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VILLACH: PATRICK OFNER NACH 2010 ERNEUT IM SEMIFINALE +++ "UNSCHLAGBAR IST HIER KEINER"

Als letzter Österreicher ist Patrick Ofner (Bild) noch im Bewerb des "Panaceo ITF Junior Cup 2011", und daran änderte auch das Viertelfinale nichts: Der 18-jährige Klagenfurter zog mit einem klaren 6:0, 6:4 ins Halbfinale ein. Kommt's zum Finale mit der Nummer 1?


VILLACH

 

12. Mai 2011

OFNER IM SEMIFINALE.  Der letzte Sieg eines Kärntners (Herbert Wiltschnigg) beim Villacher Jugend-Tennis Grand Prix liegt bereits 19 Jahre zurück, der nächste rückt schön langsam näher. Patrick Ofner (ITF 32) eliminierte im Viertelfinale des ITF Kat. 2-Turniers Panaceo ITF Junior Cup 2011 den an Nummer 5 gesetzten Tschechen Marek Jalovietz (ITF 61) mit 6:0, 6:4 und zieht nach 2010 erneut ins Semifinale seines Heimturniers ein. Dort wartet mit dem Tschechen Marek Routa (ITF 139), der in der ersten Runde Michael Eibl ausgeschaltet hatte, ebenfalls keine unüberwindbare Hürde. "Es sind zwar alle Halbfinalisten sehr stark, unschlagbar ist bei diesem Turnier allerdings kein einziger Spieler", geht Ofner bereits vor seinem Semifinale in die Offensive, "also auch er nicht."

"ZUFRIEDEN MIT MEINER LEISTUNG". Im Viertelfinale gegen Jalovietz war Ofner nur kurz ins Wanken gekommen, als er bereits mit 6:0, 5:1 führte "und er noch auf 5:4 herangekommen ist. Aber jeder, der Tennis spielt, weiß, wie schwierig es manchmal sein kann, ein Match nach Hause zu spielen. Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Leistung zufrieden, weil ich phasenweise sehr gut gespielt habe. Es waren teilweise sehr enge Games dabei, bei denen ich Gott sei Dank die wichtigen Punkte gemacht habe." Würde alles nach Plan laufen, Ofner im morgigen Semifinale (ab 10:30 Uhr) Routa schlagen und es im Finale zum Aufeinandertreffen der Nummer 2 (Ofner) mit der Nummer 1 (Sean Berman/USA) kommen, wüßte Ofner schon jetzt, was auf ihn zukommen würde: "Ich kenn ihn ganz gut, schließlich hab ich mit ihm in Villach Doppel gespielt. Sein Spiel würde mir liegen. Er spielt sehr direkt und schnell, deshalb könnte es eine enge Partie werden. Aber warten wir erst einmal das Semifinale ab - ich denk nur von Spiel zu Spiel."

"STRAFTRAINING" FÜR DIE SÜDSTADT-GRUPPE. Während Ofner im Hauptbewerb noch um den Titel kämpft, lautet das Motto für die von ÖTV-Coach Thomas Weindorfer in Villach betreute Südstadt-Gruppe seit gestern: Ab zum Straftraining! Am Mittwoch dreieinhalb Stunden lang, "und auch am Donnerstag gibt’s noch einmal zwei harte Einheiten. Eigentlich ist es ja gar kein Straftraining", so Weindorfer, "ich war aber mit vielem hier nicht zufrieden. An dem wollen wir noch unbedingt arbeiten, bevor wir am Montag in der Früh nach Amstetten zur Spring Bowl aufbrechen." Die Kritikpunkte des Trainers: Im Achtelfinale des Mädchenbewerbs "hat Anna-Maria Heil gegen Ana Sofia Sanchez bis 4:4 im ersten Satz eine hochklassige Partie gespielt, hat dann fünf Breakbälle nicht nutzen können und ist im zweiten Satz dann mental weggebrochen - obwohl sie dieses Match durchaus gewinnen konnte."

AN DEN EIGENEN NERVEN GESCHEITERT. Noch knapper als Heil war Michael Eibl vor der Ziellinie gescheitert: "Der Bursche hat in der ersten Runde gegen Marek Routa eine seiner besten Partien gespielt, führt 6:0 und 4:2 - und verliert das Match dann noch! Bei ihm geht es derzeit darum, dass er eine solche Partie ganz normal nach Hause spielt." Dominik Weidinger scheiterte ebenfalls bereits zum Auftakt an einem Qualifikanten, "gegen den er gewinnen hätte müssen" (Weindorfer), während Markus Ahne die eigene Familie zum "Verhängnis" wurde. "Er ist in einer sehr guten Form nach Villach gekommen, hat in der Vorwoche im Achtelfinale von Prato nur knapp gegen die Nummer 60 im ITF-Ranking verloren. In Villach hat ihm dann die gesamte Verwandtschaft zugeschaut, und auf einmal war er gegen Robin Stanek wie gelähmt, hat total verkrampft gespielt. Im Training unmittelbar danach war er dann auf einmal wieder hervorragend." Weindorfers Hoffnung vor der Spring Bowl in der kommenden Woche: "Verpatzte Probe, tolle Premiere."


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