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UMAG: PATRICK OFNER GEWINNT SEIN ERSTES KAT. 1-TURNIER!

Beim einzigen ITF-Kat. 1-Turnier in dieser Woche "Perin Memorial" musste Patrick Ofner (Bild) bloß im Semifinale gegen Dominic Thiem einen Satz abgeben, auch seinem Finalgegner Liam Broady "gönnte" er bloß fünf Games (6:3, 6:2.).


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Patrick Ofner souverän
(26.9.2010)
Nächstes Karriere-Highlight für Patrick Ofner: Nachdem der 17-jährige Kärntner vor einem Monat gleich bei seinem ersten Antreten bei den Herren in Pörtschach (Austria F5) seinen ersten ATP-Punkt geholt hatte, setzte er nun seiner Karriereleiter bei den Junioren eine weitere Sprosse nach oben hinzu: Im Endspiel des Kat. 1.-Turniers in Umag traf der Spieler von Sportunion Klagenfurt auf den Briten Liam Broady, der mit Michael Eibl im Viertelfinale und Dennis Novak im Semifinale bereits zwei Österreicher auf seiner Abschussliste hatte. Für Ofner kein psychologisches Handicap: Mit 6:3, 6:2 holte er sich seinen ersten Turniertitel der Kategorie 1. Seinem Saisonziel ist er damit einen weiteren Schritt näher gekommen: "Am Ende des Jahres will ich unter den Top 60 in der U18-Weltrangliste sein, damit ich 2011 die Grand-Slam-Turniere bestreiten kann." Vor Umag rangierte er noch auf Platz 121, durch seinen Turniersieg wird er erstmals die Top 100-Grenze durchstoßen.

Patrick Ofner im Finale
(26.9.2010)
Der eine (Dominic Thiem/ITF 14.) hat 2010 bereits zwei Kat. 1-Turniersiege (Santa Croce, Baranquilla) und einen Kat. 2-Turniersieg (Peru) auf seinem Erfolgskonto. Der andere (Patrick Ofner/ITF 121.) bekam bei einem Kat. 4-Turnier (Marburg) den Siegespokal überreicht. Die Chancenverteilung beim Kat. 1.-Turnier in Umag schien vor der Semifinal-Partie zwischen den beiden Nachwuchstalenten zumindest am Papier also klar zu sein, gewonnen hat dennoch der Außenseiter: Ofner zog mit einem 6:4, 3:6, 5:2-Sieg in sein zweites Finale in dieser Saison ein, nachdem Thiem kurz vor Ende des dritten Satzes w.o. geben musste. Im Endspiel traf er auf den Briten Liam Broady (ITF 46.), der in Umag mit Michael Eibl im Viertelfinale und Dennis Novak im Semifinale bereits zwei Österreicher auf seiner Abschussliste hatte.

Drei Österreicher im Semifinale

(24.9.2010)
"Vier Österreicher im Semifinale eines Kat. 1.-Turniers, das wär schon was gewesen", trauert ÖTV-Nationaltraier Jürgen Hager dieser verpassten Chance auf einen Eintrag ins persönliche Guiness-Buch der Rekorde nach. Der Grund für seinen Frust? Während Dominic Thiem (7:6, 6:1 gegen Vasile-Alexandru Ghilea/ROU), Patrick Ofner (6:2, 7:5 gegen Roberto Carballes Baena/ESP) und Dennis Novak (3:0 ret. gegen Padja Krstin/SRB) beim ITF Kat. 1-Turnier in Umag problemlos ins Semifinale einzogen, musste sein Schützling Michael Eibl gegen Liam Broady (GBR) mit 1:6, 5:7 die Segel streichen. "Der zweite Satz war offen", so Eibl, "und ich hätte ihn eigentlich gewinnen müssen. Leider hat er die Big Points gemacht und nicht ich. Broady hat heute sehr aggressiv und risikoreich gespielt, sodass ich nicht in meinen Rhythmus hineingekommen bin." Hager: "Aber immerhin steht ein Österreicher bereits fix im Finale." Dominic Thiem trifft nämlich auf Patrick Ofner. Im Head-to-Head steht es zwischen den beiden "unentschieden": In Marburg 2009 gewann Ofner in zwei Sätzen, in Losinj konterte Thiem ebenfalls mit einem Zwei-Satz-Sieg.

Aggressiv & offensiv

(23.9.2010)
Noch bevor in diesem Jahr die Turniersaison richtig angelaufen war, hatte im Februar ÖTV-Touringcoach Thomas Weindorfer einen rosaroten Blick in die mittelfristige Zukunft geworfen. Auf seinen mittlerweile 17-jährigen Schützling Michael Eibl angesprochen, hatte er gesagt: "Zwar wartet im Aufschlagbereich noch etwas Arbeit auf uns. Er verfügt allerdings über sehr aggressive Grundschläge, mit denen er im Match sehr viele Punkte erzielt. Außerdem ermöglicht ihm diese offensive Spielweise, den Bällen ans Netz nachzugehen. Körperlich besitzt er alle Voraussetzungen eines Top-Profis." Ein Spieler "mit enormen Kraftfähigkeiten" hatte ÖTV-Konditionstrainer Florian Pernhaupt ergänzt. "Er ist quasi unser Bulle." Dass weder Kritik (Weindorfer: "Am Netz noch eine gewisse Abschlussschwäche.") noch Lob auf unfruchtbaren Boden gefallen sind, beweist Eibl in seiner bisher erfolgreichsten Saison: Ende August gewann der TC Gleisdorf-Vereinskollege von Jürgen Melzer und Stefan Koubek in Ptuj sein erstes Turnier auf der ITF Juniors Tour, drei Mal (Zilina, Domzale, Bergheim) war er davor erst im Viertelfinale ausgeschieden.

"Tolles Ergebnis"

Beim einzigen ITF Junior Kat. 1-Turnier in dieser Woche könnte der Feldbacher (ITF 247.) in Umag seiner Erfolgsbilanz ein weiteres Highlight hinzufügen: Mit Samuel Ribeiro Navarrete (ESP/ITF 195.) in Runde 1, Mate Pavic (CRO/ITF 20. - 2:6, 6:2, 6:3) und Leonard Stakhovsky (UKR/ITF 119.) im Achtelfinale konnte Eibl durch die Bank in der Weltrangliste besser platzierte Spieler aus dem Raster "entfernen". Und der nächste wartet bereits im Viertelfinale: Liam Broady (GBR/ITF 46.). "Vor allem auf seine Siege gegen Pavic und Stakhovsky kann er besonders stolz sein", so ÖTV-Nationaltrainer Jürgen Hager. "Nicht nur, dass Pavic in der Weltrangliste um einiges vor ihm liegt, hat er mit ihm immerhin einen French Open-Viertelfinalisten geschlagen. Das ist ein tolles Ergebnis."

Österreich-Armada
Gegen Stakhovsky sah es hingegen lange Zeit nicht nach einem Sieg Eibls aus: Im ersten Satz lag das Südstadt-Nachwuchstalent bereits 0:4 hinten. "Da hab ich ganz einfach überpowert, habe zwar in den Rallies mithalten können, viele Angriffe und Punktschläge allerdings zu überhetzt gespielt." Erst ein Wechsel in der Taktik brachte auch einen Wechsel im Match. "Michi hat Stakhovsky noch mehr als in Rallies verwickelt", so Hager. "Daran ist der Ukrainer zerbrochen und immer müder geworden." Das Resultat: 6:4, 6:2 für Michael Eibl, der, "wenn er weiter so spielt, noch mehr Spieler auf diesem Niveau schlagen kann" (Hager). Ebenfalls im Viertelfinale: Dominic Thiem, Patrick Ofner, Dennis Novak. Für Patricia Haas kam im Achtelfinale das Aus.

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