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WELS: ÖSTERREICHS BEDEUTENDSTES INTERNATIONALES TURNIER

Bereits zum 14. Mal fand das größte internationale Junioren-Tennisturnier Österreichs (U18) in Wels statt. Janina Toljan (Bild), Dominik Wirlend und Sam Weissborn erreichten im Einzel jeweils das Viertelfinale.

ITF-Juniors Wels leider nicht in österreichischer Hand
Die 14. Auflage des Junioren-Klassikers in Wels ging heuer ohne österreichische Erfolge zu Ende. Beim Versuch den Turniersieg im Lande zu lassen, erreichte Janina Toljan bei den Mädchen das Viertelfinale. Sie besiegte im Achtelfinale die Bulgarin Otashlyska mit 2/6 6/1 6/2, musste sich aber dann in der Runde der besten Acht der Russin Karina Pimkina mit 2/6 6/7 geschlagen geben. Bei den Burschen waren im Viertelfinale sogar noch zwei ÖTV-Hoffnungen vertreten. Der an Nummer 7 gesetzte Niederösterreicher Tristan-Sam Weissborn besiegte im Achtelfinale den aufstrebenden Holländer Tim van Terheijden klar mit 6/2 6/4. Im Viertelfinale war aber dann der ungesetzte Belgier Artur de Greef eine Nummer zu groß für Weissborn und er verabschiedete sich mit 2/6 0/6 aus dem Turnier. OÖTV-Spieler Dominik Wirlend zog mit einem 6/0 7/6 Erfolg über den an Nummer 3 gesetzten Afrikaner Karim Maamoun ins Viertelfinale ein, wo er sich dann aber dem Franzosen Gianni Mina mit 4/6 6/1 3/6 geschlagen geben musste.

Vier Österreicher im Achtelfinale
Sechs Viertelfinale, ein Semifinale, ein Finale (alles bei ITF-Turnieren) sowie ein Turniersieg (bei den Österreichischen Meisterschaften) - seit der Nightsession am Mittwoch sieht es aus, als könnte beim 14. ITF Junior Wels die Saisonbilanz von Turnierfavoritin Janina Toljan noch um einiges aufgepeppt werden: Die 18-jährige Nummer 7 des Turniers verlor zwar den ersten Satz gegen die stark spielende Kanadierin Eugenie Bouchard, fand dann aber wieder ins Match zurück und siegte letztendlich mit 3/6, 6/3, 6/4. Im Achtelfinale trifft Toljan auf die als Nummer 9 gesetzte Bulgarin Bistra Otashlyiska. Ebenfalls in die Runde der letzten 16 eingezogen sind im Burschenbewerb Dominik Wirlend (6/1, 0/6, 6/3 gegen Lukas Hejhal), Maximilian Neuchrist (6/2, 7/6 gegen Alessandro Giannessi) und Tristan-Samuel Weissborn (6/4, 3/6, 7/6 gegen Ivan Turudic). Für Trainer Walter Grobbauer "ist es toll, dass gleich drei Österreicher bei einem derartigen Turnier im Achtelfinale stehen." Seine Detailbilanz: "Dominik hat durch die Slice- und Stopbälle von Hejhal, der noch dazu sehr gut serviert hat, den Rhytmus im zweiten Satz verloren. Trotzdem hat Wirlend die Partie nach Hause gespielt, weil er mental stark geblieben ist. Er war der aktivere Spieler am Platz. Neuchrist war für mich die größte Überraschung, weil Giannessi ein sehr kompletter Spieler ist - Max hat schon 4:1 im zweiten Satz geführt, hat ein Rebreak bekommen, war 5:4 hinten und gewinnt trotzdem noch die Partie. Endlich einmal hat er sein Potential ausgeschöpft. Weissborn hat einen guten ersten Satz gespielt, ist im zweiten zu passiv geworden, im dritten war er ein Break hinten, hat sich aber noch ins Tiebreak gerettet. Er hat das Match ein bissl glücklich heimgespielt, ist aber tough geblieben." Den härtesten Knoten im Achtelfinale dürfte Wirlend zu lösen haben: Er trifft auf die Nummer 3 des Turniers, den Ägypter Karim Maamoun.

"Talente auf dem Sprung ins Profilager" ...
... unter diesem Motto ist am 13. Juli das bereits 14. ITF Junior Wels von Organisator Klaus Burnhofer gestartet worden. Die größten Hoffnungen setzt man dabei auf Janina Toljan. Für die 18-jährige Hallen-Staatsmeisterin geht es auf der Anlage des UTC Wels darum, wertvolle Ranglisten-Punkte zu verteidigen - letztes Jahr konnte die in München trainierende Toljan immerhin das Achtelfinale erreichen. Sie wird am Mittwoch um 19.00 Uhr gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard in den Bewerb einsteigen. Vom Rest der österreichischen Hoffnungen konnten sich in der ersten Runde Magdalena Österle (gegen Alina Petras/MDA), Lucas Hejhal (Andrei Vasilevski/BLR), Maximilian Neuchrist (Denny Schwarz/GER) und Daniel Schmidt (Tobias Leipold/GER) durchsetzen. Tina Kandler, 14-jährige Tochter von Ex-Daviscupper Hans-Peter, verlor hingegen trotz Satzführung gegen die Engländerin Jessica Ren. Die Bilanz von Burschen-Coach Walter Grobbauer nach der ersten Runde: "In der ersten Runde genügten noch durchschnittliche Leistungen. Heute bedarf es einer Leistungssteigerung, weil meine Burschen es mit sehr starken Gegnern zu tun bekommen. Wirlend spielt in einem Stallduell gegen Hejhal, wobei Dominik für mich der Favorit ist. Neuchrist spielt gegen Giannessi. Das ist einer, der sich in Wimbledon mit Nadal eingeschlagen hat. Er hat also nichts zu verlieren. Auch Weissborn hat mit Ivan Turudic eine sehr schwer Aufgabe. Er ist ein sehr cleverer und vielseitiger Spieler."

169 SpielerInnen aus 35 Ländern
Je näher der Termin des 14. Juniors Open Wels (13.-20.7.) rückt, umso detailliert werden die Zahlen, Daten und Fakten, die der Veranstalter veröffentlichen kann: Aus insgesamt 35 Ländern der Welt sind bisher Meldungen eingelangt. 80 junge Frauen und 89 junge Burschen haben sich für das Turnier entschieden. "Zwischenzeitlich", so Turnierdirektor Klaus Burnhofer, "waren es insgesamt sogar mehr als 200, einige haben die Nennung aber wieder zurückgezogen." Die meisten Meldungen kommen erfreulicherweise aus Österreich. Konkret: 19 Burschen und 13 junge Frauen. Die größten österreichischen Hoffnungen sind Janina Toljan und Tina Kandler bei den Damen. Toljan liegt derzeit auf Rang 77 in der ITF-Rangliste und ist in Wels unter den zehn topgesetzten Spielerinnen. Kandler erhält als regierende U16-Staatsmeisterin eine Wildcard für den Hauptbewerb.

Im Schatten von Hewitt, Jankovic & Co
Vom 13. bis 20. Juli findet heuer das 14. ITF-Juniors Wels, Österreichs größtes internationales Tennis-Nachwuchsturnier, auf der Anlage des UTC Wels statt. "Diese Tennisveranstaltung", so Turnierdirektor Klaus Burnhofer, "zählt zu den bedeutendsten Junioren-Weltranglistenturnieren der Welt. Spieler und Spielerinnen aus der ganzen Welt - von USA bis Indien, Venezuela bis Norwegen, Australien bis Kroatien - haben bereits genannt." Darunter u. a. auch Österreichs Hallen-Staatsmeisterin Janina Toljan. Zu den früheren TeilnehmerInnen zählen u. a. Sybille Bammer, Lleyton Hewitt und Jelena Jankovic. Für heuer erwarten die Veranstalter mehr als 250 TeilnehmerInnen aus über 30 Nationen. Burnhofer: "Ein besonderes Augenmerk möchten wir auf die jungen Zuseher, die Tennisgeneration von morgen, legen. Aus diesem Grund wird es auch außerhalb des Tennisplatzes genug Rahmenprogramm für die Zuseher und Zuseherinnen dieser Altersklasse geben."

wowo
 

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