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Davis Cup

Verpatzter Start in Minsk

Der Auftakt in Weißrussland verlief für das österreichische Davis-Cup-Team nicht nach Wunsch, nach Tag eins steht es 0:2.

Jürgen Melzer musste die Top-Leistung Ivashkas anerkennen ©GEPA-Pictures / Matthias Hauer

„Ich habe schon schlechter gespielt“, sagte Jürgen Melzer nach der 6:7 (8), 3:6, 6:4, 6:7 (1)-Niederlage gegen Ilya Ivashka, der im Olympic Training Center einen fabelhaften Tag erwischt hatte. „Er hat nie nachgelassen, hat super serviert, immer Druck ausgeübt. Ich kann mir nur vorwerfen, ein paar Games verhaut zu haben, und zwar immer dann, wenn ich mit Break vor war. Ivashka hat gegen mich wirklich eine Kampfansage gemacht.“

Weil zuvor auch Gerald Melzer verloren hatte – 3:6, 3:6, 3:6 gegen Egor Gerasimov, steht es im Europa-Afrika-Zweitrundenmatch 0:2, im Doppel am Samstag ist ein Sieg Pflicht. „Mit Max Mirnyi wartet ein richtig harter Brocken“, sagt Julian Knowle, der mit Alexander Peya antreten wird. „Die Weißrussen sind stärker, als wir erwartet haben.“ Alexander Peya musste aufgrund einer Zerrung im linken Oberschenkel absagen, statt dem Wiener wird Jürgen Melzer mit Knowle gegen Mirnyi/Shyla spielen.

Kapitän Stefan Koubek war nach dem ersten Tag down. „Natürlich ist es schade, wie es gelaufen ist. Ein 1:1 hätte mich entspannter schlafen lassen. Jürgen war gut in der Partie, aber Ivashka war richtig, richtig gut. Ich muss ihm gratulieren. Auch das Doppel wird heikel.“

Gerald Melzer war gegen Gerasimov chancenlos, im 1:22 Stunden kurzen Match konnte sich der 26-Jährige keinen Breakball erarbeiten. „Er hat keine Fehler gemacht, und ich habe den Rhythmus nie gefunden. Ich hatte nie die Möglichkeit, ihm weh zu tun.“

Angefeuert wurden die Österreicher vom mitgereisten Fanclub, der hinter der Betreuerbank für tolle Stimmung sorgte. Überhaupt: Die rund 900 Zuschauer in der Halle waren fair, in Weißrussland ist es Tradition, dass der Eintritt beim Davis Cup gratis ist. Keine Spur von Hexenkessel, echte Tennis-Enthusiasten eben.

Das Doppel beginnt am Samstag um 12 Uhr MESZ, ORF Sport+ ist live am Ball.

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