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WTA

WIEN: AUSGEPOWERT, ABER ZUFRIEDEN: TINA KANDLER VERLIERT IM HALBFINALE

Beim 10.000-Dollar-Future auf der La Ville-Anlage war Christine Kandler (Bild) erstmals in das Semifinale eines Future-Turniers eingezogen, unterlag dort aber Lucie Kriegsmanova (CZE) in zwei Sätzen.

Fünfzehn Siege in Folge
(9.8.2009)
Erstmals im Semifinale eines Future-Turniers hatte Christina Kandler nicht nur mit der Dominanz von Gegnerin Lucie Kriegsmanonva zu kämpfen, sondern auch mit den Belastungen der vergangenen Wochen. Kandler unterlag der Tschechin 3:6, 1:6. "Die Analyse von diesem Match ist einfach: Ich war ein wenig ausgepowert, meine Schläge waren zu wenig aggressiv. Meine Gegnerin spielte sehr erfahren und sehr gut." Trotz der Niederlage überwiegen bei der 14-jährigen Niederösterreicherin aber die positiven Erinnerungen an die jüngste Vergangenheit: "Wenn ich jetzt auf die letzten fünf Turnierwochen zurück blicke, dann habe ich fünfzehn Matches in Folge gewonnen." Nach einem Tag Pause geht es für Kandler weiter zum nächsten 10.000 Dollar-Turnier nach Innsbruck.

WEITERE INFORMATIONEN

Premiere für "Tina"
(8.8.2009)
Als sie fünf Jahre alt war, spielte sie mit ihrem Vater den Tennisball "bis zu 260 Mal ohne Fehler übers Netz." Neun Jahre später ist Christina Kandler zu ihren Gegnerinnen nicht mehr so nett und beendet die Ballwechsel wesentlich früher: Beim 10.000-Dollar-Turnier auf der La Ville-Anlage in Wien steht die Tochter von Ex-Profi Hans Peter Kandler nach einem 1:6, 6:3, 6:3-Sieg über die Tschechin Petra Padalikova im ersten Future-Semifinale ihrer noch jungen Karriere. Ihre nächste Gegnerin wird die Tschechin Lucie Kriegsmanova sein, die über Marlena Metzinger mit 6:0, 6:1 hinwegfegte und damit ein Österreicherinnen-Duell im Halbfinale verhinderte.

 

Österreicherinnen-Duell?

(7.8.2009)
Auf ihrer Website www.tina-kandler.com endet jeder Matchbericht mit dem selben Blick in die nahe Zukunft: "Ich freue mich auf dieses Match und werde alles geben." Gegen Simona Dobra (CZE), die Nummer 3 des 10.000-Dollar-Turniers auf den La Ville-Plätzen, musste die 14-jährige Niederösterreicherin bei ihrem 6:4, 4:6 6:3-Sieg tatsächlich alles geben, um in ihr erstes Future-Viertelfinale vorzustoßen. Ihre nächste Gegnerin wird die Tschechin Petra Padalikova sein, die in einer Auf-und-ab-Partie die Nummer 8 Nikola Vajdova (SVK) mit 6:1, 1:6, 6:1 eliminierte. Nimmt Kandler auch diese Hürde, könnte es im Halbfinale zu einem Österreicherinnen-Duell kommen, da Marlena Metzinger völlig überraschend die Nummer 1 des Turniers, Amanda Carreras (GBR), mit 6:4, 6:4 besiegte. Carreras hatte in dieser Saison immerhin bereits zwei Turniersiege (2 x Antalya) auf ihrem Erfolgskonto. Bevor es tatsächlich zum Duell Kandler - Metzinger kommt, muss Metzinger allerdings noch über ihre nächste Gegnerin, die Tschechin Lucie Kriegsmanova, hinwegkommen.


Babsi Haas startet erst 2010

(6.8.2009)
Schon vor Wochen hatte er damit spekuliert, seinen erst 13-jährigen Schützling Barbara Haas mit einer Wildcard beim 10.000-Dollar-Turnier auf der UTC LaVille-Anlage ins kalte Wasser zu stoßen. Haas-Manager und Turnierdirektor Raimund Stefanits: „Das wäre für sie eine Möglichkeit, Erfahrungen im Damentennis zu sammeln. Daher könnte sie komplett ohne Leistungsdruck an den Start gehen.“ Dass Barbara Haas bei diesem Future-Event nun doch nicht dabei ist, war für den Manager „eine Bauchentscheidung. Im nächsten Jahr ist es früh genug, dann wird sie mit den 16- und 17-Jährigen schon mithalten können“ – und damit in die Fußstapfen von Stefanits‘ zweitem Zugpferd Niki Hofmanova treten: Die 18-jährige Burgenländerin hatte dreimal in Wien gespielt, einmal in der erste Runde verloren, einmal das Doppel und zuletzt 2008 das Einzel gewonnen. „Einen ähnlichen Weg wird hoffentlich auch Babsi beschreiten.“

Zwei aus sechs sind weiter
In Wien wird Haas in diesem Jahr von ihrer Schwester Patricia vertreten, die mit einer Wildcard ausgestattet wurde. Allerdings kam für sie bereits in der ersten Runde das frühe Aus: Sie unterlag der Qualifikantin Marlena Metzinger glatt mit 0:6, 2:6. Wesentlich besser läuft es bisher für Christina Kandler: Die mit einer Wildcard ausgestattete Niederösterreicherin eliminierte zum Auftakt Lucky Loser Ina Sokolova (RUS) mit 6:7(1), 7:6(2), 6:1 – für die 14-jährige Tochter von Ex-Profi Hans Peter Kandler eine Premiere: der erste Sieg im Hauptbewerb eines Future-Turniers. Als nächste Gegnerin wartet auf sie die Nummer 3 des Turniers, die Tschechin Simona Dobra. Für den Rest der rotweißroten Damen ist hingegen das Turnier bereits Geschichte: Christina Mathis (WC) konnte der an Nummer 7 gesetzten Französin Anne-Valerie Evain beim 2:6, 5:7 nur phasenweise Paroli bieten. Raphaela Zotter (WC) unterlag der Slowenin Tina Obrez mit 2:6, 7:5, 3:6. Veronika Sepp (Q) wurde von der Rumänin Alexandra Damaschin mit 2:6, 2:6 zurück in die Kabine geschickt.

 

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