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Verbands-Info

Werner Klausner ist neuer ÖTV-Präsident

Der 51-jährige Salzburger wurde für drei Jahre gewählt und tritt die Nachfolge von Robert Groß an. Neu im Vorstand sind Walter Seidenbusch, Günter Kurz und Raimund Stefanits.

Die neue ÖTV-Führungsriege: Christina Toth, Walter Seidenbusch, Werner Klausner, Günter Kurz und Raimund Stefanits. ©GEPA-Pictures / Mario Buehner (2)

Mag. Werner Klausner ist seit 18. März 2018 Präsident des Österreichischen Tennisverbandes. Der Unternehmer im Bereich Marketing, der seit 2014 Präsident des Salzburger Landesverbands war und seit 2015 dem ÖTV-Vorstand als Vizepräsident angehörte, übernimmt nach der Wahl bei der Generalversammlung in Windischgarsten das Amt von Robert Groß, der sich nach dreijähriger Tätigkeit nicht für eine weitere Periode zur Verfügung stellte. Groß wurde am Sonntag einstimmig zum ÖTV-Ehrenpräsidenten ernannt. MMag. Christina Toth bleibt Vizepräsidentin (Aufgabenbereiche: Recht, Personal, Frauen), neu in Werner Klausners Team sind Dr. Walter Seidenbusch (Präsident des TTV, zuständig für Interne Kommunikation, Finanzen, Breiten- und Schulsport), Günter Kurz (Präsident des BTV, zuständig für Sport inkl. Zentren und Förderungen, Turniere und die Bundesliga) und Raimund Stefanits (zuständig für Sport inkl. Zentren und Förderungen sowie Jugendsport).

Werner Klausner spielt seit jungen Jahren Tennis. Während des BWL-Studiums mit den Spezialfächern Unternehmensführung und Marketing, war er als Tennistrainer tätig und spielte in der Salzburger Landesliga. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, seine Hobbys sind neben Tennis Boxen, Laufen, Golf und Motorradfahren

Was hat Sie bewogen, die Verantwortung für das österreichische Tennis zu übernehmen?
„Ausschlaggebend waren in erster Linie die Begeisterung für den Tennissport und die Stärke unseres gesamten Teams. Wir haben ein tolles Fundament und können noch sehr viel bewegen. Ich habe auch eine enorme Unterstützung erfahren. Besonders wichtig war für mich, dass mir so viele Menschen sofort ihre Mitarbeit zugesagt haben. Es herrscht eine gewaltige Aufbruchsstimmung! Besonders bedanken möchte ich mich bei meiner Familie, die sehr viel Verständnis für diese sehr ehrenvolle aber auch zeitintensive Aufgabe zeigt."

Wie beurteilen Sie den Status quo in Österreich, vom Spitzen- bis zum Breitensport?
„Im Verhältnis zur Größe des Landes, hatten und haben wir immer sehr große Erfolge erzielt. Einzelsportler und das Nationalteam bewähren sich großartig im internationalen Tennis, in einer Weltsportart! Wir haben aktuell im Einzel und Doppel Spieler/innen in der absoluten und in der erweiterten Weltklasse. Dahinter warten schon einige Top-Talente. Zusätzlich verfügen wir über außerordentlich viele ausgezeichnete österreichische Trainer, mit Star-Coach Günter Bresnik an der Spitze und als internationales Aushängeschild. Alle ehemaligen und aktuellen Spitzenspieler und Trainer werden eingeladen, gemeinsam den Tennissport weiter zu entwickeln. Als große Tennisfamilie! Was den Breitensport betrifft: Wir sind der zweitgrößte Sportfachverband in Österreich mit ca. 400.000 Tennisspielern und 170.000 Mitgliedern in den Vereinen. Es sind in den vergangenen Jahren sehr viele Initiativen gestartet worden, um möglichst noch mehr Menschen für den Tennissport begeistern zu können. Diese Aktionen, wie etwa ITN Cups, ROG, etc., greifen sehr gut und bringen aktuell sehr viele Menschen zum Tennis. Die Erfolge der Spitzenathleten helfen uns natürlich auch enorm. Alle Landesverbände sind bestens organisiert und pushen den Tennissport in sämtlichen Bereichen."

Welche Pläne und Visionen haben Sie? Welche Vorhaben müssen so rasch wie möglich umgesetzt werden?
„Im Zentrum meiner Überlegungen stehen immer Menschen, Konzepte und Kapital. Genau in dieser Reihenfolge. Ich stehe für eine team- und managementorientierte Führung des Verbandes und interpretiere das Amt auch exakt in diese Richtung. Das Miteinander ist von größter Bedeutung. Nur so ist es für ehrenamtliche Funktionäre in dieser hohen Qualität machbar. Es gibt einen fertigen Masterplan mit exakten Detailplänen und Prozessbeschreibungen zu allen wichtigen Bereichen des österreichischen Tennissports. Das Teamwork steht, wie erwähnt, im Mittelpunkt. Der ÖTV und die Landesverbände sind eine Einheit und müssen als Dienstleister für alle Zielgruppen die richtigen Produkte zur Verfügung stellen. Der Tennissport in Österreich steht in Zukunft auf vier organisatorischen Säulen: Landesverbände, Präsidium, Beiräte für Sport/Business und das Büro-Team. Die wichtigen Entscheidungsgrundlagen und Konzepte werden in Teams von Spezialisten entwickelt und dann gemeinsam in der Organisation umgesetzt."

Das ÖTV-Präsidium besteht neben Ihnen aus einer Vizepräsidentin und drei Vizepräsidenten, von denen zwei parallel Landespräsidenten sind. Warum wurde diese Konstellation gewählt?
„Das Präsidium ist ehrenamtlich tätig. Da alle Präsidiumsmitglieder voll berufstätig sind, müssen die vielen Aufgaben auf verschiedene Personen aufgeteilt werden. Zusätzlich haben wir neue Beiräte installiert, einen Beirat Sport und einen Beirat Business. Damit erhöhen wir die wichtigen und notwendigen Kapazitäten enorm. Es ist auch toll zu sehen, dass sich bereits so viele Top-Experten zur Mitarbeit bereit erklärt haben. Wir haben zwei Landespräsidenten im Präsidium, weil dadurch gesichert ist, dass alle wichtigen Entscheidungen in perfekter Abstimmung mit den Landesverbänden erfolgen. Wir legen größten Wert auf eine optimale interne und externe Kommunikation und Koordination.“

Der ÖTV hat das neue „Next Generation“-Förderprogramm für Kinder gestartet. Können Sie uns dazu etwas sagen?
"Mit diesem tollen Programm möchten wir die finanzielle Basis schaffen, um noch mehr Kindern die Möglichkeit zu geben, zum Tennissport zu kommen. Mit Gold- (Euro 1000) und Silberbällen (Euro 500) fördert man die so wichtige Aufgabe „Kinder zum Sport“! Auf der ÖTV-Website unter www.oetv.at/partner/projekt-next-generation kann man sich gleich online einen Ball kaufen. Ich bin sicher, dass viele Privatpersonen und Firmen diese österreichweite Aktion unterstützen werden. Jeder einzelne Ball zählt.“

Amstübergabe: Neo-Ehrenpräsident Robert Groß und Neo-ÖTV-Präsident Werner Klausner.

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