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Wahnsinn! Alexander Peya im Finale!

Erstes Grand Slam-Finale für Alexander Peya (Bild): Mit Bruno Soares an seiner Seite besiegte Österreichs bester Doppelspieler Ivan Dodig / Marcelo Melo mit 7:5, 6:4 und trifft im Endspiel auf Leander Paes / Radek Stepanek, die die Bryan-Brothers völlig überraschend aus dem Bewerb warfen. "Ich bin überglücklich!"


Österreichs weltbester Doppelspieler ist derzeit nicht stoppen: Im US Open-Semifinale kämpfte Alexander Peya mit Partner Bruno Soares (im Bild unten: links) an seiner Seite das an Nummer 10 gesetzte Duo Ivan Dodig (CRO) / Marcelo Melo (BRA), das sie zuletzt im Viertelfinale von Montreal besiegt hatten, mit 7:5, 6:4 nieder und trifft im ersten Grand Slam-Finale seiner Karriere auf Leander Paes (IND) / Radek Stepanek (CZE), die völlig überraschend die topgesetzten US-Amerikaner Bob und Mike Bryan mit 3:6, 6:3, 6:4 aus dem Bewerb warfen. "Ich bin natürlich überglücklich, dass wir das Match gewonnen haben", strahlte Peya danach. "Es war nicht immer einfach, weil der Wind so ins Stadion rein drehte. Aber alles in Allem haben wir ein ordentliches Match gespielt. Am Ende steht der Sieg, nur das zählt. "Damit kommt es im Endspiel nicht, wie erwartet, zum großen "High Noon" zwischen dem Weltranglisten-Nummer 1- und Nummer2-Doppel. Die Chancen auf Peyas ersten Grand Slam-Titel könnten sich damit erhöht haben: Schon in ihrem bisher einzigen Duell hatten Peya / Soares das indisch-tschechische Doppel 2012 im Finale von Tokio mit 6:3, 7:6(5) besiegt. Ein weiterer möglicher Vorteil aufseiten von Österreichs bestem Doppelspieler aller Zeiten: Peya weiß genau, wie Paes "geschnitzt" ist - 2012 hatte er gemeinsam mit dem ehemaligen Weltranglisten-Ersten (1999) die French Open bestritten.



Soares

Welche Vorteile haben Peya / Soares?
"Dass wir uns komplett blind verstehen, wäre vielleicht etwas zu viel gesagt. Das soll aber nicht heißen, dass der eine nicht wissen würde, was der andere machen wird. Es sind aber natürlich immer wieder Spielsituationen vorhanden, an denen wir noch arbeiten müssen und uns weiter verbessern können. Was Bruno und mir aber schon öfter aufgefallen ist, ist, dass wir einander pro Jahr öfter sehen als unsere Familien. Nämlich jede Woche. Daraus kann man schon erkennen, dass hinter unseren Erfolgen ziemlich viel Arbeit steckt. Weil wir versuchen, uns weiter zu verbessern, trainieren wir beinahe täglich miteinander. Das Ergebnis sieht man derzeit auch ziemlich gut. Und: Wir sind trotz unseren "hohen" Alters noch hungrig. Es ist schön zu sehen, was im Verlauf der letzten Monate herausgekommen ist, indem wir uns immer wieder neue Ziele gesetzt haben, nachdem wir die alten erreicht hatten."

Melzer, letzter österreichischer US Open-Sieger
Dass Peya / Soares das "Zeug" dazu hätten, ihren ersten Grand Slam-Titel zu gewinnen, haben sie in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen: Turniersieg in Montreal, Finale in Hamburg, Viertelfinale in Wimbledon, Turniersieg in Eastbourne, Finale in London Queen’s Club, Semifinale bei den French Open, Finale in Madrid, Turniersieg in Barcelona, Semifinale in Indian Wells, Semifinale in Acapulco, Semifinale in Memphis, Turniersieg in Sao Paulo. Mit seinem Sieg beim ATP-Masters-1000-Tennisturniers in Montreal hatte sich Peya in der am 12. August neu veröffentlichten ATP-Weltrangliste von Platz 6 auf Platz 3 verbessert. Das beste jemals fixierte Doppelranking eines ÖTV-Spielers. Nur die US-Brüder Bob und Mike Bryan rangieren vor dem Österreicher. Peya: "Ich glaube, wir können stolz sein auf das, was wir im letzten Jahr geleistet haben." Österreichs letzter Sieger bei einem Grand Slam-Turnier war übrigens Jürgen Melzer, der 2011 gemeinsam mit Philipp Petzschner einen Titel holen konnte. Wo? Bei den US Open.

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