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UMSTRUKTURIERUNG: KIDS-OFFENSIVE DES ÖSTERREICHISCHEN TENNISVERBANDES (1)

Neuer Tätigkeitsbereich für Michael Ebert (Bild re.): Bisher ausschließlich für die U10er-Kids verantwortlich, wird der Kidstennis-Spezialist mithilfe seines „Development-Programms“ in den kommenden Jahren „eine größere Breite an Spielern bis zum U14-Bereich nach oben pushen“ (Ebert). Teil 2: 22.10.).



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„Sich gegenseitig nach oben pushen“
(21.10.2010)
Nach einer Sitzung der Sportkommission des Österreichischen Tennisverbandes wurden einige Umstrukturierungen im Nachwuchsbereich beschlossen. Die wichtigste Neuerung: ÖTV-Kidstennis-Referent Michi Ebert, bisher ausschließlich für den U10-Bereich zuständig, wird ab sofort auch für die Altersklassen bis U14 verantwortlich sein. Im Mädchenbereich wird Ebert eng mit ÖTV-Touringcoach Petra Russegger kooperieren. Ab dem U16-Bereich wird ÖTV-Nationaltrainer Jürgen Hager zukünftig als Koordinator fungieren und wird ebenfalls Petra Russegger im Mädchen und Damenbereich unterstützen. ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl: „Martin Pauer, bisher ÖTV-Bundesnachwuchstrainer, wird weiterhin als Partnertrainer mit dem Verband zusammenarbeiten.“ Woran Michael Ebert als Erstes seinen Hebel ansetzen will, erläutert der demnächst bald 46-jährige Nachwuchstennis-Spezialist (31.10.1964) zunächst mit einem kurzen Blick zurück: „2008 haben wir für die U10-Kids das sogenannte Development-Programm entworfen, das künftig auch bei älteren SpielerInnen angewendet werden soll. Für mich habe ich meine neue Tätigkeit so definiert, dass wir die jetzigen U10-Kids, also Kinder des Jahrgangs 2000, mithilfe dieses Development-Programms Jahr für Jahr „mitnehmen“ und begleiten werden, sodass wir in drei, vier Jahren bei den 13- und 14-Jährigen angelangt sind.“ Diese Kinder sollen auf nationaler Ebene ausgewählte Turniere spielen „und sich gegenseitig so nach oben pushen“ (Ebert).

Was genau ist das Development-Programm?
"Analysiert man die Struktur in Österreich, dann gibt es im U10-Bereich pro Bundesland in Österreich pro Jahr durchschnittlich zwei bis drei Topspieler“, so der Gründer des tennis4kids-Clubs und der tennis4kids-Academy. „Da kaum Gegner auf ähnlichem Niveau vorhanden waren, war es bisher so, dass diese Kinder automatisch – wie man als Trainer sagt – „nach oben“ gespielt haben. Für einen Zehnjährigen bedeutet das, dass er aufs große Feld geht, mit normalen Bällen, größerem Schläger und U12-Turniere spielt. Das sind alles allerdings Dinge, die für die technische Entwicklung eines Kindes nicht gerade förderlich sind. Die Idee des Development-Programms ist daher, Kindern mit einem in diesem Alter bereits vorhandenem hohen Leistungsniveau auf nationaler Ebene eine Plattform zu bieten, damit sie in den Wettkampf treten.“ Gespielt wird dabei auf altersadäquat verkleinerten Plätzen, mit kleineren Schlägern und leichteren Bällen. Ebert: „Zu den Development-Turnieren, die immer drei Tage lang dauern, werden jeweils 16 Burschen bzw. 10 Mädchen eingeladen. Innerhalb dieser drei Tage spielt jedes Kind im Round Robin–System mindestens fünf, maximal sechs Einzel und drei Doppel.“ Insgesamt kommt ein/e 10-jähriger/s Bursche/Mädchen damit pro Saison (Sommer bzw. Winter) auf jeweils sechs Turniere. „Zusätzlich gibt es zwei sportmotorische Tests mit einem Lehrgang, die jeweils zwei Tage lang dauern. Zum Abschluss der Turnierserie wird ein Masters gespielt, und dann gibt es noch einen Teamcup. D. h. ich habe die Möglichkeit, diese Kinder 32 Tage im Jahr im Wettkampf auf nationaler Ebene zu sehen und dabei ihre Entwicklung zu verfolgen.“

„Eine größere Breite an SpielerInnen“
Diese intensive Arbeit im U10-Bereich wird im Rahmen des Development-Konzeptes zunächst in den Bereich U12 und später auch den U14-Bereich hinaufgezogen. Der Grund für diese Art der Umstrukturierung liegt für den Kidstennis-Experten, der unlängst auch vom Bayrischen Tennisverband als Berater engagiert wurde, auf der Hand: „Wir wollen auf nationaler Ebene soviel Wettkampf und „Druck“ erzeugen, dass die Spieler nicht mehr ausschließlich auf internationale Turniere fahren müssen, weil sie national gar keine Gegner mehr haben. Das Entscheidende ist, dass wir in den nächsten zwei bis vier Jahren versuchen werden, eine größere Breite an Spielern nach oben zu schieben. Wir werden also den jetzigen 2000er-Jahrgang in den nächsten Jahren Schritt für Schritt nach oben begleiten.“

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