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WTA

WIMBLEDON: TAMIRA PASZEK IM VIERTELFINALE! SCHREIBT SIE TENNISGESCHICHTE?

Auch im Achtelfinale kann Tamira Paszek (Bild) nicht gestoppt werden: Die 20-jährige Vorarlbergerin besiegt die Russin Xenia Perwak mit 6:2, 2:6, 6:3 und steht erstmals in ihrer Karriere im Viertelfinale eines Grand Slam-Turniers.




27. Juni 2011

PASZEK IM VIERTELFINALE.
Als erst zweite Österreicherin nach Judith Wiesner im Jahr 1996 zog heute Tamira Paszek in das Viertelfinale von Wimbledon ein. Die 20-jährige Vorarlbergerin besiegte im Achtelfinale die in der Weltrangliste um neun Ränge schlechter platzierte Russin Xenia Perwak (WTA 89) mit 6:2, 2:6, 6:3. Österreichs Nummer 1 kannte Perwak zwar von ihrer Zeit als Juniorin. "Aber wir haben noch nie gegeneinander gespielt", hatte sie im Vorfeld über ihre gleichaltrige Gegnerin gesagt. "Ich weiß nur, dass sie Linkshänderin ist und sehr flach und auch aggressiv spielt." Im ersten Satz war davon allerdings nur wenig zu merken: Paszek gelangen Breaks zum 1:0, 3:2 und 5:2. Im zweiten Satz konnte Perwak ihre anfängliche Nervosität ablegen und meldete sich mit zwei Breaks und dem Satzausgleich zurück. Im Entscheidungssatz nimmt Paszek der Russin erneut ihr erstes Aufschlaggame zum 1:0 ab, lässt sich auch vom Rebreak zum 3:3 nicht aus der Ruhe bringen, sondern holt sich sofort mit einem Vorhand-Passierball das Rebreak zum 4:3. Mit einem Rückhand-Winner auf die Linie schreibt Paszek nach 2:18 Stunden ein Stück rotweißroter Tennisgeschichte: Erstmals in ihrer Karriere steht sie im Viertelfinale eines Grand Slam-Turniers. Ihre Gegnerin dort ist die als Nummer vier gesetzte Weißrussin Viktoria Asarenka

"HÖHEN UND TIEFEN ALS ETWAS POSITIVES". Ende 2009 war Paszek nach einem Bandscheibenvorfall bis auf Platz 186 zurückgefallen, 2010 sammelte sie mit einem Challenger-Sieg in Izmir und dann im Herbst ihrem zweiten WTA-Titel in Quebec City Punkte und Selbstvertrauen. Heuer hat es nach Erstrunden-Niederlagen bei den Australian und den French Open erst so richtig auf Rasen zu laufen begonnen, nach drei Vorbereitungsturnieren auf ihrem Lieblingsbelag ist Paszek nun ausgerechnet in Wimbledon wieder der Knopf aufgegangen. "Ich sehe die ganzen Höhen und Tiefen als etwas Positives. Vor allem auch die Chance, die man mir nach dem Bandscheibenvorfall gegeben hat", spricht sie ihr "protected ranking" an, mit dem sie 2010 als Nummer 63 wieder einsteigen konnte. Ihr Ziel sind weiterhin die Top Ten. "Ich habe immer daran geglaubt, dass ich meinen Weg gehe, ob da jetzt ein paar Hindernisse dazwischen sind oder nicht." Der im Tennis-Mekka eingeschlagene Weg scheint der richtige zu sein: Paszek wird sich mit den bereits gewonnenen 500 Punkten im neuesten WTA-Ranking am kommenden Montag von Platz 80 aus um Platz 40 einordnen.

Quelle: red./APA

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