U14-Summercamps in Bremen und Turin

Coach Walter Grobbauer begleitete Niklas Rohrer, Filip Misolic und Paul Schmölzer nach Deutschland, Franz Kresnik reiste mit Anita Gavran, Emily Meyer und Anna Schmid nach Italien. Rot-Weiß-Rot wurde Vierter bzw. Sechster.

Die U14-Spieler Niklas Rohrer, Filip Misolic und Paul Schmölzer fanden beim Summercup in Bremen Top-Bedingungen vor. Erster Gegner war Finnland.

Im Auftaktmatch traf Niklas Rohrer auf den starken Perrtu Pohjola und zeigte eine starke kämpferische Leistung. Rohrer führte im Tiebreak des ersten Satzes bereits mit 6:2, dann riskierte sein Gegner aber voll und konnte mit unglaublichen Punkten den Satz noch zu seinen Gunsten entscheiden.  Auch der zweite Satz stand spielerisch auf sehr hohem Niveau – Pohjola gewann abermals 7:6.

Im Duell der Nummern 1 siegte Filip Misolic mit einer sehr guten Leistung gegen Michael Hietaranta 6:2, 7:6. Der Österreicher spielte im ersten Satz sehr aggressiv und zwang den Finnen zu vielen Fehlen an der Grundlinie. Im Tiebreak des zweiten Satzes zeigte Misolic sein großes spielerisches Potential und gewann souverän mit 7:4.

Im entscheidenden Doppel setzte sich die Paarung Schmölze/Misolic gegen Hietaranta/ Pohjola mit 7:5, 6:1 durch und konnte den entscheidenden Punkt zum 2:1-Sieg einfahren.

Im ersten Einzel um den Finaleinzug spielte Paul Schmölzer gegen den Laufstarken Weißrussen Kirill Yarmoshuk etwas verkrampft und musste sich 2:6,2:6 geschlagen geben. Der zweite Satz verlief etwas ausgeglichener, jedoch unterliefen Schmölzer in den entscheidenden Spielsituationen zu viele unerzwungene Fehler. Im Spitzenspiel traf Filip Misolic auf die Nummer 7 der Tenniseurope-Rangliste, Alexander Zgirovsky, und zeigte bis zum 6:2 und 2:0 eine sensationell starke Leistung. Der zweite Satz ging mit 6:4 knapp an den Weißrussen. Im entscheidenden dritten Satz musste Misolic die körperliche Überlegenheit des Gegners anerkennen und verlor mit 2:6. Hervorzuheben ist, dass Filip spielerisch locker mit den Top-Spielern aus Europa mithalten kann. Das bedeutungslose Doppel ging knapp an die Weißrussen (6:7 6:3, 7:5).

Im Spiel um Platz 3 lieferte Niklas Rohrer gegen die Dänische Nummer 2, Emil Jensen, ein unglaublich spannendes Match. Nach der Abwehr von vier  Matchbällen und einer großartigen kämpferischen Leistung konnte Niklas die Partie mit 4:6, 7:6, 6:4 für sich entscheiden. Im Duell der als Nummer 1 gesetzten Spieler war für Filip Misolic gegen Sebastian Grundtvig nichts zu holen, er unterlag 1:6, 3:6. Misolic wollte die drohende Niederlage zwar lange nicht wahrhaben, musste aber schließlich die spielerische Überlegenheit seines Gegner akzeptieren. Misolic/Schmölzer verloren das entscheidende Doppel gegen das Duo Grundtvig/Korsgaard mit 4:6, 2:6.

Am Ende erreichten die österreichischen U14-Burschen den guten 4. Platz.

 

Die Mädchen in Turin

Die österreichischen Mädchen reisten ins U14-Sommercamp nach Turin. Franz Kresnik führte die Delegation mit Anita Gavran, Emily Meyer und Anna Schmid als Coach an. Der Kärntner berichtet von neun Plätzen in sehr gutem Zustand im Tennis Club Nord, von einem ausgezeichneten Veranstalterteam, von pünktlichem Transport und von ausreichenden Trainingsmöglichkeiten.  Jedes Match war mit Chair Umpire und mindestens vier Ballkindern besetzt.

Das ÖTV-Team war ungesetzt, wurde in der 1. Runde gegen die als Nummer 2 gesetzten Serbinnen gelost und verlor 1:2.

Emily Meyer Emily vs. Danilova 6:7, 2:6

Anita Gavran vs. Skrobonia 7:5, 2:6, 1:6

Meyer/Schmid vs. Skrobonia/Danilova 7:5, 6:4

Emily Meyer hatte in ihrem Einzel große Chancen, das Match zumindest in den dritten Satz zu bringen. Die Serbin, die viele unforced Errors beging, hatte nicht mit so viel Gegenwehr gerechnet. Anita Gavran spielte sehr aggressiv von der Grundlinie und ging mit der Serbin immer in lange Rallys, die sich bei ihrer Gegnerin im konditionellen Bereich auswirkten. Bei 7:5, 2:1 und 40:15 vergab sie die Chance, davonzuziehen. Danach ging nicht mehr viel.

Im Halbfinale der Trostrunde setzten sich die Österreicherinnen gegen Zypern mit 2:1 durch.

Schmid vs.  Louka  4:6, 2:6

Gavran vs. Hadjigeorgiou  6:4, 7:5

Gravran/Schmid vs. Louka/Hadjigeorgiou 6:2, 4:6, 6:2

Anna Schmid hatte Chancen in beiden Sätzen, konnte gut verteidigen, doch die Gegnerin spielte zu aggressiv. Gavran war die ganze Zeit spielbestimmend und technisch überlegen.  Im Doppel gaben die tonangebenden Österreicherinnen das Match im zweiten Satz fast aus der Hand, ehe sie im Entscheidungsdurchgang durch besseres Offensivverhalten wieder in die Partie fanden und schließlich klar siegten.

Das ÖTV-Mädchen-Team hat sich in Turin bestmöglich verkauft und ist an die persönlichen Leistungsgrenzen gegangen. Gegen das Team aus Serbien wäre den ÖTV-Girls beinahe eine  Überraschung gelungen. Emily Meyer vergab gegen die Nr. 1 drei Satzbälle, Anita Gavran lag gegen die Nr. 2 bereits mit einem Satz und Break voran. Beide unterlagen am Ende knapp.

Am Ende reichte es für das ÖTV-Team für den 6. Platz.

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