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ATP

WIEN: THOMAS MUSTER VERABSCHIEDET SICH VON SEINER BÜHNE +++ DOMINIC THIEM MIT ERSTEM ATP-SIEG SOUVERÄN INS ACHTELFINALE +++ LIVE AB 15:00 UHR IN ORF SPORT +

Mit Tränen in den Augen und einer 2:6, 3:6-Niederlage gegen NÖTV-Talent Dominic Thiem beendet Thomas Muster (Bild) eine Karriere, die in Österreich wohl einzigartig bleiben wird. "Ich wusste manchmal nicht, ob ich weinen oder spielen soll."





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26. Oktober 2011

ÜBERGABE MIT KLASSE. "Es hat der Richtige gewonnen, alles andere wäre in dem Generationenvergleich falsch gewesen!" Das waren die ersten Worte von Thomas Muster nach seinem Abschied vom großen Turniertennis bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle. Vor über 7.500 Zuschauern. Es war ein emotionaler Abschied der Tennislegende vom großen Sport, der ihm Lebensinhalt war und irgendwo noch ist. Der 18-jährige Niederösterreicher Dominic Thiem trat in die Fußstapfen des Altmeisters, ohne sich das anzumaßen. Sein 6:2 und 6:3-Sieg war klar. Muster riss in der Halle noch einmal die Arme hoch, schickte Küsse in die Menge und war zu Tränen übermannt. Schon während des Matches war ihm der Abschied nahe gegangen. "Ich wusste manchmal nicht, ob ich weinen oder spielen soll." Dem siegreichen Jungen Dominic Thiem gab er beim Abgang noch ein anerkennendes Kopfstück und meinte, er könne die 20 Punkte für den Sieg besser gebrauchen. Ihm selbst bringen sie nichts mehr. Was als Verabschiedung und gleichermaßen als Neuanfang inszeniert wurde, war eine feine Übergabe voll Anstand und Klasse. Der erfolgreichste Tennisspieler, den Österreich je hervorgebracht hat, gleichermaßen charismatisch wie vorbildhaft, gestaltete sein Ende vom großen Tennis als vielversprechenden Anfang für das vielleicht größte Talent des heimischen Tennis.

THIEM KONTERT UND GEWINNT. Die stimmungsgeladene, aber nicht ganz volle Halle schreckte den 18-jährigen Newcomer ebenso wenig wie die sagenhafte Reputation seines 44-jährigen Gegenspielers. So konnten beide mitunter ihr bestes Tennis zeigen. Muster rief Erinnerungen an seine Weltklassezeiten hervor, vor allem bei extremem Winkelspiel. Dominic Thiem gab Kostproben seines schon vielfach bewunderten schnellen Spieles, das nicht von Kraft getrieben wird, sondern von Technik. Thiem zog im ersten Satz schnell davon und war dabei auch nicht unglücklich. Im zweiten Satz war Muster anfangs stärker, aber Thiem konterte einen 1:3-Rückstand und drehte den Spielstand auf 5:3 um. Dabei gab es Riesen-Ballwechsel, den Beweis von der Allroundfähigkeit des Talents und der Größe der Karriere des Altmeisters. "Ich hatte einen Superstart, und das hat die Sache vereinfacht", meinte Dominic Thiem. Der Youngster zeigte sich von der Kulisse nicht überfordert und strahlte auch nachher viel Selbstvertrauen aus. "Ich wusste, dass es gut ausgehen würde, wenn es mir gelänge, mein Spiel ruhig durchzuziehen." Das Zweitrundenspiel Steve Darcis Darcis werde er lockerer angehen, wie auch seine nächsten Matches. (Quelle: www.erstbank.open.com)


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