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Rollstuhltennis

Zu wenig, um oben zu bleiben

Keine Trendwende für Österreichs Rollstuhltennis-Herren beim World Team Cup auf Sardinien: Im Mai noch erfolgreich für die Weltgruppe qualifiziert, folgte zum Saisonfinale - wie bereits in den Vorjahren - der direkte Abstieg für die Fahrstuhl-Mannschaft von Headcoach Martin Sendlhofer.

Obwohl Österreichs Rollstuhltennis-Asse ohne ihren verletzten Führungsspieler Nico Langmann die Reise nach Alghero antraten, blieb für das Nationalteam die Mission Klassenerhalt dennoch in Reichweite. Der Grund dafür war der überraschende Rückzug des Titelverteidigers aus Großbritannien, wonach sich das Trio Martin Legner, Josef Riegler und Thomas Flax doch noch als Achter der Setzliste wiederfand. Die Auslosung ergab zum einen die Partie gegen die unschlagbaren – deshalb auch späteren Weltmeister aus den Niederlanden - und zum anderen das erneute Aufeinandertreffen gegen die Erzrivalen aus Polen.

Im ewigen Duell mit dem polnischen Team um den begehrten Platz in den Top-10 kam es für Martin Legner, Josef Riegler und Thomas Flax bereits zum Auftakt der Gruppe A. Mit einem 6:2, 7:5 über Piotr Jaroszewski setzte sich der Vorarlberger Flax im ersten von zwei Einzeln erfolgreich durch. „Thomas zeigte im Training und auch in Tokio sehr gute Leistungen, weshalb er zum Zug kam“, erklärte Nationalteamtrainer Martin Sendlhofer die Aufstellung, wobei Österreichs Nummer zwei – der Niederösterreicher Riegler rangiert aktuell auf Platz 46 der Rollstuhltennisweltrangliste – anstelle Legners, der im Ranking acht Plätze vor ihm liegt, in das Topspiel gegen Kamil Fabisiak aufrückte. Der Texingtaler konnte sich in einem hochklassigen ersten Satz allerdings nicht entscheidend absetzen, verlor das Tiebreak mit 7:2 und den folgenden zweiten Satz gegen Polens stark aufspielende Nummer 28 der Welt mit 6:2.

Im entscheidenden Doppel um den frühzeitigen Klassenerhalt konnten Legner und Riegler keinen ihrer erarbeiteten Satzbälle – weder im ersten noch im zweiten Durchgang - verwerten und unterlagen dem Duo Fabisiak/Jaroszewski denkbar knapp in zwei Tiebreaks mit 6:7, 6:7. „Je enger die Partie wurde, spürte man schon die enorme Anspannung bei unseren Burschen“, resümierte Sendlhofer bevor es tags darauf die zu erwartende 0:3-Schlappe gegen die Holländer setzte: Riegler blieb mit 0:6, 2:6 gegen Ruben Spargreen ebenso chancenlos wie Legner beim 0:6, 1:6 gegen Mikel Scheffers. Trotz guter Möglichkeiten ging sich für das Duo Riegler/Flax gegen Egberink/Scheffers kein Gewinn eines Games aus, es setzte ein klares 0:6, 0:6.

Die letzten Hoffnungen der Österreicher, doch noch in der Weltgruppe zu überwintern, zerschlugen Brasiliens Gustavo Carneiro Silva und Alves Rodrigues. Bereits nach den verlorenen Einzelpartien von Riegler, der gegen Silva mit 3:6, 4:6 unterlag bzw. Legner, der beim 2:6, 3:6 in Rodrigues seinen Meister fand, war der Abstieg damit besiegelt.

Und auch im letzten Aufeinandertreffen – im Spiel um Platz 11 – gegen das Team aus Israel, kam es zu keinem Entscheidungsdoppel. Denn beim 1:6, 3:6 blieb zuerst Flax gegen den jungen Sergej Lysov erfolglos. Im Anschluss fand Legner gegen Guy Sasson zu spät ins Spiel und nach dem 0:6, 4:6 war der 12. Endrang fixiert.

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