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VILLACH: DRITTER ITF-TITEL FÜR TRISTAN-SAMUEL WEISSBORN

Beim La Vie Sport Junior Cup in Villach (10.-16. Mai 2009) dominierte Tristan-Samuel Weissborn (Bild) das Finale gegen Robert Rumler (CZE) vom ersten bis zum letzten Ball und gewann 6:4, 6:2.

Hohe Bälle, hoch gewonnen
(16.5.2009)
Vor dem Match: höchste Konzentration. "Wir haben uns lange zusammengesetzt", so Südstadt-Coach Walter Grobbauer, "um das taktische Konzept zu besprechen." Nach dem Match: riesengroße Freude. "Genau für solche Momente trainiert man das ganze Jahr", konnte Tristan-Samuel Weissborn sein Glück kaum fassen. Der 17-jährige Wiener hatte im Finale des ITF Kat. 2-Turniers  La Vie Sport Junior Cup Robert Rumler mit 6:4, 6:2 glatt besiegt und sich damit den dritten ITF-Titel seiner Karriere geholt. Mit hohen Bällen wurde der Tscheche immer wieder aus dem Platz hinausgedrängt und ihm damit die Möglichkeit genommen, von der Grundlinie mit harten Schlägen die Initiative zu ergreifen, mit kurzen Bällen wurde sein Rhythmus gebrochen. Grobbauer: "Sam war heute sehr konzentriert und fokusiert. Man hatte nie das Gefühl, dass er das Match verlieren könnte. Das Selbstvertrauen, das er sich damit erspielt hat, nimmt er jetzt nach Mailand mit." Weissborn wird in der kommenden Woche beim ITF Kat. 1-Turnier 50th Trofeo Bonfiglio an den Start gehen.

Weissborn im Finale
(15.5.2009)
"Im Training", sagt Südstadt-Coach Walter Grobbauer, "gewinnt einmal der eine, dann der andere." Im Semifinale des ITF Kat. 2-Events  La Vie Sport Junior Cup hatte im Duell der beiden Trainingspartner diesmal Tristan-Samuel Weissborn die Nase vorne: Der 17-jährige Wiener besiegte den durch Rückenschmerzen allerdings etwas beeinträchtigen Daniel Schmidt mit 6:2, 6:2 und steht damit in seinem zweiten ITF-Finale der Kategorie 2. Seine bisherigen Karriere-Highlights waren der Sieg beim ITF Kat. 2-Turnier im slowakischen Pistian (2008), das Viertelfinale beim ITF Kat. 1-Turnier in Wels (2008), das Viertelfinale beim ITF Kat. 1-Turnier in Offenbach (2008) sowie das Viertelfinale beim ITF Kat. 1-Turnier in Caracas (2008). Im Finale in Villach wird es Djokovic-Fan Weissborn ("Ich habe heute sehr gut gespielt") mit dem Tschechen Robert Rumler zu tun bekommen.

Aktuelle Resultate:

Die Nummer 1 ist draußen
(15.5.2009)
Riesenüberraschung beim ITF Kat. 2-Event in Villach: Die Nummer 1 der Setzliste, Dominik Wirlend, unterlag im Halbfinale dem an Nummer 5 gesetzten Tschechen Robert Rumler klar mit 3:6, 3:6. Südstadt-Coach Walter Grobbauer, der das Match von der Tribüne aus beobachtete, fand für die Niederlage danach in seiner Analyse zwei Ursachen: "Dominik ist ein Spieler, der durch sein Spinspiel den Absprung der Bälle benötigt. Heute war der Boden aufgrund des feuchten Wetters allerdings sehr tief. Das soll aber keine Ausrede sein - sein Gegner hat  ausgezeichnet gespielt. Aber wenigstens einen Vorteil hat diese Niederlage: Für die Spring Bowl in St. Pölten, wo Dominik als Nummer 1 gesetzt ist, ist er schon jetzt richtig heiss." Sein Ziel, so Wirlend, "ist auf jeden Fall der Turniersieg."

Österreicher-Duell im Halbfinale
"Den bisher größten Erfolg meiner Karriere" konnte hingegen Daniel Schmidt bejubeln. Der 17-jährige Mödlinger besiegte Lukas Lukas Vrnak (CZE) mit 4:6, 6:0, 6:0. "Das war eine kämpferische Leistung, die ich so von ihm noch nicht gesehen habe", so Grobbauer. "Er hat trotz Schmerzmittel, die er aufgrund von Rückenproblemen wie Vitamintabletten schluckt, und dem Verlust des ersten Satzes niemals aufgegeben." Sein Gegner wird Tristan-Samuel Weissborn sein, der Arturs Kazijevs (LAT/7) mit 7:5, 6:2 aus dem Bewerb warf. Grobbauer: "Das war heute eine spielerisch sehr gute Leistung von ihm. Da sein Gegner ebenfalls ein Linkshänder war, sind hier zwei Lefties aufeinandergetroffen - ein Match, das taktisch anders zu spielen ist als ein Match gegen einen Rechtshänder. Im ersten Satz war es eine ganz enge Geschichte, im zweiten war er ein Break hinten. Ab diesem Zeitpunkt hat man aber gemerkt, wie er immer besser zu seinem Spiel gefunden hat." Fazit des Südstadt-Coaches: "Zwei Österreicher im Semifinale, einer damit fix im Finale - was will man mehr!" 1983 hatte Boris Becker das erste ITF-Turnier auf der Anlage des Villacher Arbeitersportvereins gewonnen. am Samstag könnten sich Weissborn oder Schmidt in die Siegerliste eintragen.

Aktuelle Resultate:

Gibts ein Österreicher-Finale?
(14.5.2009)
Zehn Österreicher waren in Villach in den Hauptbewerb des La Vie Sport Junior Cups gestartet, nach zwei Runden sind von diesem Kontingent bloß drei übrig geblieben: Der an Nummer 1 gesetzte Salzburger Dominik Wirlend erfüllte bisher die Erwartungen seines Trainers Walter Grobbauer ("Er sollte sehr weit kommen") am besten und steht nach einer harten Drei-Satz-Partie (4:6, 6:4, 6:2) mit Cedrick Commin (FRA) bereits im Viertelfinale. Im Kampf um den Einzug in sein zweites Semifinale in dieser Saison wird es der Südstädter mit Robert Rumler (CZE/5) zu tun bekommen. Blickt man mit etwas Optimismus in die nahe Zukunft, könnte es am Samstag zu einem reinen Österreicher-Finale kommen, denn in der unteren Rasterhälfte kämpften sich mit Tristan-Samuel Weissborn und Daniel Schmidt ebenfalls zwei rotweißrote Talente ins Viertelfinale. Weissborn, an Nummer 3 gesetzt, fertigte den Chilenen Felipe Rios mit 6:2, 6:1 ab und trifft nun auf Arturs Kazijevs (LAT/7). Schmidt musste bisher noch keinen Satz abgeben, konnte sich allerdings im Duell mit Patrick Ofner erst im Tiebreak durchsetzen - 6:4, 7:6(3). Sein nächster Gegner: Lukas Vrnak (CZE). Enttäuschend verlief das Villacher ITF Kat. 2-Turnier für Maximilian Neuchrist (aus in Runde 1) sowie für die heimischen Mädels: Sowohl Christina Mathis als auch Patricia Haas kamen über die zweite Runden nicht hinaus, für Pia König kam bereits in Runde 1 das Aus.

Aktuelle Resultate:

Zehn Österreicher im 32er-Feld
(8.5.2009)
Erstmals war 1983 auf der Anlage des Villacher Arbeitersportvereins (VAS) ein ITF-Jugendturnier ausgetragen worden. Der Sieger hieß damals Boris Becker, der Jahre später durch seine drei Wimbledonsiege zum internationalen Superstar werden sollte. 26 Jahre später wird 32 Burschen bzw. Mädchen von 1. bis 16. Mai beim La Vie Sport Junior Cup wieder einmal die Chance geboten, sich den Startschuß für eine ähnliche Karriere zu geben. Rein statistisch betrachtet dürften dabei die Chancen auf einen heimischen Turniersieg im Burschenbewerb größer als bei den Mädchen sein, denn derzeit scheinen insgesamt zehn Österreicher auf der Nennliste des Hauptbewerbs auf: Tristan-Samuel Weissborn, Dominik Wirlend, Maximilian Neuchrist, Sebastian Stiefelmeyer, Ricardo Belotti, Daniel Schmidt, Patrick Ofner, Christoph Lang, Michael Eibl, Peter Nagovnak. Im Mädchenbewerb werden mit Christina Mathis, Denise Scheiflinger, Christine Kandler, Patricia Haas und Pia König fünf rotweißrote Spielerinnen an den Start des ITF-Kat.2-Events gehen.

Vorbereitung auf Paris
Mit großen Erwartungen schickt Südstadt-Coach Walter Grobbauer "sein" Trio Tristan-Samuel Weissborn - Dominik Wirlend - Maximilian Neuchrist in den Bewerb. "Sam hat beim ATP-Turnier in München eine Wildcard bekommen, hat in der Quali sehr solide gespielt und in drei Sätzen gegen die Nummer 289 der Welt (Woong-Sun Jun; Anm.) verloren", so Grobbauer. "Er scheint also ganz gut draufzusein. Die Zielsetzung für ihn ist daher, in Villach sehr weit zu kommen - auch als Vorbereitung auf die French Open. Auch Wirlend ist gut in Form. Und bei Neuchrist wissen wir zwar, dass er auf Hardcourt besser ist. Wenn die Bedingungen in Villach aber schnell sein sollten, dann kann er auch auf Sand gegen jeden überraschen." Im Mädchenbewerb dürfte es nach ihren jüngsten Erfolgen (Turniersiege in Antalya und Nottingham) v. a. Christina Mathis sein, die die rotweißroten Fahnen in Villach hochhalten wird. Nach den Hardcourtturnieren in England bereitet sich die 16-jährige Vorarlbergerin derzeit in Hohenems intensiv auf die nächsten Events (Villach, St. Pölten, Charleroi, Paris) vor. Mit dabei: ihr englischer Trainer Jimmy Edgar und ein Sparringpartner, der die Williams-Schwestern schon einmal mit 6:1, 6:1 vom Court schießen konnte.

wowo

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