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Rollstuhltennis

Wheelchairtennis Tour Austria 2020 – ein schöner Abschluss

Mit der Schlussveranstaltung in Bad Ischl hat die WTTA2020 am letzten Wochenende ein würdiges Ende gefunden.

Robert Troppacher, Maximilian Taucher, Tina Pesendorfer ©Verein/Privat

Es scheint als hätte das Team des TC Bad Ischl einen Stein bei Zeus im Brett, denn trotz vorangegangener Wetterkapriolen war die Sonne ab Freitag stets ein treuer Begleiter der Rollstuhltennis Community in Bad Ischl.
Nachdem Freitags noch kräftig trainiert wurde, galt es schon am Folgetag, die Trainingsleistungen auch im Turniergeschehen abzurufen.

In der Pro Tour gelang dies Josef Riegler am besten, der mit zwei eindeutigen Siegen über Martin Legner und Thomas Flax keine Zweifel über seine Topform aufkommen ließ.

In der Hobby Tour holte sich Robert Troppacher vor Wolfdietrich Fritz mit 6-7, 6-0 und 6-0 seinen 2. Turniersieg in Folge und sicherte sich damit auch den dritten Platz in der WTTA-Gesamtwertung.

(Näheres hierzu finden sie HIER)

Nach 3 gespielten Turnieren konnte in der Gesamtwertung der WTTA 2020 der Unterschied zwischen der Pro Tour und der Hobby Tour größer nicht sein. Denn während Martin Legner der Toursieg bei der Profis schon nach St. Pölten nicht mehr zu nehmen war, kam es in der Hobby Tour zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem jungen Vorarlberger Maximilian Taucher und der Lokalmatadorin Christina Pesendorfer.

Durch den Finaleinzug in St. Pölten ging Pesendorfer mit einem kleinen Sicherheitspolster in das entscheidende Turnier. Nachdem aber beide Spieler ihr jeweils erstes Match im Hauptbewerb verloren, musste die Entscheidung im Consolation Bewerb fallen.
Unabhängig vom Ausgang des Turniers wäre Pesendorfer mit Erreichen des Consolation-Finales der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. Da beide Kontrahenten ins Halbfinale aufstiegen, würde nach den folgenden zwei Halbfinal-Partien in jedem Fall eine Gewinnerin oder ein Gewinner der Gesamtwertung feststehen.
Für Taucher musste ein Sieg her, um seine Chancen weiter wahren zu können. Mit einem erdenklich knappen 6:2, 4:6 und 10:7 gegen Karl Lotz konnte das Nachwuchstalent diese Pflichtübung erfüllen. Sieg oder Niederlage lag nun nicht mehr in seiner Hand.

Pesendorfer, der ein Sieg über Martin Strassnig im Halbfinale reichen würde, legte mit 6:4 im ersten Satz vor. Nur ein Satz trennte Pesendorfer noch vor dem Gesamtsieg. Es sollte für die Oberösterreicherin aber nicht sein, denn Strassnig konnte sich am Ende nicht nur Satz 2 sondern auch das Match-Tie-Break haarscharf mit 10:8 holen und somit ins Finale einziehen. Damit stand Taucher, der auch das Consolation-Finale gewinnen konnte, als Gesamtsieger der WTTA Hobby Tour 2020 fest und verdrängte Pesendorfer auf Platz 2. Oft sind einzelne Punkte das Zünglein auf der Waage.

Als Tourgewinner dürfen sich Martin Legner und Maximilian Taucher jeweils über einen Gutschein für das perfekt barrierefreie Hotel Weisseespitze im Tiroler Kaunertal freuen. Für Christina Pesendorfer und Robert Troppacher auf Platz 2 und 3 sind die von Babolat zur Verfügung gestellten Tennisschläger und der Racketholder mehr als nur ein Trostpflaster für knapp verpasste Chancen.

Dank dreier Turniere und der insgesamt 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, war die Wheelchairtennis Tour Austria 2020 ein voller Erfolg, der sich im Jahr 2021 hoffentlich in ähnlicher Weise wiederholen lassen wird.

An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an das große Teilnehmerfeld sowie das Hotel Weisseespitze und Babolat für die tollen Sachpreise.

Besonders aber wollen wir hier die Turnierorganisatoren Odo Kada (Leibnitz), Gabriele Langmann (St. Pölten) und Alex Bucewicz (Bad Ischl) hervorheben, ohne deren Mühe und Engagement die Wheelchairtennis Tour Austria 2020 so nie hätte stattfinden können. Vielen Dank für Euren Einsatz!

Wir freuen uns schon auf die kommende Saison … hoffentlich ohne große sanitäre Einschränkungen.

Maximilian Taucher
Maximilian Taucher ©Verein/Privat
©Verein/Privat
Tina Pesendorfer
Tina Pesendorfer ©Verein/Privat

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