Traumfinale bei der Spring Bowl!

Sensationelle ÖTV-Mädels! Das Finale der "35. Internationale Spring Bowl presented by Simacek" wird am morgigen Samstag zwischen Julia Grabher (links) und Lena Reichel (rechts) ausgetragen. Grabher besiegte Viktoria Kuzmova mit 6;4, 6:2, Reichel kämpfte sich gegen Emilie Francati in drei Sätzen ins Finale. Morgen ab 10:00 Uhr.


Die 35. Internationale Spring Bowl presented by Simacek hat ihr absolutes Traumfinale und - da sowohl Julia Grabher als auch Lena Reichel ihre Semifinale als Siegerin beendeten - nach Barbara Haas im Vorjahr auch heuer eine österreichische Titelgewinnerin bereits jetzt als äußerst erfreulichen Fixpunkt sicher. Im Semifinale gegen Viktoria Kuzmova (ITF 65), die mit Jasmin Buchta in der ersten Spring Bowl-Runde schon eine Österreicherin auf ihre "Abschussliste" hatte, ließ sich Julia Grabher (ITF 83) keine grauen Haare wachsen (im Bild unten mit Conchita Wurst-Damenbart; Anm.) und besiegte die an Nummer 2 gesetzte Slowakin - trotz 1:4-Rückstand im ersten Satz - doch noch glatt mit 6:4, 6:2. "Ich habe sehr passiv begonnen, dann bin ich aggressiver gewesen und habe acht Games in Folge gemacht", so die Vorarlbergerin, die zum Österreicherinnen-Finale meint: "Ich konzentriere mich auf mein Spiel und versuche in jedem Match mein bestes zu geben. Das werde ich auch morgen im Finale tun."

Happy Birthday für Lena Reichel?
Auch Reichel (ITF 320) musste erst mit dem Handicap eines Rückstands fertig werden, ging gegen die Dänin Emilie Francati (ITF 123) letztendlich aber doch als 4:6, 6:0, 6:4-Siegerin vom Platz. Im dritten Satz schien es so, als sollte das Break zum 2:1 die Vorentscheidung bringen. Francati kämpfte aber zurück und nahm Reichel ihren Aufschlag zum 3:3 ab. Mit dem neuerlichen Aufschlagverlust der Dänin zum 5:4 war letztendlich alles klar, Reichel servierte aus und steht erstmals seit Domzale im August 2013 wieder im Endspiel eines ITF-Junioren-Turniers. Die Wienerin war mit ihrer Leistung nicht ganz zufrieden: "Den ersten Satz habe ich wirklich blöd verloren. Im zweiten habe ich ihr jede Kugel reingeschossen – das hat spielerisch gut gepasst. Der dritte Satz war dann offen." Am morgigen Finaltag feiert Reichel ihren 17. Geburtstag, die zuversichtlich ist: "Der Turniersieg wäre natürlich das perfekte Geschenk. Wenn ich morgen gut spiele, kann ich hier gewinnen!"

Grabher_DamenbartJulia Grabher: "Top 20 im WTA-Ranking"
Im Vorjahr war Grabher bei ihrem ersten Antreten bei Österreichs Traditionsturnier in Amstetten immerhin bereits ins Viertefinale gekommen, heuer greift sie  - nach Istres (ITF Kat. 2 / 2014), Luzern (ITF Kat. 5 / 2012) und Kreuzlingen (ITF Kat. 5 / 2012) - nach ihrem vierten Titel auf der Junioren-Tour. Wieviel Talent in der heute 17-jährigen Vorarlbergerin steckt, hatte ihr Manager Mag. Stefan Jielg bereits vor Jahren erkannt und kümmert sich seither um das Backup im sportlichen Leben des ÖTV-Talents. "Das ist nicht immer einfach, da Sponsoren in einem jungen Talent oftmals noch keinen echten Werbewert erkennen können", so der Unternehmensberater im Vorjahr auf www.oetv.at Das angestrebte Ziel hat Grabher ständig vor Augen: "Jeden Tag wird sehr hart an meinen gesetzten Zielen gearbeitet: Ein Top 20-Platz in der WTA-Rangliste." Für ihren Trainer Matt Hair ist Julia ein Mädel, das ihn immer wieder zum Staunen bringt: "Es ist wirklich beachtlich, wie sie neben den vielen Trainingseinheiten verbunden mit mehreren Stunden Tennis, Ausdauer- und Krafttraining sowie im mentalen Bereich und Physio noch die Schule schafft."

Lena Reichel: "Nur ein Sieg zählt"
Auch bei Lena Reichel war schon frühzeitig klar, dass der Sprung auf die Profitour bloß eine Frage der Zeit sein würde: Gleich bei ihrem ersten ITF-u18-Turnier im Mai 2011 in Kordin überliess sie weder in der Qualifikation noch im Hauptbewerb ihren Gegnerinnen einen einzigen Satz. Und das obwohl, sämtliche ihrer Gegnerinnen im Hauptbewerb zumindest ein Jahr älter waren. Im Finale fertigte die damals 13-jährige Wienerin eine 15-jährige Britin mit 6:1, 6:2 ab. In diesem Jahr konnte die zweifache Staatsmeisterin (2013: u16 und Allg. Klasse) bereits ihre ersten Erfolge auf der Damen-Tour verzeichnen: Scheiterte das von Vater Wolfgang trainierte Talent aus Wien, das für sich selbst das Motto "Nur ein Sieg zählt" vorgegeben hat, in Sibenik und Antalya noch im Viertelfinale, so konnte sie bei einem weiteren Turnier in Antalya in ihrem ersten Endspiel nur von einer Zerrung gestoppt werden.


Link:

Spring Bowl | Website
www.tennistouch.net | Website

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