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WIEN: VERONIKA SEPP STUDIERT JUS UND GEWINNT IM TENNIS +++ "IM VIERTELFINALE HAB ICH NIX ZU VERLIEREN"

Vor genau einem Jahr hatte Veronika Sepp (Bild) mit dem Einzug ins Viertelfinale des ITF-Future-Turniers in Wien ihr Karriere-Highlight erreicht. Mit einem 6:1, 7:6-Sieg über Giulia Sussarello gelingt dem Teilzeit-Profi erneut der Sprung unter die letzten acht. Im Österreicherinnen-Duell zwischen Patricia Haas und Pia König hatte Haas den längeren Atem. Für "Amy" Heil, Lisa-Maria Moser und Yvonne Neuwirth kommt im Achtelfinale das Aus.



3. August 2011

VERONIKA SEPP STUDIERT UND GEWINNT.
Genau vor einem Jahr, exakt beim gleichen Turnier hatte sie ihr bisheriges Karriere-Highlight erreicht. Und auch in diesem Jahr gelingt Veronika Sepp (WTA 1121) mit ihrem 6:1, 7:6(3)-Sieg über die Italienerin Giulia Sussarello (WTA 917) erneut der Einzug ins Viertelfinale. Die 21-jährige Jus-Studentin vom TK IEV Tiroler Wasserkraft, die im Herbst 2009 ihre Profi-Karriere beendet hatte, hatte nur im zweiten Satz Probleme - weniger mit der Gegnerin, sondern mehr mit der eigenen Psyche. "Der erste Satz war schnell vorbei", so Sepp. "Ich hab solide gespielt und nur wenige Fehler gemacht. Im zweiten Satz hab ich dann leider viel zu oft den Gedanken im Kopf gehabt: Mädl, du könntest heute gewinnen und wieder ins Viertelfinale aufsteigen! Deshalb war ich auf einmal mit 2:4 hinten, hab mich dann aber doch noch zurückgekämpft." Mit der Spielweise der Gegnerin hatte sich Sepp über weite Phasen der Partie nicht anfreunden können: "Sie hat wenige Fehler gemacht, den Ball mit Spin nur zurückgebracht und nur selten versucht, selber aktiv den Punkt zu machen." Im Viertelfinale bekommt es die Trainingspartnerin von Iris Khanna ("Wir haben beide keinen Trainer, also trainieren und betreuen wir uns gegenseitig") mit der Siegerin aus der Partie Katerina Vankova (CZE) - Jana Jandova (CZE) zu tun. "Aber eigentlich ist es egal, wer mir morgen gegenüberstehen wird. Ich hab nix zu verlieren und kann nur gewinnen." Mit dieser Einstellung war der Ex-Profi auch die vorherige Saison angegangen: Als Teilzeit-Profi, der nicht mehr so viel im Wettkampfeinsatz war, eroberte sie 2010 bei diversen Turniereinsätzen die nötigen Punkte, um in die Weltrangliste aufgenommen zu werden. In dieser Saison muss sich Sepp daher nicht mehr durch die Qualifikationsmühlen kämpfen.

HAAS IM VIERTELFINALE. "Der Platz 2 war heute irgenwie verhext", schmunzelte ITF-Supervisor Werner Hötzinger beim Anblick der Ergebnisse auf diesem Court. "Dass die Mädels sich so lange bekämpfen und keine vorzeitig einbricht - alle Achtung!" Im Detail: Obwohl das erste Match bereits um 12:00 Uhr begonnen wurde, ging das zweite erst fünfeinhalb Stunden später zu Ende. Nachdem zuerst die an Nummer 7 gesetzte Bosnierin Sandra Martinovic gegen Pavla Smidova über die volle Distanz (7:5, 5:7, 7:5) gehen musste, wurde auch das Österreicherinnen-Duell zwischen Patricia Haas und Pia König zu einem Kampf auf Messers Schneide. Beim Stand von 5:4 hatte König bereits einen Matchball, doch Haas konnte sich in den dritten Satz retten und die Partie mit 1:6, 7:5, 6:3 doch noch für sich entscheiden. Haas zieht damit erstmals in ihrer Karriere ins Viertelfinale eines ITF-Future-Turniers ein und trifft dort auf Martinovic.

HEIL, MOSER & NEUWIRTH SCHEIDEN AUS. Hart gekämpft und doch noch verloren - unter dieser "Headline" waren die Partien von Anna-Maria Heil (WTA 1221), Lisa-Maria Moser (WTA 1002) und Yvonne Neuwirth (AUT, WTA 748) zu Ende gegangen. Neuwirth konnte nur im ersten Satz der an Nummer 2 gesetzten Tschechin Denisa Allertova (WTA 558) Widerstand leisten und verlor letztendlich doch deutlich mit 6:7, 1:6. Moser unterlag der Nummer 6 des Turniers, Simona Dobra (CZE, WTA 664) mit 6:4, 5:7, 1:6. Heil musste sich der an Nummer 3 gesetzten UTC La Ville-Spielerin Lucie Kriegsmanova (CZE, WTA 560) mit 4:6, 6:1, 3:6 geschlagen geben. Während Kriegsmanova im zweiten Satz "offensichtlich Probleme mit Seitenstechen gehabt hat und deshalb die Partie aus der Hand gegeben hat", so Heil-Coach Florian Pernhaupt, konnte sein Schützling im Entscheidungssatz "viele Auflagen leider nicht nützen. Der Topspin-Volley, den Thomas Weindorfer mit ihr in der Südstadt immer wieder geübt hat, hat bei ihr heute leider nicht funktioniert." Die nächste Chance, derartige Fehler zu korrigieen, bietet sich bereits in der kommenden Woche beim nächsten Future-Turnier in Innsbruck.


Die Resultate der Österreicherinnen im Achtelfinale

(Q)Patricia HAAS (AUT, WTA 1227) - (WC)Pia KÖNIG (AUT, WTA 978): 1:6, 7:5, 6:3
(Q)Veronika SEPP (AUT, WTA 1121) - Giulia Sussarello (ITA, WTA 917): 6:1, 7:6(3)

Yvonne Neuwirth (AUT, WTA 748) - (2)Denisa Allertova (CZE, WTA 558): 6:7(8), 1:6
(WC)Lisa-Maria MOSER (AUT, WTA 1002) - (6)Simona Dobra (CZE, WTA 664): 6:4, 5:7, 1:6
Anna-Maria HEIL (AUT, WTA 1221) - (3)Lucie Kriegsmanova (CZE, WTA 560): 4:6, 6:1, 3:6


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