Was für ein Krimi! AHM in Runde 2!

Nach Andreas Haider-Maurers (Bild) unglaublichem 4:6, 4:6, 6:2, 6:3, 6:4- Sieg über Daniel Brands ist Österreich mit insgesamt fünf SpielernInnen in der zweiten Runde im Einzel-Hauptbewerb der French Open vertreten - mit Jürgen Melzer, Dominic Thiem, Yvonne Meusburger, Tamira Paszek und AHM. Die Highlights: Thiems Duell mit Rafael Nadal und Melzers Match gegen Jo-Wilfried Tsonga.


Jürgen Melzer, Dominic Thiem, Yvonne Meusburger und Tamira Paszek hatten es ihm "vorgemacht" und waren in die zweite Runde des zweiten Grand Slam-Turniers der Saison eingezogen. Für Andreas Haider-Maurer sollte hingegen bereits zum Auftakt das Aus kommen - so sah es zumindest von Anfang an aus, als Österreichs Nummer 3, der sich über drei Qualifikationspartien für den Hauptbewerb qualifiziert hatte, im Duell mit dem Deutschen Daniel Brands im zweiten Aufeinandertreffen der beiden Spieler (2013: 1. Runde in Wien) nach zwei Sätzen mit 4:6, 4:6 zurücklag. Danach lieferte der Niederösterreicher aber einen Krimi der Sonderklasse ab und konnte nach einer Spielzeit von 2:44 Stunden als glücklicher 4:6, 4:6, 6:2, 6:3, 6:4-Sieger vom Platz gehen und damit sein bisher bestes Resultat in Roland Garros wiederholen: 2011 war er in die zweite Runde der French Open eingezogen und hatte sich dort Alexandr Dolgopolov mit 2:6, 4:6, 2:6 geschlagen geben müssen. Haider-Maurers nächster Gegner: Ivo Karlovic.

Haider-Maurer dreht die Partie
Während Haider-Maurer keine seiner drei Breakchancen verwerten konnte, lag Brands im ersten Satz rasch mit einem Break mit 2:1 in Führung, die er bis zuletzt nicht mehr abgeben sollte. Im zweiten Satz nahm Haider-Maurer zwar Brands das Game zum 3:1 ab, Brands konterte aber sofort mit dem Rebreak und danach mit dem letztendlich alles entscheidenen Break zum 4:3. AHM hatte im nächsten Game zwar sofort die Gelegenheit zum Rebreak, Brands konnte den Kopf aber doch noch aus der Schlaufe ziehen und Satz 2 nach 33 Minuten nach "Hause" spielen. "Ich habe saudeppert den ersten Satz verloren und noch depperter den zweiten", so Haider-Maurer. Ein ähnliches Bild dann auch im dritten Satz: Haider-Maurer liegt mit 3:1 in Führung, kann aber sofort auf 4:1 davonziehen und sich den Satz mit 6:2 sichern. Im vierten Satz holt sich Haider-Maurer mit dem Break zum 5:3 die beste aller Gelegenheiten zum Satzausgleich, und er nutzt sie auch. Nachdem er schon auf der Straße des Verlierers war, hat sich Haider-Maurer am eigenen Schopf noch aus dem Sumpf gezogen, "ein großartiges Comeback geschafft" (ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel) und nach einer Spielzeit von 2:06 Stunden den Satzausgleich realisiert. Im fünften Satz setzten AHM und Brands den Krimi weiter fort: Break von Haider-Maurer zum 2:1, Rebreak von Brands zum 2:2, Break von Haider-Maurer zum 4:3. Ein Vorsprung, der ausreicht, um als Sieger in einem Match, das längst schon verloren schien, als Sieger vom Platz zu gehen.


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