tennistraining verbunden mit einem qualitativ hochwertigen Studiumabschluss. Das Tennistraining beansprucht ca. 20 Stunden/Woche wobei im besten Falle die gesamten Aufenthaltskosten während des Stipendiums abgedeckt werden und zusätzlich ein Taschengeld ausbezahlt wird. Je nach Universität sieht das Stipendium jedoch unterschiedlich aus.

Sportliche Anforderungen

Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass es in Amerika mehr als 1.000 Universitäten mit einem Tennis-Team gibt. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die sportlichen Anforderungen. Anhand des ITN Systems lässt sich grob darstellen, welchen sportlichen Level die College Coaches der entsprechenden Ligen erwarten:

Männer:

  • ITN < 2.3 NCAA Division I
  • ITN < 3.5 NCAA Division II & NAIA
  • ITN > 3.5 NCAA Division III, NAIA & Community Colleges (NJCAA)

Damen:

  • ITN < 4.5 NCAA Division I
  • ITN < 5.5 NCAA Division II & NAIA
  • ITN > 5.5 NCAA Division III, NAIA Community Colleges (NJCAA)

(Diese Kategorisierung geht von der Annahme aus, dass interessierte Österreicher sich ihr Studium zu einem großen Teil über ein Sportstipendium finanzieren wollen.)

Akademische Anforderungen

Jeder angehende College Tennis Spieler muss eines der drei Zeugnisse vorweisen können, um an einer amerikanischen Universität aufgenommen zu werden und zum College-Sport zugelassen zu werden:

  • Reifeprüfungszeugnis („Matura“)
  • Abschlussprüfungszeugnis der Berufsbildenden Mittleren Schule
  • Studienberechtigungsprüfung oder Studienberechtigungszeugnis

Zusätzlich muss jeder österreichische Sportler zwei Tests absolvieren:

  • SAT oder ACT Test und
  • TOEFL oder IELTS Test

Die Ergebnisse der Tests sowie der Notenschnitt aller Oberstufen-Klassen sind ausschlaggebend für ein etwaiges akademisches Stipendium, welches der Sportler zusätzlich zum sportlichen Stipendium erhalten kann.

Das College Tennis System

Ein College Jahr besteht aus zwei Semestern, wobei während dem Winter-Semester (Mitte August – Mitte Dezember) die sogenannte „Pre-Season“ und während dem Sommer-Semester (Mitte Jänner – Mitte Mai) die „Season“ stattfindet. Insgesamt kann ein College Coach bis zu 25 Events (Matches gegen andere Unis oder Turniere) pro Jahr planen.

Pre-Season
Training:
Während der Pre-Season liegt der Fokus auf der spielerischen sowie körperlichen Vorbereitung auf die Saison. Am Platz werden technische Feinheiten trainiert, wobei College Coaches typischerweise keine großen technischen Veränderungen vornehmen. Sie rekrutieren daher in erster Linie technisch ausgereifte Spieler. In dieser Phase ist das Training körperlich sehr anspruchsvoll und der Sportler verbringt viel Zeit in der Kraftkammer oder auf der Laufbahn, um Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft und Stabilität zu trainieren. Insgesamt trainiert der Sportler in dieser Phase bis zu 20 Stunden pro Woche, die typischerweise auf sechss Tage pro Woche aufgeteilt werden.

Wettkampf:
Jedes Team absolviert in dieser Phase bis zu vier Vorbereitungsturniere, die einem „normalen“ Turniermodus folgen. Das bedeutet, dass man zwar als Team zu den Turnieren reist, allerdings für sich selbst spielt. Bei jedem College Turnier absolviert ein Spieler mindestens zwei Einzel und zwei Doppel, da Turniere auch einen B-Bewerb veranstalten, um frühen Verlierern weitere Spiele zu ermöglichen.

Season
Training:
Während der Saison liegt der Fokus des Trainings auf dem Spielaufbau sowie der Optimierung der vorhandenen Fähigkeiten. Es werden viele Match- und Punktsituationen trainiert. Das Training ist hierbei körperlich weniger anspruchsvoll und Sportlern wird dazu geraten, präventiv regelmäßig die für die Athleten zuständigen Physiotherapeuten zu besuchen, um Verletzungen vorzubeugen. 

Wettkampf:
Die Saison umfasst bis zu 21 Events gegen andere Universitäten. Diese Events können quer über die USA verteilt sein, wobei die Universität für jegliche Kosten in Zusammenhang mit Meisterschaftsspielen aufkommt (Hotels, Essen, Flüge, etc.). Bei einem Event gegen eine andere Universität werden 6 Einzel und 3 Doppel gespielt. Es wird mit den Doppeln gestartet, welche für die siegreiche Mannschaft zu einem Punkt führt. Im Anschluss werden auf 6 Plätzen gleichzeitig die Singles gespielt.

Die College Teams sind in regionale „Conferences“ aufgeteilt, die sich vom System her mit den österreichischen Ligen vergleichen lassen (z.B. Landesliga). Gegen Ende der Saison gibt es pro „Conference“ ein Turnier, bei dem alle Teams auf den Plätzen einer Uni die beste Mannschaft der jeweiligen Conference ermitteln. Dies passiert im Format eines „Knock-Out“-Turniers. Die Sieger der jeweiligen Conferences treffen sich Mitte Mai bei den „Nationals“, wo ebenfalls in Form eines Turnierrasters die beste College Mannschaft Amerikas ermittelt wird.

Dieser Modus ist in allen Divisionen (NCAA I, II & III sowie NAIA) gleich.

HIER geht es zum aktuellen College-Guide

College Tennis ist ideal für...

... mittelstarke Tennisspieler, die nach der Schule nicht genügend finanzielle Ressourcen besitzen, um als Profi-Spieler in der Tour einzusteigen

... angehende Profispieler, die ein ideales Umfeld für die sportliche Entwicklung in Kombination mit einem Abschluss auf einer höheren Schule suchen

Aktuelle österreichische Collegespieler (Stand 2020):

NameUniversitätDivision
Gregor RamskoglerMississippi State UniversityNCAA DI
Luca MaldonerOld Dominion UniversityNCAA DI
Gabriel HuberUniversity of Wisconsin, MadisonNCAA DI
Leon C. RoiderGonzaga UniversityNCAA DI
Andreas KramerMiddle Tennessee State UniversityNCAA DI
Luka MrsicWichita State UniversityNCAA DI
Christof ZeilerMonmouth UniversityNCAA DI
Livia KrausBaylor UniversityNCAA DI
Moritz DaxbockMarist CollegeNCAA DI
Lisa HofbauerOhio State UniversityNCAA DI
Eva NyikosCollege of CharlestonNCAA DI
Tijana ZlatanovicIllinois State UniversityNCAA DI
Sarah MedikUniversity of Southern MississippiNCAA DI
Tamara TeuflYoungstown State UniversityNCAA DI
Victoria WalterCollege of CharlestonNCAA DI
Jana WeissGrand Canyon UniversityNCAA DI
Lara KaiserMarquette UniversityNCAA DI
Alexander MuehrUniversity of South Carolina UpstateNCAA DI
Sarah PospischillTowson UniversityNCAA DI
Tobias FuerschussOuachita Baptist UniversityNCAA DII
Michael GurtnerTiffin UniversityNCAA DII
Nicolas MoserLenoir-Rhyne UniversityNCAA DII
Julian FröhlichCarson-Newman UniversityNCAA DII
Jakob KalteisUniversity of the Sciences (Pa.)NCAA DII
Clemens WagnerWalsh (Ohio)NCAA DII
Giuliano MadernerConcordia University IrvineNCAA DII
Karolin KirchtagUniversity of Alabama in HuntsvilleNCAA DII
Sarah PrimikTusculum UniversityNCAA DII
Benedikt SchledererUniversity of MontevalloNCAA DII
Valentina IvankovicWilmington UniversityNCAA DII
Larissa WieserLee UniversityNCAA DII
Tara ErlerUniversity of MissouriNCAA DII
Selina PichlerGeorgia Gwinnett CollegeNAIA
Martin MüllerCumberlands UniversityNAIA
Katharina ZausekBluefiled CollegeNAIA
Matthias HaimGeorgia Gwinnett CollegeNAIA
Daniel Di MatteoPalomar CollegeCalifornia CC


Der ÖTV setzt dabei auf folgende Partner:

  • MONACO SPORTS 
    Ansprechpartner: 
    Maximilian Breböck
    www.monaco-sportstipendium.de

    Für persönliche Fragen und Anliegen kann auch der ÖTV profunde Antworten geben.