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WIEN / SÜDSTADT: ALEXANDER PEYA, JULIAN KNOWLE, SYBILLE BAMMER & CO AUF DEM WEG ZUM/ZUR STAATLICH GEPRÜFTEN TENNISLEHRER/IN FÜR HOCHLEISTUNGSSPORTLER/INNEN

Im Rahmen eines Pilotprojekts absolvieren ehemalige Davis Cup- und Fed Cup-SpielerInnen bzw. SpielerInnen mit einem ehemaligen oder aktuellen Top 600-Ranking derzeit eine von der Bundessportakademie Innsbruck gemeinsam mit dem Österreichischen Tennisverband angebotene Ausbildung zum/zur staatlich geprüften TennislehrerIn für HochleistungssportlerInnen. Mit dabei sind u. a. Julian Knowle, Alexander Peya, Stefan Koubek, Markus Hipfll und Sybille Bammer.


28. November 2012

PILOTPROJEKT FÜR AKTUELLE UND EHEMALIGE PROFIS.
Für ÖTV-Sportdirektor Mag. (FH) Clemens Trimmel verfügen aktuelle und ehemalige Davis Cup- und Fed Cup-SpielerInnen "über ein Fachwissen, das sie sich im Verlauf ihrer ATP- oder WTA-Karriere angeeignet haben, das man unbedingt nutzen sollte." Aus diesem Grund startete die Bundessportakademie Innsbruck gemeinsam mit dem Österreichischen Tennisverband unter der Leitung von Mag. Harald Mair (BSPA) 2012 für diese "NationalspielerInnen" u./o. für SpielerInnen mit einem ehemaligen oder aktuellen Top 600-Ranking ein spezielles Pilotprojekt: eine Ausbildung zum/zur "staatlich geprüften TennislehrerIn für HochleistungssportlerInnen". "Danach haben diese aktuellen bzw. ehemaligen Profis die Möglichkeit, rasch eine Trainerkarriere zu starten" (Trimmel). Der erste Kursteil fand im Bundesleistungszentrum Südstadt von 21. bis 25. November statt. Der zweite Kursteil wird von 12. bis 16. Dezember über die Bühne gehen. "Im ersten Kursteil", so Mair, "wurden den SpielernInnen tennisspezifische Grundkenntnisse im Bereich Methodik, Tennislehre und Bewegungslehre näher gebracht. Im zweiten Teil wird es dann um die Vertiefung dieser Kenntnisse v. a. für den Leistungsbereich gehen."

"KLASSENTREFFEN" & KARRIERE. "Es war eine Art Klassentreffen, bei dem sich ehemalige und teilweise auch noch aktive SpielerInnen wieder einmal getroffen haben", blickt Trimmel auf die vergangenen Tage zurück. Mit dabei waren Julian Knowle, Alexander Peya, Stefan Koubek, Markus Polessnig, Herbert Wiltschnig, Martin Slanar, Rainer Falenti, Markus Hipfl, Max Raditschnigg, Clemens Trimmel, Yvonne Neuwirth, Elisabeth Habeler, Patrick Schmölzer, Tina Schiechtl und Sybille Bammer. Geleitet wird der Kurs von Harald Mair, Chef aller „staatlichen Ausbildungen“ des ÖTV.  Trimmel: "Es war eine sehr gute Mischung aus einem theoretischen Teil und der direkten Umsetzung dann gleich am Platz - für uns alle ein Input, den wir in dieser Form noch nicht gehört und gesehen hatten." Die Motivation, diese Ausbildung zu absolvieren, ist bei jedem/r SpielerIn die gleiche. So will z. B. Österreichs aktuell bester Doppelspieler Alexander Peya die Möglichkeit nutzen, während seiner aktiven Zeit "in der noch eher ruhigen Aufbauphase auf die kommende Saison für die Karriere nach der Tenniskarriere vorzusorgen."

FÜHRERSCHEIN FÜR DIE FORMEL 1? Eine der wichtigsten Fragen im Verlauf des Kurses: "Was sind wichtige Punkte für einen Tenniscoach, der eine/e junge/n SpielerIn in Richtung Weltspitze bringen will? Als aktiver Spieler", so Trimmel, "ist man nämlich in einem Trott drinnen, in dem man zwar vieles macht, oft aber gar nicht so richtig versteht, weshalb man z. B. gewisse Tests überhaupt macht. Für aktive SpielerInnen ist es viel wichtiger, besser zu werden. Der Weg dorthin - das A und O guter Leistungen - verliert für aktive SpielerInnen oft an Bedeutung." Stellt sich bloß die Frage: Sind SpielerInnen wie Knowle, Peya, Koubek, Bammer, Hipfl & Co mit der Absolvierung dieses Kurses dann eigentlich sofort befähigt, als TennislehrerIn im Leistungssport aktiv zu werden? Clemens Trimmel: "Ich sehe das eher wie den Führerschein: Mit dem Schein in der Hand darf man offiziell Auto fahren, für die Formel 1 reicht er aber noch lange nicht. Das bedeutet: Praxis muss jeder Coach sammeln, und das geht nicht von heute auf morgen."

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