"Trainer-Guru" Bollettieri gab Audienz

"Good Ball!", "Attack!", "Inside the Lines!", "Excellent work, son!" - Eine Stunde lang durften sich die ÖTV-Youngsters David Pichler, Gabriel Huber und Bernie Schranz so fühlen wie Andre Agassi, Boris Becker oder Maria Sharapova, als diese ihre Lektionen von der Trainer-Legende aus Florida erteilt bekamen. Das Praxistraining am Court und das anschließende "Meet & Greet" mit Nick Bollettieri bildeten den Abschluss der diesjährigen ÖTV-Trainerfortbildung, die am Samstag im BSFZ Südstadt stattfand. "Was für ein Typ!" war spätestens dann der einhellige Tenor unter den mehr als 150 Teilnehmern der Veranstaltung, die vom Charisma Bollettieris in den Bann gezogen wurden.

Bis zum letzten Platz gefüllt war der Vortragssaal des BSFZ schon am Vormittag gewesen, als Bollettieri den ÖTV-Trainern einen Einblick in seinen "Way of Play" gewährte. "Hör nie auf zu lernen, sonst wird die Konkurrenz an dir vorbeiziehen", "In einem Team ist niemand wichtiger als der andere" oder "Nicht die Anzeigetafel bestimmt den Sieg, sondern das Bemühen" waren nur einige der Mantras des Tennis-Gurus, der im Laufe seiner Karriere nicht weniger als zehn Weltranglisten-Erste unter seinen Fittichen hatte.

An einem Strang ziehen
Dem österreichischen Tennis und seinen Trainern gab Bollettieri als Rat mit auf den Weg, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, das erworbene Wissen zu teilen und so die Unterstützung des ganzen Landes zu erreichen. "Jeder einzelne von euch kann etwas für den Erfolg des Landes beitragen", lautete einer seiner Kernsätze, die im Anschluss auch von ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel und ÖTV-Headcoach Michiel Schapers aufgriffen wurden.

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Durch Nachwuchsarbeit zum Erfolg
Der Niederländer, seit 1. April in Diensten des ÖTV, umriss seinen Plan, das österreichische Tennis langfristig durch die Nachwuchsarbeit wieder an die Spitze zu bringen. Eine wichtige Initiative sind dabei die Nationaltrainings, bei denen die besten Talente in den Jahrgängen u10 bis u16 an Wochenenden mit ihren Trainern in die Südstadt eingeladen werden, um an ihrem Spiel zu arbeiten, aber auch die Kommunikation zwischen Verband und den privaten Tennisschulen zu intensivieren. Die Einladung von Schapers ging an alle anwesende Trainer, mit ihren Talenten in der Südstadt vorbeizukommen.

Trimmel hofft auf Bereitschaft der Spieler
Sportdirektor Clemens Trimmel sprach über die anstehenden Aufgaben im Davis Cup- und Fed Cup-Jahr 2015. Das Davis Cup-Team spielt von 6. bis 8. März entweder daheim gegen Lettland oder auswärts gegen Schweden, bei einem Sieg käme es zum Heimspiel gegen die Niederlande. "Die nächste Aufgabe ist immer die wichtigste. Ich hoffe, dass alle Spieler bereit und fit sind, ihr Heimatland zu vertreten", erneuerte Trimmel seinen Appell an die Spieler. Das neue, verjüngte Fed Cup-Team, das Anfang 2015 in Budapest in der Europa/Afrika-Zone I antreten wird, will Trimmel noch in diesem Jahr zu einem Training zusammenholen.

ÖTV-Lizenz Gütesiegel für Tennisunterricht
Abgerundet wurde die bestens besuchte Trainerfortbildungsveranstaltung vom Vortrag von Detlev Kreysing vom Bayerischen Tennisverband, der über Jugendförderung im Verein und Marketing zur Mitgliedergewinnung in den wichtigen Altersklassen zwischen 30 und 70 Jahren referierte. Die jährlichen Fortbildungsveranstaltungen gehen auf eine Initiative von ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb zurück und haben das Ziel, den lizenzierten österreichischen Trainern jährlich interessante und lehrreiche Weiterbildungsmöglichkeiten auf internationalem Top-Niveau zu bieten. Die ÖTV-Lizenz ist das offizielle Gütesiegel für den Tennisunterricht in Österreich.

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