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WTA

WIEN: NIKI HOFMANOVA DOMINIERT IN DER HAUPTSTADT

Beim ITF-Turnier auf den Anlagen des UTC LaVille rechtfertigte die topgesetzte Niki Hofmanova (Bild) beeindruckend ihre Setzung: Ohne Satzverlust holte sie sich ihren ersten Einzeltitel auf der ITF-Tour.

Ohne Satzverlust zum Titel
Als leichte Favoritin war Niki Hofmanova in ihr erstes Einzel-Finale auf der ITF-Damentour gegangen, als souveräne Siegerin beendete sie es: Wie im gesamten Turnierverlauf gab die 17-jährige Burgenländerin auch gegen die an Nummer 2 gesetzte Slovakin Nikola Vajdova keinen einzigen Satz ab und siegte 6/3, 6/1. Und das obwohl Hofmanova mehrmals wegen Rückenproblemen behandelt werden musste. Umso "happy über meinen Sieg", war die Hornsteinerin dann danach. „Vor dem Turnier hab ich mir gedacht, ich muss unbedingt über die 2. Runde hinauskommen – bisher bin ich bei 10.000ern immer früh ausgeschieden. Jetzt bin ich erleichtert. Außerdem bin ich mit meiner Leistung heute zufrieden, es war ein gutes Match, auch meine Gegnerin hat tolles Tennis gespielt." Wie sehr sie das gesamte Turnier dominiert hatte, beweist ein Blick auf den Raster: In ihren insgesamt fünf Matches gab Hofmanova lediglich 23 Games ab - knapp zwei pro Satz. Dank der gewonnenen Punkte für die Damenweltrangliste wird sich Österreichs Nachwuchsass von Platz 495 um etwa 40 Positionen verbessern und damit ein neues Career-High einnehmen. Am Turnierplan der 17-Jährigen stehen nun weitere Damenturniere, ab 18.8. ist ein Antreten beim 25.000 Dollar-Turnier im belgischen Westende geplant.

Niki gegen Nikola
Eine glatte Sache für die Nummer 1 des 10.000-Dollar-Turniers in Wien: Im innerösterreichischen Duell setzte sich Niki Hofmanova mit 6/4, 6/2 über Iris Khanna hinweg und trifft nun im Finale auf die an Nummer 2 gesetzte Slovakin Nikola Vajdova, die im Semifinalebeim 6/4, 7/6 mit der Qualifikantin Karin Morgosova (SVK) etwas mehr Probleme als ihre Finalgegnerin hatte. Das Endspiel dürfte - zumindest laut Papierform - ein ausgewogenes werden: Beide Spielerinnen haben im Verlauf des gesamten Turnieres keinen einzigen Satz abgegeben, und in der Weltrangliste rangiert Hofmanova (WTA 495) nur einen Platz vor Vajdova (WTA 496). Im Doppel verpasste Hofmanova mit ihrer Partnerin Andrei Laura-Iona (RUM) die Titelverteidigung: Die beiden verloren im Finale gegen Ludmilla Cervanova/Katarina Marackova (SVK) 0/6, 6/3, 13:11.

Österreicherinnen-Duell im Halbfinale
Drei Mal hatte Iris Khanna 2008 den Einzug in die zweite Runde eines Turniers (Gardone Val Trompia, Österreichische Meisterschaften, Breda) geschafft, in Wien hat die 20-jährige Tirolerin ihre bisherigen Saison-Highlights längst getoppt: Nachdem sie im Viertelfinale mit der deutschen Katharina Jobst kurzen Prozess (6/4, 6/1) gemacht hat, wird die nächste Aufgabe dafür umso schwieriger. Im Semfinale wartet nämlich die Nummer 1 des Turniers, Niki Hofmanova, die gegen Agnese Zucchini einen souveränen 6/2, 6/2-Sieg feierte. Einen Schritt weiter ist die 17-jährige Burgenländerin bereits im Doppelbewerb: Mit ihrer Partnerin Andrei Laura-Iona (RUM) besiegte sie Benli/Bogdan (TUR) 6/2, 5/7, 10:3 und trifft nun im Finale auf Ludmilla Cervanova/Katarina Marackova (SVK).

Eine Zucchini im Viertelfinale
Zwei Wochen lang musste Niki Hofmanova verletzungsbedingt pausieren. Bei ihrem Heimturnier, das von ihrem Manager Raimund Stefanits organisiert wird, greift die 17-Jährige erstmals wieder schmerzfrei zum Schläger - und das bisher mit Erfolg: In der zweiten Runde des 10.000-Dollar-Turniers im UTC LaVille (3. bis 10. August 2008) besiegte die topgesetzte Burgenländerin die Italienerin Julia Mayr souverän mit 6/1, 6/3 und zog damit ohne Satzverlust - als zweite Österreicherin neben Iris Khanna - ins Viertelfinale ein. Dort wartet nun eine weitere Italienierin auf sie, die in Wien schon gute Erfahrungen mit österreichischem Tennis machen durfte: Agnese Zucchini, die Nummer 8 des Turniers, schaltete im Achtelfinale Raphaela Zotter mit 7/6, 6/1 aus. Eine lösbare Aufgabe für Niki Hofmanova, die die Titulierung "Nachwuchshoffnung" so bald wie möglich ad acta legen will: „Ich konzentriere mich jetzt auf die Damenturniere.

Drei sind weiter
Die Nummer 1 des Turniers, Niki Hofmanova, gegen Magdalena Österle, die mittels Wildcard in den Hauptbewerb des 10.000-Dollar-Turniers in Wien gelangt war - die Favoritenrolle war schon vor dem ersten Aufschlag klar verteilt und blieb das auch im gesamten Spielverlauf. Die 17-jährige Burgenländerin Hofmanova besiegte die 16-jährige Vorarlbergerin Österle klar mit 6/1, 6/4 und trifft nun im Achtelfinale auf die Italienerin Julia Mayr. Auch hier spricht die Papierform deutlich für den Kukal-Schützling: Mayr (WTA 691) liegt in der Weltrangliste ca. 200 Plätze hinter Hofmanova (WTA 498). Dennoch bleibt "Druck" für die Nummer 1 des Turniers ein Fremdwort: "Ich mache mir durch meine Setzung keinen Druck. Ich muss einfach meine Leistung bringen." Große Herausforderungen warten auch auf den Rest der österreichischen Mädels, die ihren Auftakt erfolgreich absolviert haben: Raphaela Zotter, die wie Österle mit einer Wildcard ausgestattet worden war, kämpfte die Qualifikantin Katarina Marackova (SVK) mit 6/1, 3/6, 6/2 nieder und trifft nun auf die Nummer 8 des Events, die Italienerin Agnese Zucchini. Ein noch höherer Berg baut sich vor Iris Khanna auf: Nach ihrem Dreisatzsieg über Viragh Nemeth (HUN) wartet in der Runde der letzten 16 die Nummer 6 des Turniers, die Tschechin Radana Holusova. Diese Duelle werden nach ihren Erstrundenniederlagen Janina Toljan, Lisa Summerer und Magdalena Österle nur mehr als Zuschauer verfolgen können. 

Die weltbesten 300 als Ziel von Niki H.
Zwei Wochen lang war Niki Hofmanova wegen einer Sehnenscheidenentzündung außer Gefecht gewesen. Beim 10.000 US-Dollar Womens Circuit Tournament im UTC LaVille in Wien 23 (3. bis 10. August 2008) greift die 17-Jährige vor heimischem Publikum wieder ins Turniergeschehen ein - das erste Spiel der an vier gesetzten Nachwuchshoffnung ist für Mittwoch, den 6. August um 16.00 Uhr angesetzt. Sie selber geht voller Zuversicht in ihr "Comeback"-Turnier, denn am Dienstag (29.7.) nahm Hofmanova das Training schmerzfrei wieder auf. „Auch das Gefühl für die Bälle war schon ab dem ersten Training da. Ich werde mein Bestes geben. Ich weiß, was ich kann, und ich bin sicher, dass ich das hier in Wien und bei den nächsten Turnieren umsetzen kann", so Niki, die nach dem Turnier beim UTC LaVille weitere Damenturniere bestreiten wird. „Ich konzentriere mich jetzt auf die Damenturniere. Auch den Juniorenbewerb der US Open lasse ich aus. Ich will noch heuer den Einzug unter die Top 300 der Damentennisweltrangliste schaffen!" Derzeit belegt die Burgenländerin Platz 498 und ist damit Österreichs Nummer 7 im WTA-Ranking. Die weiteren Österreicherinnen beim ITF-Turnier in Wien sind: Janina Toljan, Iris Khanna, Magdalena Österle (Wildcard), Lisa Summerer (Wildcard) und Raphaela Zotter (Wildcard).

Die Erstrunden-Begegnungen der Österreicherinnen:

Nikola Hofmanova - Magdalena Österle
Katarina Marackova (SVK) - Raphaela Zotter
Lisa Summerer - Katarina Jobst (GER)
Iris Khanna - Virag Nemeth (HUN)
Janina Toljan - Nikola Vajdova (SVK)

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