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Wimbledon: Melzer verliert Nachholspiel

Nur vier Ballwechsel währte die Fortsetzung der am Montag abgebrochenen Wimbledon-Auftaktpartie der österreichischen Nummer eins gegen Jo-Wilfried Tsonga. Eine phasenweise ganz starke Leistung des Niederösterreichs blieb damit unbelohnt. Auch Tamira Paszek ist ausgeschieden - trotz riesigem Kämpferherz!

Tsonga mit vier Punkten durch
Nichts zu holen gab es für Jürgen Melzer im letzten Game des am Vortag beim Stand von 1:6, 6:3, 6:3, 2:6 und 4:5 wegen Regens unterbrochenen Erstrunden-Match in Wimbledon gegen Jo-Wilfried Tsonga. Der aufschlagende Franzose, der sich am Montagabend früh im fünften Satz einen Break-Vorsprung herausgespielt hatte, ließ in der Fortsetzung nichts mehr anbrennen und servierte zu Null aus. Melzer blieb damit auch im fünften Aufeinandertreffen mit der ehemaligen Nummer fünf der Welt ohne Sieg.

Melzer zwei Sätze lang "on fire"
Nie zuvor war Melzer aber so nahe vor dem Erfolg gestanden wie diesmal, phasenweise spielte der Niederösterreicher den auf Nummer 14 gesetzten Franzosen nämlich förmlich an die Wand. Nach einigen ungenützten Chancen in Satz eins holte sich Melzer mit dem 15 Minuten dauernden, gewonnenen ersten Game im zweiten Satz Selbstvertrauen und mit einem Break zum 3:1 den Satzausgleich. Satz drei dominierte der Deutsch-Wagramer sogar, setzte die Taktik mit dem forcierten Spiel auf Tsongas Rückhand perfekt um, ehe Durchfall den Durchmarsch stoppte. Melzer musste mehrmals den Platz verlassen, um die sanitären Anlagen aufzusuchen, kassierte sogar eine Verwarnung wegen Zeitüberschreitung. Dazu steigerte sich der in den Sätzen zwei und drei schwächelnde Tsonga, drehte das Match und blieb auch in der nur wenige Minuten dauernden Fortsetzung eiskalt.

Hoffnung auf Doppel
Damit erwies sich Tsonga nach der Zweitrunden-Niederlage bei den French Open im Mai abermals als Stolperstein für Österreichs Nummer eins. Melzer, der im Einzel im Vorjahr im Achtelfinale gestanden war, bleibt nur noch die Hoffnung auf ein gutes Abschneiden im Doppelbewerb, in dem er an der Seite von Feliciano Lopez in Runde eins auf die Australier Alex Bolt und Andrew Whittington treffen wird.

Viel Pech für Paszek
Auch Tamira Paszek musste sich bereits zum Auftakt verabschieden. Die Vorarlbergerin, die mit drei Siegen in der Qualifikation einen Platz im Hauptfeld ergattert hatte, scheiterte an der belgischen Vorjahres-Halbfinalistin Kirsten Flipkens mit 4:6, 7:6 (3), 2:6. Paszek bewies in der vor allem ab Mitte des zweiten Satzes hart umkämpften Partie riesiges Kämpferherz und schaffte nach 4:6, 2:5-Rückstand und Abwehr von zwei Matchbällen noch den Satzausgleich.

Achillessehne, Knie, Wind

Vom mentalen Hoch nach gewonnenem Tiebreak wurde Paszek aber schnell heruntergeholt: Im zweiten Punkt des dritten Satzes rutschte Paszek unglücklich aus und musste gleich eine doppelte medizinische Auszeit nehmen, um an Achillessehne und Knie behandelt zu werden. Zwar konnte Paszek weiterspielen, der Spielfluss war aber weg. Den Rest tat der plötzlich aufkommende Wind dazu, den insgesamt sechsten Matchball verwertete Flipkens schließlich zum Sieg. Die 23-jährige Dornbirnerin, die in Wimbledon in den Jahren 2011 und 2012 im Viertelfinale gestanden war, kam damit wie im Vorjahr nicht über die erste Runde hinaus.

Turnier-Link: Wimbledon

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