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Zuerst gewonnen, dann verloren

Zum Auftakt des "Tennis Europe Nations Challenge by Head u12 Summercup" in Rakovnik (CZE) dominierten sowohl die ÖTV-Boys als auch -Girls ihre Gruppengegner: Die Burschen besiegten die Slowakei mit 2:1, die Mädchen Israel mit 3:0. Am zweiten Spieltag mussten sich sowohl die ÖTV-Boys als auch die ÖTV-Girls zwei starken tschechischen Team glatt mit 0:3 geschlagen geben. Am dritten Spieltag unterlagen die ÖTV-Boys Ungarn knapp mit 1:2, die ÖTV-Girls hatten gegen die Slowakei mit 0:3 keine Chance. Im Bild von links: Adrian Vorhemus, Benedikt Emesz, Coach Walter Grobauer, Filip Misolic, Coach Petra Russegger, Anna Schmid,Valentina Cavic, Emily Meyer.


Im Jahr 2007 wurde erstmals der Tennis Europe Nations Challenge by Head u12 Summercup ausgetragen, nachdem viele europäische Verbände einen eigenen Wettkampf im Sommer für den Nachwuchs dieser Altersklasse gefordert hatten. Dabei müssen in der Qualifikationsphase acht Teams vor Ort insgesamt vier Spiele absolvieren - drei im Round Robin-System sowie ein Play-off- oder Platzierungsspiel. Am Ende dieser Gruppenspiele spielt dann der Gruppen-Erste gegen den Zweiten und umgekehrt um den Aufstieg ins European Finale. Österreichs Burschen und Mädchen spielen heuer ihren Summercup in Rakovnik (CZE), wobei für beide ÖTV-Teams der Auftakt positiv verlief.

Starker erster Spieltag
Die Burschen besiegten die Slowakei mit 2:1, die Mädchen Israel mit 3:0. "Im Eröffnungsmatch spielte Benedikt Emesz ein starkes Match gegen die slowakische Nummer 2 Fekete Janos", so ÖTV-Betreuer Walter Grobbauer, "und verlor erst nach einem harten Kampf mit 1:6, 6:3, 4:6. Im zweiten Satz stellte Benedikt seine Spieltaktik um und drängte seinen Gegner mit hohen Spinbällen weit hinter die Grundlinie. Auch der dritte Satz verlief äußerst spannend: Benedikt führte bereits mit 3:1, wurde dann aber etwas zu passiv und verlor diesen Entscheidungssatz knapp mit 4:6. Im zweiten Einzel ließ Filip Misolic gegen die slowakische Nummer 1 nichts anbrennen und gewann mit seinem druckvollen Spiel relativ locker mit 6:0, 6:4. Auch im Entscheidungsdoppel dominierte das österreichische Team seine Gegner, und sie gewannen in zwei Sätzen mit 6:3, 6:2."

Niederlage gegen Tschechen und Ungarn
Im zweiten Gruppenspiel bekamen es die ÖTV-Boys mit dem starken tschechischen Team zu tun und mussten sich mit 0:3 geschlagen geben. Filip Misolic verlor sein Match in drei Sätzen "gegen den laufstarken Tschechen Jonas Forejtek mit 6:3, 0:6, 3:6", so Grobbgauer. "Im zweiten Einzel verlor Adrian Vorhemus trotz starker kämpferischer Leistung gegen Erik Najman mit 2:6 und 4:6." Da auch das Doppel glatt an die Tschechen ging, "brauchen wir morgen unbedingt einen Sieg gegen das ungarische Team, um auf den notwendigen zweiten Gruppenplatz zu kommen und damit noch eine reelle Aufstiegschance für das Finale in Bursa zu haben." Daraus wurde es allerdings nichts: Das ÖTV-Team musste sich Ungarn knapp mit 1:2 geschlagen geben. "Benedikt Emesz agierte gegen den Mihaly Deli taktisch sehr diszipliniert und gewann mit einer ausgezeichneten Leistung mit 6:1, 6:2", so Grobbauer. "Filip Misolic konnte gegen die Nummer 1 der Ungarn sein spielerisches Potential nicht annähernd ausschöpfen und verlor glatt mit 2:6, 4:6. Im entscheidenden Doppel kämpfte das österreichische Team mit Emesz und Vorhemus zwar brav, mußte sich dennoch in drei Sätzen mit 1:6, 6:1, 1:6 geschlagen geben." Somit spielen die ÖTV-Boys "nur mehr um die Platzierungsspiele 5 bis 6" (Grobbauer).

ÖTV-Girls besiegen Israel
Auch das von Petra Russegger betreute Mädchen-Team durfte den ersten Spieltag mit einem klaren Sieg beenden. "Im ersten Spiel gegen Israel holte Valentina Cavic den ersten Punkt für Österreich, indem sie souverän die Nummer zwei von Israel schlug - 7:6(4), 6:3. Im anschliessenden Match der beiden Nummer-eins-Spielerinnen präsentierte sich Emily Meyer sehr stark. Sie gewann das Spiel gegen die Nummer eins aus Israel mit 3:6, 6:3, 6:3 und überzeugte vor allem mit ihrer Konstanz und gutem Linkshänderservice. Auch das Doppel ging glatt an die Girls und somit wurde das erste Gruppenspiel mit 3:0 gewonnen." Am Freitag ging es für das ÖTV-Mädchenteam gegen das starke Team aus Tschechien, am Samstag wartete die Slowakei. Russegger: "Wir müssen Gruppen-Erster oder -Zweiter werden, um dann im Play-Off um das European Finale auf Korsika zu spielen."

Niederlage gegen Tschechinnen und Slowakinnen
Im zweiten Gruppenspiel "gegen eine starke tschechische Auswahl hatten die Girls allerdings keien Chance", so Russegger. "Tschechien ist vor allem in den Teamcups eine Übermacht, von u12 über u14/u16 bis hin zum Fed Cup-Sieg im letzten Jahr." Fazit: Anna Schmid musste sich Siskova 0:6, 1:6 geschlagen geben. "Gleichwertig war auch die Nummer eins der Tschechen. Emily Meyer konnte gegen das druckvolle Spiel von Nikolovova nur phasenweise mithalten, auch sie musste eine klare Niederlage mit 1:6, 2:6 einstecken. Am Samstag wurde es wieder spannend. Die Mädchen spielen um den heisserkämpften Platz zwei in der Gruppe B. "Es hätte ihnen allerdings ein Sieg gegen die Slowakei gelingen müssen, um das Play-Off zu erreichen und somit die Chance auf den Platz für die Teilnahme am European Finale zu wahren" (Russegger). Die ÖTV-Girls erwischten allerdings "einen schwarzen Tag", so Russegger, "und mit 0:3 verloren. Im ersten Spiel agierte Valentina Cavic druckvoll und offensiv gegen die Nummer zwei der Slowakei. Dabei erwies sich das Defensivspiel der Gegnerin zu stark und das erste Match ging glatt mit 2:6, 0:6 verloren. Im Spiel der beiden Nummer-eins-Spielerinnen erwischte Emily Meyer keinen guten Start und musste den ersten Satz schnell mit 0:6 abgeben. Auch der zweite verlief nicht viel besser, die junge Slowenien wirkte in allen Situationen abgeklärter und ließ sich in keiner Phase den Sieg nehmen." Am Sonntag spielt das junge ÖTV-Team damit gegen Schweden um Platz 5 oder 6. "Das European Finale können wir nicht mehr schaffen" (Russegger).

> Tennis Europe Nations Challenge by Head | Website

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