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ITF

Thiem verliert den Marathon im Endspurt

Im hochklassigen Viertelfinale der French Open setzt sich Diego Schwartzman nach 5:08 Stunden in fünf Sätzen durch. Es war ein Duell auf Augenhöhe mit einem verdienten Sieger.

©GEPA-Pictures

Die nackte Kurzmeldung würde wohl so lauten:

Dominic Thiem ist im Viertelfinale der French Open ausgeschieden. Der 27-jährige Niederösterreicher musste sich dem Argentinier Diego Schwartzman nach 5:08 Stunden mit 6:7 (1), 7:5, 7:6 (6), 6:7 (5), 2:6 geschlagen geben. Damit verpasste der Weltranglistendritte den fünften Einzug in Serie ins Halbfinale von Roland Garros.

Freilich steckt ein wenig mehr dahinter.

Es war ein Tennis-Krimi, den zwei befreundete Spieler schrieben. Am Ende, als sie einander nur halbherzig umarmten, Corona geschuldet, grinsten beide über das ganze Gesicht. Wissend, welch epochalen Kampf sie gerade geliefert hatten.

US-Open-Champion Thiem hatte schon vor seinem achten Grand-Slam-Viertelfinale von einem „nicht mehr vollem Tank“ gesprochen. Das Achtelfinale gegen Hugo Gaston, das ebenfalls über fünf Sätze gegangen war, sowie die anstrengenden Wochen in Flushing Meadows haben mental wie körperlich viel Kraft gekostet. Dennoch mühte sich Thiem gegen Schwartzmann mit großem Einsatz über fünf Sätze, auf der Zielgeraden ging ihm aber gegen den Weltranglisten-14. das Benzin aus.

"Dominic ist einer der besten Spieler der Welt", sagte Schwartzman, "aber ich habe es heute glaube ich verdient, zu gewinnen." Zwei Fünfsatz-Partien hatte der Argentinier auf dem Court Chatrier bereits verloren, die Erleichterung nach dem ersten Sieg über die volle Distanz an historischer Stätte war ihm anzusehen. "Es ist mein erstes Grand-Slam-Halbfinale, mal sehen, wie weit die Reise noch gehen kann."

Im Semifinale trifft Schwartzman auf Paris-Rekordsieger Rafael Nadal, der im Verlauf des Turniers noch keinen Satz abgegeben hat. Zuletzt besiegte der Argentinier den Spanier in Rom.

Thiem sagte nach der letztendlich bitteren Niederlage: "In einem Fünf-Satz-Match gibt es ein paar Aufs und Abs, das ist ganz normal. Ich habe aber einfach das Gefühl, dass es in der vierten Runde und heute mehr Auf und Abs gegeben hat, als das in New York der Fall war. Das macht sich halt bemerkbar. Irgendwann wird der Gegner zu stark. Deshalb hat es der Diego im fünften Satz auch hochverdient gewonnen. Obwohl ich sehr enttäuscht bin, freue ich mich für ihn."

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