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"Es war ein Vergnügen - auch wenn ich verloren habe"

Dominic Thiem unterlag bei den ATP-Finals in London zum zweiten Mal in Folge im Endspiel. Der Niederösterreicher musste sich dem Russen Daniil Medvedev, der mit Fortdauer der Partie immer stärker wurde, in drei Sätzen geschlagen geben.

©GEPA-Pictures | GEPA pictures/ ATP Tour/ Ella Ling

Es hätte ein historischer Tag für das kleine Tennisland Österreich werden können. Doch nach Jürgen Melzer im Doppel musste sich auch Dominic Thiem im Endspiel der ATP-Finals in London geschlagen geben. Der Niederösterreicher, der im Vorjahr in der O2-Arena den Showdown gegen Stefanos Tsitsipas in drei Sätzen verloren hatte, unterlag dem Russen Daniil Medvedev nach 2:44 intensiven, hochklasigen Stunden mit 6:4, 6:7 (2), 4:6. Der Weltranglisten-Dritte hatte lediglich drei Punkte weniger gemacht als der Sieger.

Nach einem soliden ersten Satz schien Thiem auf die Siegerstraße eingebogen zu sein. Doch Medvedev, der schon das Halbfinale gegen Rafael Nadal gedreht hatte, fand zu seinem Spiel. Im Tiebreak gelangen der Nummer 4 der Welt sieben Punkte in Folge, im dritten Durchgang fügte er Thiem beim Stand von 2:2 im neunten Versuch den ersten Aufschlagverlust zu. Diese Führung gab Medwedew nicht mehr aus Hand, er verwertete den ersten Matchball und feierte mit dem achten Titel seinen bisher größten Karriereerfolg.

„Ich bin natürlich enttäuscht, aber zugleich auch stolz auf die Leistung in der gesamten Woche. Daniil hat es wirklich verdient. Ein tolles Match, und Glückwunsch für ein weiteres tolles Jahr. Ein super November mit dem Titel in Paris-Bercy und hier", sagte Thiem bei der Siegerehrung. "Ich hoffe, wir haben noch viele tolle Matches. Es war ein Vergnügen heute - auch wenn ich verloren habe."

Medvedev, der wie Thiem im Verlauf des Turniers die Nummern 1 und 2 der Welt, Novak Djokovic und Rafael Nadal besiegt hatte, wurde ungeschlagen Champion. "Was für ein Match, es war einer meiner schönsten Siege", sagte der 24-Jährige und streute Thiem Rosen: "Ich gratuliere dir, Domi, für all die Dinge, die du jetzt schon erreicht hast. Dein Name ist schon jetzt in den Geschichtsbüchern des Tennis."

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