Liebe Tennisfreunde!

Hinter uns liegen ereignisreiche, spannende und erfolgreiche Wochen. Die Highlights lasse ich in diesem Newsletter für euch Revue passieren. Weiters möchte ich euch für das Bundeliga-Final-Four in Salzburg und den Daviscup in Graz einstimmen.

Mit sportlichen Grüßen,
Werner Klausner, ÖTV-Präsident  


Klaffner und Brunner sind Staatsmeister 2018

Zum 10. Mal in Folge wurden die ADMIRAL Österreichischen Staatsmeisterschaften der Allgemeinen Klasse auf der Anlage des Sport-Hotel Kurz in Oberpullendorf ausgetragen. Zum ersten Mal trugen sich Melanie Klaffner und Pascal Brunner in die prominente Siegerliste ein und wurden dafür mit € 5.500 belohnt. Die Verlierer der Endspiele durften sich mit immerhin € 3.000 trösten.

Klaffner, die als Nummer 1 gesetzt war, hatte im Semifinale Vorjahrsfinalistin Betina Pirker 7:5, 6:1 geschlagen, ihre Gegnerin, die Fed-Cup- und Team-Kornspitz-OÖ-Kollegin Pia König, hatte sich gegen die erst 16-jährige Sinja Kraus 6:2, 6:7, 6:3 durchgesetzt. Im Duell der beiden bestgereihten Spielerinnen des Turniers gab Klaffner von Beginn an den Ton an und siegte schließlich ungefährdet 6:3, 6:2. Die 28-Jährige war zuletzt 2005 bei den Meisterschaften angetreten.

Bei den Herren war der als Nummer 1 gesetzte Lucas Miedler im Semifinale dem starken Pascal Brunner, der Nummer 4, mit 4:6, 3:6 unterlegen. Der Finalgegner wurde zwischen Titelverteidiger Lenny Hampel (2) und David Pichler (5) ermittelt - Hampel musste beim Stand von 6:7, 6:3, 0:2 wegen Rückenproblemen aufgeben. Also standen einander zwei Burgenländer im Burgenland beim Showdown gegenüber: Brunner, der Neufelder, ATP-508, ließ gegen Pichler, den Osliper, ATP-646, keinen Zweifel aufkommen und gewann 6:4, 6:1.


Alexander Peya ist Wimbledonsieger

Der langjährige Daviscupspieler Alex Peya, 38, setzte sich mit der der 24-jährigen US-Amerikanerin Nicole Melichar im Endspiel des Mixed-Endspiels von Wimbledon gegen den Schotten Jamie Murray und die Weißrussin Victoria Azarenka mit 7:6 (1), 6:3 durch. Damit darf sich der Wiener über den ersten Grand-Slam-Erfolg seiner Karriere freuen.

Peya war zuvor bereits zwei Mal in einem Grand-Slam-Finale gestanden: Im Wimbledon 2015 unterlag er im Finale des Mixed-Bewerbs, 2013 verlor er das Doppel-Endspiel bei den US Open.

Die elf Grand-Slam-Siege österreichischer Spieler

  • Thomas Muster (Paris 1995 - Herreneinzel)
  • Jürgen Melzer (Wimbledon 1999 - Junioren)
  • Jürgen Melzer (Melbourne 1999 - Junioren-Doppel mit Pless/Dän)
  • Julian Knowle (US Open 2007 - Doppel mit Aspelin/Swe) 
  • Nikolaus Moser (US Open 2008 - Junioren-Doppel mit Stebe/D)
  • Jürgen Melzer (Wimbledon 2010 - Doppel mit Petzschner/D)
  • Jürgen Melzer (Wimbledon 2011 - Mixed mit Benesova/Tch)
  • Jürgen Melzer (US Open 2011 - Doppel mit Petzschner/D)
  • Lucas Miedler (Australian Open 2014 - Junioren-Doppel mit Mousley/Aus)
  • Oliver Marach (Australian Open 2018 - Doppel mit Pavic/Kro)
  • Alexander Peya (Wimbledon 2018 - Mixed mit Melichar/USA)

Tolle Erfolge für die jungen Österreicher

Auf Challenger-Ebene trugen sich Jurij Rodionov (Almaty) und Sebastian Ofner (Astana) in die Siegerlisten ein. Ins Endspiel schafften es Lucas Miedler und Sebastian Ofner (Shymkent/Doppel) sowie Lucas Miedler (Winnipeg, Portoroz/Doppel).

Bei den Tennis-Europe-Turnieren machten die ÖTV-Youngsters ausgezeichnete Figur.

U12:
Doppelsieger Nico Hipfl/Joel Schwärzler (Croatia Cup, Fürstenfeld)
Einzelsieger Joel Schwärzler (Bambini Cup Kufstein)
Einzelsiegerin Tamara Kostic (Prijedor Open, Bludenz)
Doppelsiegerin Tamara Kostic (Prijedor Open)
Doppelsiegerin Angelina Wachter (Bludenz)

U14:
Einzelsieger Jan Kobierski (Marshall Open)
Einzelsiegerin Liel Rothensteiner (Grand Slam Park Cup)
Doppelsiegerin Liel Rothensteiner (Grand Slam Park Cup)
Doppelsiegerinnen Claudia Gasparovic und Liel Rothensteiner (Fürstenfeld)

U16:
Einzelsieger Nicolas Moser (Kopavogur Open)
Einzelsiegerin Elena Karner (Krems, ÖTV Europe Junior Tour)
Einzelsiegerin Anna Gröss (Haid)
Doppelsieger Hans Peter Kaufmann und Yanick Schneider (Terme Ptuj Open)

Turniersiege auf ITF-Ebene feierten neben Lucas Miedler (4 x Future Einzel, 3 x Future Doppel), Mira Antonitsch (Future Antalya/Doppel) und Julia Grabher (Future Sao Paulo) folgende ÖTV-Spieler:

Luca Mrsic (Oberpullendorf, Kranj)
Bendedikt Emesz (Veska)
Bendedikt Emesz und Michael Frank (Larnaca)
Marko Andrejic (Adazi/Doppel)
Mavie Österreicher (Wels, Leiria, Nabeul, Bukarest)
Elena Karner (Antalya/Doppel)

Bei der Europameisterschaft U16 in Moskau eroberten Michael Frank und Lukas Neumayer die Goldmedaille.


Markus Hipfl verstärkt das ÖTV-Team

Der 40-jährige Oberösterreicher Markus Hipfl, der es in der ATP-Weltrangliste auf Platz 63 gebracht hatte und 13 Mal für Österreich im Daviscup spielte (die beachtliche Bilanz lautet 10:3), wird zehn Jahre nach dem Karriereende für den ÖTV arbeiten. Am 1. September übernahm Hipfl in der Südstadt den Job des ÖLSZ-Trainers.

Die Hauptaufgaben sind:

  • Heranführen von ÖTV-SpielerInnen an die Weltspitze
  • Betreuung bei internationalen ÖTV-Entsendungen
  • Festlegung der Zielsetzungen gemeinsam mit den ÖTV-SpielerInnen
  • Erstellen von Trainings- und Turnierplänen aller ÖTV-SpielerInnen in der Südstadt
  • Matchanalysen der ÖTV-Spieler
  • Dokumentation der Entwicklung aller ÖTV-SpielerInnen
  • Zusammenarbeit und ständiger Austausch über die ÖTV-SpielerInnen mit der Tennisschule Bresnik
  • Neuaufnahmen von ÖTV-Spielern
  • Aufgaben des ÖLSZ Spartentrainers:
    o   Teilnahme an allen Veranstaltungen der Schule wie Jour-Fix,
          Weiterverbleibs-und Entwicklungskonferenzen etc.
    o   Rechtzeitige Freistellungen und jegliche Kommunikation mit der Schule
    o   Komplette Kommunikation und Organisation mit dem ÖLSZ
  • U18 Kommunikationsschnittstelle für die Landesverbände und die externen Akademien betreffend der Turnierbetreuungen

Bundeliga-Final-Four für Damen und Herren

Das Final-Four-Turnier der Bundesliga Allgemeine Klasse wird nach der Premiere in Kirchdorf zum zweiten Mal in Folge für Damen und Herren an ein und demselben Ort ausgetragen. Von 7. bis 9. September schlagen die jeweils vier besten Teams des Grunddurchgangs auf der Anlage des 1. Salzburger TC Stiegl auf. Das Final Four ist neben den Staatsmeisterschaften die zweite ÖTV-Top-Veranstaltung in diesem Jahr.

Bei den Damen haben sich Titelverteidiger Kornspitz Team OÖ und Wiener Neudorf ungeschlagen qualifiziert. Weiters dabei sind der Grazer Parkclub und ULTV Linz.

Bei den Herren schafften Kirchdorf, Steyr, Irdning und der 1. Salzburger TC Stiegl den Sprung ins Final Four - dem Titelverteidiger aus Salzburg war am letzten Spieltag ein souveräner 7:2-Sieg in Altenstadt gelungen, der das Dabeisein sicherstellte.

Am Freitag, den 7. September, spielt bei den Damen der TV Wr. Neudorf gegen den Grazer Parkclub, bei den Herren steht das Semifinale zwischen dem TC Kirchdorf und dem 1. STC Stiegl auf dem Programm. Tags darauf matchen sich das Kornspitz Team OÖ und ULTV Linz bzw. ATV RE team future Irdning (mit den Daviscup-Spielern Gerald und Jürgen Melzer sowie Dennis Novak) und der UTC Casa Moda Steyr um den Finaleinzug.


Daviscup-Schlager in Graz

Nach dem 3:1 in Moskau gegen Russland tritt unser „Kronen Zeitung Austria Davis Cup Team“ von 14. bis 16. September 2018 gegen Australien um den Aufstieg in die Weltgruppe an, der die Mannschaft zuletzt 2013 angehörte. Auf der Messe Graz wird im Freien auf Sand gespielt, die Tribünen bieten Platz für 6000 Zuschauer, der Freitag ist bereits ausverkauft. Im direkten Duell führt Australien 2:1 – im Jahr 1989 siegten Thomas Muster, Horst Skoff und Alexander Antonitsch im Wiener Dusika-Stadion 5:0.

Daviscup-Kapitän Stefan Koubek nominierte Dominic Thiem (ATP-9), Gerald Melzer (ATP-133), Dennis Novak (ATP-140) sowie Oliver Marach (ATP-2) und Jürgen Melzer für das Doppel am Samstag. Gespielt wird auf drei Gewinnsätze.

ÖTV-Rekord-Daviscupper Jürgen Melzer wurde zum 35. Mal einberufen und steht vor dem 75. Match für Österreich.