Wie rotweißrot wird Paris?

Wie heiß werden die "French Open" heuer für Österreichs Tennisprofis werden? Dass sich Dominic Thiem längst im Kreis der ganz Großen etabliert hat, ist kein Geheimnis mehr. Dass Jürgen Melzer nach seiner Verletzungspause wieder zu alten Stärken zurückgefunden hat, hat er schon mehrmals bewiesen. Dass Alex Peya immer wieder um Turniersiege mitkämpfen kann, ist klar. Dass Yvonne Meusburger, Patricia Mayr-Achleitner und Sandra Klemenschits immer wieder für Überraschungen gut sind, steht außer Frage. Wie aber schätzt ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel die Chancen unserer SpielerInnen ein?



EINZEL | HERREN


DOMINIC THIEM (ATP 58)

French Open 2013: -
bestes Resultat in Paris: 2011: Finale bei den Roland Garros Junior Championships - 6:3, 3:6, 6:8 gegen Bjorn Fratangelo

ThiemNach einer Saison, die kaum noch Wünsche überließ, startet Österreichs aktuelle Nummer 1 (die am 26.5. wieder von Jürgen Melzer abgelöst wird; Anm.) sein Projekt "mein erster Grand Slam direkt im Hauptbewerb". Die bisherigen Highlights in der 2014er-Saison des "Dominators": aus der Qualifikation in die 3. Runde in Indian Wells, aus der Qualifikation in die 2. Runde von Miami, aus der Qualifikation ins Achtelfinale von Barcelona, aus der Qualifikation ins Achtelfinale von Madrid (Sieg gegen Stan Wawrinka in der 2. Runde!). Dort besiegte Thiem mit Leonardo Mayer, Marinko Matosevic, Dmitriy Tursunov und Stan Wawrinka innerhalb von vier Tagen vier Top 100-Spieler. Gegen den nächsten (Feliciano Lopez) konnte er allerdings nicht antreten, wurde durch eine Viruserkrankung zwei Wochen lang zurückgeworfen, verlor über fünf Kilogramm Körpergewicht, konnte keine Turniere spielen. "Es geht aber jeden Tag besser und besser." Seit 19. Mai wird Dominic Thiem erstmals in seiner Karriere in den Top 60 der Weltrangliste geführt: Der Niederösterreicher scheint im neuen Ranking (19.5.) auf dem 58. Platz auf. Beim letzten Turnier vor Beginn der French Open unterlag Thiem bei der Generalprobe für die French Open beim ATP 250-Turnier in Nizza dem an Nummer vier gesetzten Gilles Simon nach hartem Kampf in drei Sätzen. Dennoch freut er sich "extremst auf Paris" (Thiem).

ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel: "Es ist beeindruckend, was er in den letzten Wochen alles gezeigt hat. Ich hoffe, dass er sich nach seiner Magenverstimmung in Paris wieder hundertprozentig fit präsentieren kann. In dieser Woche hat er bereits zwei Matches gehabt, bei denen er körperlich noch nicht komplett fit war, aber dennoch immerhin eine Runde gewonnen hat. Es wird in Paris natürlich viel von der Auslosung abhängen. Im Raster der French Open wird es aber keinen Spieler geben, der gerne gegen Dominic antreten würde. In seine Erstrunden-Partie gegen Paul-Henri Matthieu wird er sicherlich als Favorit gehen, obwohl es immer sehr schwierig ist, in Frankreich gegen einen Franzosen zu spielen. Spannend wird dieses Match auch deshalb werden, weil er - sollte er gewinnen - in der zweiten Runde höchstwahrscheinlich gegen Rafael Nadal spielen würde."


JÜRGEN MELZER (ATP 59)
French Open 2013: 1. Runde - 4:6, 3:6, 2:6 gegen Igor Sijsling
bestes Resultat in Paris: 2010: Semifinale - 2:6, 3:6, 6:7(6) gegen Rafael Nadal

Melzer_rundIm Oktober 2013 hatte er aufgrund einer langwierigen Schulterverletzung (Sehnenentzündung in der Rotatoren-Manschette; Anm.) in Shanghai sein letztes Turnier gespielt, sein Comeback wollte er Ende Februar 2014 in Acapulco bestreiten, musste es kurzfristig allerdings absagen: Beim Sparring vorort wurde klar, dass die Kraft für das alltägliche Leben auf der ATP-Tour noch nicht reicht. Danach folgte bis Mitte April (Monte Carlo) erneut eine Pause, aufgrund einer intensvien Therapie kam er in der Zwischenzeit aber wieder in Schuss. Spätestens am 11. Mai hat Melzer in der ersten Runde des ATP-1000-Masters-Turniers in Rom gezeigt, dass man ihn noch nicht abschreiben darf. Elf Tage vor seinem 33. Geburtstag rang der Niederösterreicher den Weltranglisten-10. John Isner (USA) mit 7:6(7), 6:3 nieder. Davor hatte Melzer bereits die Achtelfinale in München und Barcelona erreicht und fühlte sich "jeden Tag ein bißchen besser am Court." Beim letzten Turnier vor den French Open musste sich Melzer im Achtelfinale von Düsseldorf Jiri Vesely glatt mit 1:6, 1:6 geschlagen geben und war danach frustriert: "Das war nicht unbedingt das, was ich erwartet hatte: Ich hatte keine Energie, machte viel zu viele Fehler. Alles in allem war es furchtbar." Im Hauptbewerb von Roland Garros tritt Melzer zum bereits zwölften Mal an.

ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel: "Er feiert derzeit ein sehr positives Comeback, hat schon einige gute Matches in den Beinen, was für ihn sehr wichtig ist. Er spielt von Woche zu Woche besser und kann sich glücklich schätzen, wieder Grand Slam-Tennis spielen zu können. Aus dem letzten Jahr hat er nichts zu verteidigen. Sein Gegner in der ersten Runde, David Goffin, ist allerdings ein sehr gefährlicher Spieler, der in Paris schon einmal sehr gut gespielt hat (2012: Achtelfinale; Anm.). Trotzdem hat er sehr gute Chancen, diese Auftaktpartie zu überstehen, um dann in der zweiten Runde vielleicht auf Tsonga zu treffen."


ANDREAS HAIDER-MAURER (ATP 105)
French Open 2013: 4. Qualifikationsrunde - 6:4, 4:6, 3:6, 3:6 gegen Nicolas Almagro
bestes Resultat in Paris: 2011: 2. Runde - 2:6, 4:6, 2:6 gegen Alexandr Dolgopolov

AHM_rundBis Freitag Nachmittag war Andreas Haider-Maurers zweiter Einzug in den Hauptbewerb der French Open nicht fix: Im vierten Match nach 10:00 Uhr wartete als letzte Hürde noch der Franzose Eric Prodon, der am Tag davor ein Österreicher-Duell zwischen Haider-Maurer und Gerald Melzer im Qualifikationsfinale verhindert hatte. Für Haider-Maurer kein Problem: Österreichs Nummer 3 raste mit seinem 6:0, 6:1-Sieg in den Hauptbewerb des zweiten Grand Slam-Turniers der Saison. Haider-Maurers bisherige Saison-Highlights: der Einzug ins Semifinale des Challengers in Ostrau sowie das Viertelfinale beim ATP 250-Turnier in Buenos Aires. Das letzte Turnier vor Beginn des zweiten Grand Slam-Turniers der Saison beendete AHM im Achtelfinale des Challengers in Heilbronn.

ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel: "Andi hat in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Marco Cecchinato eine super Partie gespielt (6:2, 6:3; Anm.) und hat auch gegen Eric Prodon gute Chancen, der gegen Gerald Melzer leider als Sieger den Platz verlassen hat. Andi hat deshalb den Vorteil, dass Prodon am Donnerstag gegen Gerald bis 22:30 Uhr gespielt hat und deshalb vielleicht etwas müde ist."


EINZEL | DAMEN

YVONNE MEUSBURGER (WTA 40)
French Open 2013: 3. Qualifikationsrunde - 2:6, 6:4, 2:6 gegen Vania King
bestes Resultat in Paris: 2010: 2. Runde - 3:6, 3:6 gegen Maria Kirilenko

Meusburger_rundDie Situation ziemlich genau vor einem Jahr im sportlichen Leben der 30-jährigen Vorarlbergerin: Mit ihrem 6:3, 6:4-Sieg über eines der größten WTA-Talente Victoria Kan hatte sich Yvonne Meusburger bei dem mit 25.000 Dollar dotierten Turnier in La Marsa nach knapp zweijähriger Pause (2011: Thyrnau) den dreizehnten Turniersieg in ihrer Karriere geholt und damit die bislang beste Saison ihrer Karriere eingeleitet. Es sollten noch Turniersiege in Wiesbaden, Grado und Bad Gastein folgen. Mit dem Turniersieg in La Marsa war Meusburger, die nach ihrer komplizierten Schulter-Operation vor mehr als zwei Jahren mittlerweile wieder komplett schmerzfrei ist, ihrem großen Ziel, erneut unter die Top 100 vorzustoßen, den nächsten Schritt näher gekommen. 2013 sollte sie auf Platz 50 beenden, mittlerweile rangiert sie auf Platz 40. "Prinzipiell bin ich immer der Einstellung, dass man dort, wo man gerade ist, auch hingehört." Die bisherigen Highlights in dieser Saison: Viertelfinale in Marrakesch, Kattowitz und Dubai, der Einzug in die dritte Runde bei den Australian Open sowie in die zweite Runde von Indian Wells und Key Biscayne. Bei den French Open wird Österreichs Nummer 1 im Hauptbewerb zum zehnten Mal an den Start gehen.

ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel: "Sie hat in den letzten Wochen mit einigen Erstrunden-Niederlagen etwas zu kämpfen gehabt. Mit einer halbwegs guten Auslosung kann sie aber vielen Gegnerinnen gefährlich werden. Für sie und ihr Selbstvertrauen ist jetzt jedes Match, das sie gewinnt, sehr wichtig."


PATRICIA MAYR-ACHLEITNER (WTA 74)
French Open 2013: 1. Qualifikationsrunde - 3:6, 6:2, 3:6 gegen Anastasia Rodionova
bestes Resultat in Paris: 2009: 1. Runde - 1:6, 1:6 gegen Mariya Koryttseva; 2011: 1. Runde - 1:6, 2:6 gegen Agnieszka Radwanska; 2012: 6:1, 1:6, 5:7 gegen Jelena Jankovic

Mayr_Achleitner_rundAnfang Mai sollte das passieren, vor dem sich jeder Tennisprofi fürchtet: Beim WTA-Turnier in Madrid musste sie im Qualifikationsfinale aufgeben - ein Band im Sprunggelenk war gerissen, nachdem sie unglücklich umgeknickt war. Danach folgten intensive Therapie-Einheiten u. a. "eingespannt" auf einem therapeutischen Laufband "mit der Möglichkeit mit 40 bis 90 Prozent vom eigenen Körpergewicht zu laufen, damit die verletzten Bereiche schneller belastet werden können ohne überzubelasten" (Mayr-Achleitner). Bei ihrem Comeback in Nürnberg verlor Mayr-Achleitner zwar bereits zum Auftakt gegen Yaroslava Shvedova in zwei Sätzen, "das Wichtigste war, dass der Fuß in einem guten Zustand war." Die letzten Tage vor der Abreise nach Paris bereitete sich Österreichs Nummer 2 mit ihrem Trainer Vladimir "Vlado" Platenik in Tirol vor, um danach zum sechsten Mal im Hauptbewerb des zweiten Grand Slam-Turniers der Saison an den Start zu gehen.

ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel: "Die Patricia ist jetzt wieder hoffentlich zu hundert Prozent gesund. Auch bei ihr wird einiges von der Auslosung abhängen. Sie ist aber eine Spielerin, von der man vor allem auf Sand einiges erwarten kann. Es wird für sie in der ersten Runde gegen Flavia Pennetta aber sehr schwierig werden, da sie heuer eine sehr gute Saison gespielt hat. Patricia wird da als Außenseiterin ins Rennen gehen, kann aber genau deshalb locker drauf los spielen und hat nichts zu verlieren."


TAMIRA PASZEK (WTA 159)
French Open 2013: 1. Runde - 4:6, 3:6 gegen Melanie Oudin
bestes Resultat in Paris: 2007: 2. Runde - 5:7, 1:6 gegen Justine Henin

Paszek_rundBis Anfang Juni 2013 hatte sie nur ein einziges Einzelmatch gewonnen, nach einer wahren Horrorsaison hatte die ehemalige Weltranglisten-26. (11.2.2013) das Jahr auch aufgrund "einer Menge Verletzungen" (Paszek) auf Platz 179 beendet. "Ich hatte ein Virus, vergleichbar mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber, das mich mehr als sechs Monate lang beeinträchtigt hat, dazu ich hatte einen Einriss des Oberschenkelmuskels vor Wimbledon." Die heurige Saison verläuft bis jetzt umso erfreulicher für Österreichs Nummer 3: Turniersieg beim 25.000-Dollar-Turnier in Rancho Santa Fe, Finale bei den 25.000-Dollar-Turnieren in Wiesbaden und Surprise. Nach ihrem 6:2, 6:4-Sieg in der zweiten Qualifikationsrunde trifft Paszek nun auf die Deutsche Carina Witthoeft.

ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel: "Tamira hat in der zweiten Qualifikationsrunde sehr solide und konstant gespielt und hat am Samstag gegen Witthoeft gute Chancen, sich für den Hauptbewerb zu qualifizieren."

DOPPEL | HERREN


ALEXANDER PEYA (ATP 3)
French Open 2013: Semifinale mit Partner Bruno Soares - 1:6, 4:6 gegen Bob Bryan / Mike Bryan
bestes Resultat in Paris: 2013: Semifinale mit Partner Bruno Soares - 1:6, 4:6 gegen Bob Bryan / Mike Bryan

Peya_rundDass eine Saison wie jene im Vorjahr nicht leicht zu wiederholen sein würde, war ihm klar. Zu Buche standen u. a. Turniersiege in Sao Paulo, Barcelona, Eastbourne, Montreal, Valencia. Sowie Finale in Paris (Paris Open), bei den US Open, in Hamburg, London (Queen's), Madrid, Semifinale bei den ATP World Tour Finals in London, bei den French Open, in Indian Wells, Acapulco und in Memphis. Heuer muss das Erfolgs-Duo Alex Peya / Bruno Soares auf den ersten Turniersieg noch warten. In Indian Wells, Auckland und Doha kamen die beiden dieser Saison-Premiere schon sehr nahe, mussten sich im Finale allerdings Bob und Mike Bryan (Indian Wells), Julian Knowle / Marcello Mello (Auckland) bzw. Tomas Berdych / Jan Hajek geschlagen geben. Peya spielt heuer zum neunten Mal in Paris.


JULIAN KNOWLE (ATP 40)
French Open 2013: 1. Runde mit Partner Filip Polasek - 6:7(5), 6:7(5) gegen Jamie Murray / John Peers
bestes Resultat in Paris: 2010: Semifinale mit Partner Andy Ram - 4:6, 2:6 gegen Lukas Dlouhy / Leander Paes

Knowle_rundDie Saison begann für den 39-jährigen Vorarlberger mit einem absoluten "best case": Bei dem mit 455.190 Dollar dotierten ATP-250-Turnier in Auckland kam es im Finale des Doppelbewerbs zu einem Aufeinandertreffen zweier österreichisch-brasilianischer Paarungen. Julian Knowle mit Partner Marcello Melo an seiner Seite traf auf Alexander Peya / Bruno Soares, die nach ihrer "Monster-Saison 2013" als leichte Favoriten ins Rennen gegangen waren. Als Sieger gingen dennoch Knowle / Melo vom Court. Für Knowle, der 2013 die Turniere in Zagreb und Casablanca gewinnen konnte und in Basel, Wien und Doha das Finale erreicht hatte, war das in seiner 19. Saison als Profi der 17. ATP-Titel seiner Karriere - der erste mit Melo an seiner Seite, der zum 13. Mal einen Siegespokal auf dieser Ebene entgegennehmen durfte. Nach seiner Leisten-Operation Ende der vergangenen Saison war bei Knowle nach diesem Sieg die Freude riesig. "Das ist ein spezieller Titel in meiner Karriere!" Die weiteren Highlights, die 2014 danach noch folgen sollten: Semifinale in München und beim Challenger in Heilbronn. In Paris wird Knowle zum bereits dreizehnten Mal an den Start gehen.


OLIVER MARACH (ATP 42)
French Open 2013: Achtelfinale mit Partner Christoph Kas - 0:1 ret. gegen Bob Bryan / Mike Bryan
bestes Resultat in Paris: 2010: Viertelfinale mit Partner Lukasz Kubot - 5:7, 3:6 gegen Daniel Nestor / Nenad Zimjonic; 2012: Viertelfinale mit Partner Horacio Zeballos - 1:6, 6:4, 4:6 gegen Bob Bryan / Mike Bryan

Marach_rundDie Saison begann für den 33-jährigen Grazer gleich mit einem Erfolg: Nach zwei Challengern konnten Marach / Florin Mergea erstmals auch auf der ATP-Tour einen Doppel-Titel holen. Im Endspiel des Sandplatz-Turniers von Vina del Mar hatte sich das an Nummer drei gesetzte Duo gegen die kolumbianischen Co-Favoriten Juan Sebastian Cabal / Robert Farah mit 6:3, 6:4 durchgesetzt. Für den 33-jährigen Steirer Marach war es im 24. ATP-Endspiel der 13. Titel. Für den Österreicher bedeutete der Erfolg in Südamerika den ersten Doppel-Titel seit Auckland 2012, als er mit Alexander Peya gewonnen hatte. Nach diesem Sieg in Vina del Mar ist der Faden allerdings etwas gerissen: Über ein Viertelfinale in Casablanca kamen Marach / Mergea danach nicht mehr hinaus. Auch beim letzten Turnier vor den French Open erreichte Marach mit Partner Daniele Bracciali in Nizza das die Runde der letzten acht. In Roland Garros tritt Marach zum achten Mal in seiner Karriere an.

 

PHILIPP OSWALD (ATP 64)
French Open 2013: -
bestes Resultat in Paris: -

Oswald Im März 2014 durfte Philipp Oswald im Alter von 28 Jahren über seinen ersten ATP-Titel jubeln, zwei Monate später über seinen zweiten. An der Seite des Spaniers Guillermo Garcia-Lopez hatte er sich beim Sandplatz-Turnier von Sao Paulo gegen das Nummer zwei gesetzte kolumbianische Juan Sebastian Cabal / Robert Farah durch gesetzt. Im Vorjahr hatten Alexander Peya / Bruno Soares ebenfalls in Sao Paulo ihre bisher beste Saison eingeleitet. Unmittelbar vor den French Open setzte er sich mit Partner Martin Klizan im Endspiel des ATP-World-Tour-250-Turniers sensationell über die an Nummer eins gesetzte Paarung Rohan Bopanna / Aisam-Ul-Haq Qureshi mit 6:2, 6:0 hinweg.
 
ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel über die Chancen unserer Doppelspieler: "Alex Peya hat zuletzt einige enge Matches verloren, und auch bei einem Grand Slam geht es immer sehr eng zu. Letztes Jahr hat er mit dem Halbfinale bewiesen, dass er sehr gut spielen kann. Ihm ist auf jeden Fall alles zuzutrauen. Mit Melzer, Knowle, Marach und Oswald haben wir noch zusätzlich einige herausragende Doppel-Spieler, denen immer alles zuzutrauen ist. Für den einen oder anderen könnte es sicherlich ein längerer Weg werden, den er im Raster zurücklegen kann."

DOPPEL | DAMEN


SANDRA KLEMENSCHITS (WTA 59)
French Open 2013: -
bestes Resultat in Paris: 2011: 1. Runde mit Partnerin Romina Oprandi - 6:7(5), 6:4, 1:6 gegen Mirjana Lucic Baroni / Aravane Rezai

Klemenschits_rund2013 sollte Österreichs beste Doppelspielerin in Bad Gastein den größten und emotionalsten Erfolg ihrer Karriere feiern: An der Seite der Slowenin Andreja Klepac holte sie sich mit einem 6:1, 6:4-Finalerfolg über die deutsch-griechische Paarung Kristina Barrois / Eleni Daniilidou ihren ersten Doppel-Titel auf der Tour. "Beim Matchball habe ich nur an Dani gedacht", lachte und weinte "Sandi" damals gleichzeitig über ihren Erfolg. Ihre Zwillingsschwester hatte im April 2008 den Kampf gegen den Krebs verloren. Seither konnte Sandra mit anderen Partnerinnen v. a. auf Challenger- und ITF-Ebene insgesamt zwanzig Turniere gewinnen. Die bisherigen Highlights in dieser Saison: die Semifinale in Marrakesch und Croissy-Beaubourg.

ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel: "Eine gute Auslosung und sie könnte sicherlich die eine oder andere Runde gewinnen."

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