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ATP

Ein Brief an Arthur Ashe

Frances Tiafoe wurde 2020 für sein humanitäres Engagement mit dem nach Arthur Ashe benannten Award ausgezeichnet.

©GEPA-Pictures

Der US-Amerikaner Arthur Ashe verstarb 1993 in New York. Dem ehemaligen Tennisstar war bei einer Operation am Herzen verunreinigtes Blut verabreicht worden - zur damaligen Zeit kam die Infektion mit dem HI-Virus einem Todesurteil gleich. Die Verdienste Ashes gehen weit über den Tennissport hinaus. Neben seinen Erfolgen auf den großen Courts engagierte er sich vor allem in Sachen Rassendiskriminierung.

Die USTA, der US-amerikanische Tennisverband, hat das größte Tennisstadion der Welt nach Ashe benannt hat. Und auch die ATP gedenkt des dreimaligen Major Gewinners (US Open 1968, Australian Open 1970 und Wimbledon 1975) alljährlich mit der Verleihung des Arthur Ashe Humanitarian Awards. Dieser ging 2020 an Frances Tiafoe. Der kam 1998 zur Welt.

Tiafoe, der in dieser Woche in Delray Beach seine Tennissaison 2021 eröffnet, weiß um die Bedeutung von Arthur Ashe. Und er hat dem Namensgeber des Preises einen öffentlichen Brief geschrieben, der auf der Website der ATP veröffentlicht wurde. Tiafoe hat im vergangenen Sommer unter dem Motto „Racquets down, Hands up“ ein Video veröffentlicht, in dem er auf Gewalt gegen dunkelhäutige Mitbürger aufmerksam machte. Mit dabei waren auch die KollegInnen Serena Williams, Cori Gauff, Jo-Wilfried Tsonga oder Gael Monfils.

„Ich wollte den Menschen zeigen, dass jeder wichtig ist“, schreibt Tiafoe also. „Es spielt keine Rolle, wer man ist, wo man herkommt oder welche Hautfarbe man hat. Jeder hat die Möglichkeit, etwas Besonderes zu sein. Ich war eines jener Kinder, die keine große Chance darauf hatten, es so weit zu bringen. Diese Auszeichnung zu erhalten erinnert mich einfach daran, dass ich etwas an die nächste Generation weitergeben muss.“

An Arthur Ashe gerichtet fährt France Tiafoe fort: „Ich hatte nicht das Glück, dabei zu sein, als Du gewirkt hast, aber ich weiß, dass Du so viel größer als der Tennissport warst. Ganz ehrlich, Du hättest Präsident sein können. Etwas, das Du mal gesagt hast, ist mir immer in Erinnerung geblieben: Mit dem, was wir bekommen, können wir unser Leben bestreiten. Mit dem, was wir geben, können wir Leben schenken.“

DER BRIEF VON FRANCES TIAFOE

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