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WIEN: BANK AUSTRIA TENNIS TROPHY / JUBILÄUM - ÖSTERREICHS GRÖSSTES TENNIS-TURNIER VON A BIS Z

25 Jahre Tennis in der Wiener Stadthalle, und erstmals führt mit Jürgen Melzer (Bild) ein Österreicher die Nennliste an. Grund genug, um 25 (+1) Gründe zu finden, in diesem Jahr an jedem Tag dieses Big-Events life mit dabei zu sein.

 WEITERE INFORMATIONEN FINDEN SIE HIER


Känguru-Schinken, Habicht-Auge und die Reise des Jürgen Melzer
(20.10.2010)

A wie ATP-Turnier. Begonnen hat alles mit einer Plauderei zweier Freunde. Leo-Günther Huemer, damals Veranstaltungschef am Vogelweidplatz, und Hermann Fuchs, Tennismitarbeiter der Zeitung „Die Presse“ und später Redakteur der Kronenzeitung, überlegten kurz: „Warum machen wir eigentlich keinen Tennis-GP in Wien?“ Die Antwort hieß Vienna-Open 1974. 36 Jahre später ist die Bank Austria TennisTrophy eines von insgesamt 41 Turnieren der ATP World Tour 250-Kategorie. Die genaue Turniergeschichte finden Sie HIER

Bwie Bodenbelag. In der Wiener Stadthalle wird von Schneider Tennis ein OptiCourt-Belag verlegt. Wolfgang Schneider: „Dieser fixierte Mikroquarzsand ermöglicht absolut sandplatzgleiches Ballsprungverhalten. Opticourt-Tennisplätze werden von Alaska bis Saudiarabien wegen ihrer hervorragenden Spielfähigkeit auch bei extremen Temperaturen von den meisten Turnierspielern bevorzugt verwendet. Auch der langjährig bewährte Belag des US Open basiert auf der Technologie von OptiCourt.“

Cwie Cilic, Marin. 2009 wurde er als Ersatz für den verletzten Juan-Martin Del Potro engagiert und erfüllte seine „Aufgabe“ perfekt: Mit seiner 4:6, 3:6-Niederlage im Finale gegen Jürgen Melzer ermöglichte der Kroate den zweiten Turniersieg eines Österreichers in Wien seit Horst Skoff 1988. Cilic’s Highlights in der aktuellen Saison: Turniersiege in Zagreb und Chennai, Finale in München, Semifinale bei den Australian Open und in Washington. 2010 ist er hinter Jürgen Melzer an Nummer 2 gesetzt.

Dwie Dotation.
Dotiert mit 650.000 Euro wird dem Sieger des ATP World Tour 250-Turniers ein Scheck in der Höhe von 103.900 Euro überreicht, der Finalist erhält 54.800 Euro, die beiden Semifinalisten 29.675 Euro. Die Sieger des Doppelbewerbs erhalten 31.500 Euro.

Ewie e|motion management. Erstmals wird die Bank Austria TennisTrophy im heurigen Jahr von der e|motion management GmbH veranstaltet. IVG Sports – in den Jahren 1999-2009 in einem Kooperationsvertrag mit dem langjährigen Veranstalter Wiener Stadthalle – hat sich mit dem neuen Veranstalter auf eine Zusammenarbeit geeinigt und tritt 2010 als offizieller Vermarktungspartner von Österreichs größtem Tennisturnier auf.

F wie Feigl, Peter. Beim ersten gesamtösterreichischen Schülerturnier scheint 1963 erstmals der Name Peter Feigl in der Siegerliste auf. Den "schönsten Moment" seiner Karriere erlebte Feigl in Übersee 1978 in Cleveland, wo er als Qualifikant und krasser Außenseiter durch einen 6:3, 4:6, 6:1-Finalsieg über den US-Amerikaner Van Winitsky als erster Österreicher ein GP-Turnier gewinnen konnte. Kurz nach dem Ende seiner aktiven Karriere begann Feigl als Konsulent bei der CA-BV und war wesentlich daran beteiligt, als nach dem Ende des Fischer-GP´s in der Wiener Stadthalle 1985 die CA-Trophy aus der Taufe gehoben wurde. Von 2000 bis 2009 war er Turnierchef der Wiener CA-Trophy, 2009 übernahm er die Funktion eines Consulting-Managers.
 
G wie Golden Ticket. Mit dem Golden Ticket wird VIPs gastronomisches Service im Golden Ticket VIP-Center geboten. Das gastronomische Service beinhaltet kalte und warme Speisen vom Buffet sowie Getränke. Geöffnet ab 1 Stunde vor Beginn der Veranstaltung bis 1 Stunde nach Ende der letzten Partie. Weitere Infos gibt es HIER

H wie Hawk Eye. Hawk-Eye (dt. Habicht-Auge) ist ein computergestütztes System zur Ballverfolgung im Sport. Mit Hilfe von sechs verschiedenen Kameraperspektiven wird dabei eine 3D-Simulation erstellt. Strittige Situationen, beispielsweise das „Aus“ im Tennis, können so im Nachhinein nahezu zweifelsfrei geklärt werden. 2010 kommt dieses 2001 von Dr. Paul Hawkins entwickelte System erstmals in der Stadthalle zum Einsatz.

Iwie Infos. Sämtliche Informationen über die 25. BA-TennisTrophy (23.-31.10.2010), die aktuellsten News, die Spieler, die Tickets, die Side-Events u. n. v. m. finden Sie HIER

J wie "Journey" (engl. für "Reise").
"Jürgens Journey" war unlängst dem ATP-Magazin "Deuce" eine große Story wert: "Playing the best tennis of his life." Im Hauptbewerb der Wiener Stadthalle begann Melzers Reise im Jahr 1999 mit dem Einzug ins Achtelfinale. Seine weiteren Resultate in Wien: Achtelfinale (2001), Viertelfinale (2002), Achtelfinale (2003), 1. Runde (2004), Achtelfinale (2005), Viertelfinale (2006), Achtelfinale (2007), Viertelfinale (2008), Sieg (2009).

K wie Kids Day. Beim Kids & Family Day am 25. Oktober 2010 gibt es von 12:00 bis 17:00 Uhr in der Wiener Stadthalle (Foyer/Halle F) Tennisvergnügen pur für die gesamte Familie: Von der Zielschusswand bis hin zum Tennis-Quiz gibt es tolle Sachen zum Ausprobieren. Auf Mini-Courts kann man mit den Profis der Bank Austria TennisTrophy Bälle schlagen und sich anschließend gleich das Autogramm "seines" Superstars holen. Ab ca. 13:00 Uhr können die Matches live mitverfolgt werden! Der Eintritt für Kinder und je zwei Begleitpersonen ist an diesem Tag frei.

L wie Ladies Day. Am 26. Oktober wird in Österreich der Nationalfeiertag begangen bzw. in der Wiener Stadthalle ab 13:00 Uhr der Ladies Day gefeiert. Das bedeutet: Freier Eintritt für Damen am zweiten Spieltag der BA-TennisTrophy.

M wie Melzer, Jürgen. 2010 sorgt der 29-jährige Deutsch-Wagramer aufgrund der bisher besten Saison seiner Karriere (Semifinale in Paris, Finale in Hamburg, Achtelfinale in Wimbledon, Sieg im Doppel in Wimbledon, Sieg über den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal in Shanghai) für eine Premiere am Voglweidplatz: Erstmals wird ein Österreicher die Nennliste von Österreichs größtem ATP-Turnier anführen. "Der Sieg im Vorjahr in Wien war für mich emotionell sehr wertvoll und die Basis, dass ich mich jetzt in der Weltrangliste so weit nach vorne spielen konnte", freut sich Titelverteidiger Melzer bereits Monate davor auf sein Heimturnier. "Wien ist eines meiner Lieblingsturniere und deshalb habe ich mich auch für die nächsten Jahre verpflichtet."

N wie Nennliste. Angeführt wird das Spielerfeld von Jürgen Melzer. An Nummer 2 gesetzt ist sein Vorjahresgegner im Finale Marin Cilic (CRO), gefolgt von Nicolas Almagro (ESP), Marcos Baghadatis (CRY) und Ernest Gulbis (LAT). Die komplette Spielerliste finden Sie HIER

O wie ÖTV.
Besitzer der ÖTV-Tennis-Card (Silver- und Gold-Card) erhalten im Vorverkauf und an den Veranstaltungstagen (solange der Vorrat reicht) an den Kassen der Wiener Stadthalle 10 Euro Bonus am Tennis Austria-Tag (27.10.) bzw. 5 Euro Bonus an allen anderen Veranstaltungstagen auf Tickets sämtlicher Kategorien.

Pwie Preis. Der Horst Skoff-Preis (1.000 Euro) wird jenem/r  U14-Jugendlichen überreicht, der/die in der abgelaufenen Saison die herausragendsten Erfolge erzielte. Zur Ermittlung werden die Ergebnisse in den Bewerben European Junior Championchips, Summer/Winter Cups und Österreichische Meisterschaften (U14) verglichen. Der Bewertungszeitraum erstreckt sich von Jänner bis August. 2009 ging der Preis an Barbara Haas.

Q wie Qualifikation. Die Qualifikation beginnt am 23.10. um 9:00 Uhr. Der Hauptbewerb startet am 25.10. um 13:00 Uhr.

R wie Ranking Points. Dem Turniersieger werden 250 Punkte für die Weltrangliste gutgeschrieben, der Finalist erhält 150, die beiden Semifinalisten 90 Punkte.

S wie Sideevents. Gemeinsam mit der Bank Austria lädt die Ärztekammer am 30. Oktober in der Wiener Stadthalle zur sportmedizinischen Fortbildungsveranstaltung „Tennis Medicine up date 2010“. Organisiert und fachlich betreut wird das Event von Univ. Prof. Dr. Rudolf Schabus. Die Vortragenden sind u. a. Michael Nicolakis (Diagnostik und Therapie von tennisverursachten Beschwerden), Klaus Dann (Sporttraumatologie), Reinhard Weinstabl (medizinisches Management des Turnierarztes) etc. Weitere Sideevents finden Sie HIER

Twie TV-Übertragung.
Die Live-Übertragungszeiten der BA-TennisTrophy 2010:

26.-28.10.: 15:00 Uhr: ORF Sport Plus
29.10.: 13:00 Uhr: ORF Sport Plus, 14:55 Uhr: ORF 1
30.10.: 13:00 Uhr: ORF 1 und ORF Sport Plus
31.10.: 13:30 Uhr: ORF Sport Plus, 14:00 Uhr: ORF 1

U wie Umwegrentabilität. Die BA-TennisTrophy ist, laut Stadthallen-Geschäftsführer Peter Gruber, „unsere größte Einzelveranstaltung mit der größten Umwegrentabilität von 2,7 Millionen Euro“. Insgesamt erreichte man 2009 mit 47.000 bis 48.000 Zuschauern annähernd die sehr guten Zahlen aus 2008. Es gab mehr „Normal-Zuschauer“, das heißt der direkte Kauf von Eintrittskarten ist um 20 Prozent gestiegen. Zurückgegangen sind 2009 allerdings Logenkäufe und Sponsoren-Kontingente.

V wie VIP. Als Besitzer eines VIP-Logen-Packages hat man nicht „bloß“ einen perfekten Ausblick auf den Court, sondern wird abseits davon auch gastronomisch 1a versorgt. Am Montag (25.10.) gibt es z. B. als eine von mehreren Vorspeisen geräucherten Schinken vom Känguru mit Kürbisdukaten und  würzigem Pilzragout von Steinpilzen und Eierschwammerln mit Kräutern und Pesto verfeinert. Als Hautspeise wird u. a. serviert: Teppanyaki vom Asiahuhn süß-sauer mariniert mit gebratenem Wong-Tong Gemüse und Shiitakepilzen. Und zum Abschluss: Mascarponebaumkuchenterrine mit herbstlichen Streubeeren. Den genauen Speiseplan in der Turnierwoche finden Sie HIER

W wie Wildcard. Thomas Muster, der sich 1988 (Horst Skoff), 1993 (Goran Ivanisevic) bzw. 1995 (Filip Dewulf) jeweils erst im Finale geschlagen geben muste, kehrt zwölf Jahre nach seinem bisher letzten Match in die Wiener Stadthalle zurück. Der mittlerweile 43-jährige Steirer nahm das Angebot von Turnierdirektor Herwig Straka, mit einer Wildcard im Hauptbewerb an den Start zu gehen, an.  Die zweite Wildcard bekommt Martin Fischer. Eine dritte wartet noch auf einen Empfänger.

X wie x-mal. Beinahe so oft hatte er es versucht, trotzdem ist die BA-TennisTrophy das einzige ATP-Turnier in Österreich, das Thomas Muster trotz dreier Finalteilnahmen nie gewinnen konnte.

Y wie "Yankee". Spieler aus Amerika sind in der Stadthalle zwar gerne gesehen, seit Jahren allerdings "Mangelware". Im Vorjahr kamen Ryan Sweeting, Robert Kendrick, Wayne Odesnick, John Isner und Travis Rettenmaier über den großen Teich. Der letzte Amerikaner, der die BA-TennisTrophy gewinnen konnte, war 1998 Pete Sampras.

Z wie Zahlen. Um 1 weiteres Jahr hat Titelsponsor Bank Austria die Zusammenarbeit als Titelsponsor verlängert. +++ Mit dem elektronischen Büroartikel-Hersteller Ricoh (mit dessen Hilfe auch das Hawk-Eye ermöglicht wurde) und der weltweiten mexikanischen Biermarke Corona wurden 2 neue Sponsoren gefunden. +++ 28 Spieler im Einzel-Hauptfeld, 16 Paarungen im Doppel-Hauptfeld. +++ Mit 4 Turniersiegen ist Brian Gottfried der Rekordsieger in Wien +++ Bisher sind 19 aller 24 Weltranglistenersten in Wien angetreten. +++ Das einzige rein österreichische Finale konnte Horst Skoff gegen Thomas Muster 1988 für sich entscheiden, wobei Muster nach einer Magenverstimmung nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war +++ 1998 verzichtete Boris Becker zugunsten von Pete Sampras auf seine Wildcard, um dem US-Amerikaner eine Teilnahme zu ermöglichen etc.

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