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Thiem und Peya im Doppel-Talk

Im Rahmen einer Pressekonferenz ihres Sponsors "Simacek" (im Bild unten auch Andreas Haider-Maurer) warfen Alexander Peya (re.) und Dominic Thiem (li.) einen Blick zurück auf ihre bislang erfolgreichste Saison und verrieten ihre unterschiedlichen für 2014 "geplanten" Highlights.


Beim Rückblick auf die vergangenen Monate - was fällt euch da als Erstes ein?
DOMINIC THIEM: Mir fällt ein, dass meine Entwicklung in den vergangenen Jahren sicherlich sehr positiv verlaufen ist. Das sieht man schon daran, dass ich mein Ranking fast immer halbieren konnte. Die erste Hälfte vom vergangenen Jahr war allerdings mit einigen Wochen im Krankenhaus eine bittere Erfahrung. Gott sei Dank konnte ich das mit einem sehr guten zweiten halben Jahr gut kompensieren. Ich hab mich sehr gefreut, dass ich dieses Jahr das erste Mal richtig durchstarten konnte. Und ich hoffe, dass ich bis zum Ende von 2014 wieder einen so großen Sprung nach vorne machen kann.

ALEXANDER PEYA:
Dieses Jahr hatte - bis auf die Verletzung bei den US Open - so ziemlich alles in sich, was man sich Tennisprofi nur wünschen kann. Das größte Highlight war sicherlich das US Open-Finale, in dem ich verletzungsmäßig leider angeschlagen war. Danach in meinem persönlichen "Ranking" folgt sicherlich der Sieg unseres ersten 1000er-Turniers in Montreal und danach die Masters-Teilnahme. Noch dazu haben wir heuer auf allen Belägen Turniere gewonnen. Es wäre also ziemlich vermessen, wenn ich mit so einem Jahr nicht zufrieden wäre. Aufgrund all dieser Erfolge hat meine Saison sehr lang, nämlich bis Mitte November, gedauert. Erst danach konnte ich auf Urlaub gehen und bin Mitte Dezember zurückgekommen.

Simacek


Wie realistisch stehen die Chancen, im kommenden Jahr eine derartige Saison wie 2013 toppen zu können?
DOMINIC THIEM: Mein großes Ziel ist sicherlich, dass ich bei den French Open im Hauptbewerb spielen kann. Das ist im Mai, und bis zu diesem Zeitpunkt sollte ich unter den Top 100 sein. Das ist sicherlich auch realistisch, weil ich bis dahin kaum Punkte - es sind, glaub ich, 200 - zu verteidigen habe. Das nächste große Ziel ist auch, dass ich in Kitzbühel erstmals keine Wildcard für den Hauptbewerb brauche. Kurzfristig das größte Ziel ist, dass ich mich für den Hauptbewerb der Australian Open qualifiziere. Dafür müsste ich drei gute Matche spielen und drei gute Spieler schlagen. Ich kenne das Grand Slam-Flair ja schon ein bissl von den Junioren und freu mich, dass ich zum ersten Mal in die Saison wie ein echter Profi starte. Geplant ist, dass ich solange in Australien bleibe, bis Ernests Gulbis ausscheidet, damit wir solange miteinander trainieren können.

ALEXANDER PEYA: Nach einem Jahr wie 2013 muss es 2014 unser Ziel sein, ein Grand Slam-Turnier zu gewinnen. Ich glaube ganz fest daran, dass wir das Zeug dazu haben. Deshalb verfolgen wir mit aller Kraft und Konzentration dieses Ziel. Könnte ich mir das Grand Slam-Turnier, das wir vielleicht gewinnen sollten, aussuchen, dann wäre das aufgrund seiner Tradition und des Flairs Wimbledon. Sollte es "bloß" ein anderes Turnier sein, wäre ich logischerweise trotzdem unendlich dankbar. Ansonsten wollen wir 2014 so konstant wie dieses Jahr spielen, um die Leistungen aus dem Jahr 2013 zu bestätigen. Ein großes Ziel, das sich dann mehr oder weniger automatisch ergeben würde, wäre dann auch die Masters-Teilnahme am Ende des Jahres. Immer wieder werde ich auch nach den Bryans gefragt und ob es uns vielleicht gelingen könnte, sie im Ranking irgendwann einmal zu überholen. Darauf antworte ich immer: Die Chance besteht. Man muss das Ganze aber auch realistisch betrachten und sagen, dass die Bryans heuer das mit Abstand beste Doppel waren und fast nicht zu schlagen waren. Wir sind zwar in der Lauerstellung, von einer Bryan-Ablösung sind wir noch ein ganzes Stück weg.


Wie "rund" lief die Vorbereitung auf 2014?

DOMINIC THIEM: Im Trainingslager auf Teneriffa haben Günter (Bresnik; Anm.) und ich vor allem auf die Ausdauer und die Fitness Wert gelegt. Da auch der Sepperl (Resnik; Anm.) und noch zwei andere Trainer mit dabei war, haben wir extrem viel - zwei bis drei Stunden jeden Tag spezifisch nur Kondi - gemacht. Beim Tennistraining haben wir viel auf die Beinarbeit und den Volley geschaut. Insgesamt war's echt eine harte Vorbereitung. Und vom Training mit einem Ernests Gulbis kann man ohnehin extrem viel profitieren. Er spielt schneller als alle anderen - somit kann ich mich - vor allem beim Return - schon an das Höchsttempo gewöhnen.

ALEXANDER PEYA: Seit Mitte Dezember läuft der Aufbau auf die kommende Saison – ein bissl schleppend aufgrund von Zahnimplatationen und einer Woche Krankheit, aber zum Glück brauche ich nicht so extrem wie z. B. ein Andi Haider-Maurer, der heuer durch einige Verletzung zurückgeworfen worden ist, den Kondiaufbau. Am 27. Dezember ging es dann Richtung Doha. Dort treffe ich mich mit Bruno, wo wir und später in Auckland genug Zeit haben werden, um uns auf die Australian Open vorzubereiten. Da wir jetzt knapp zwei Jahre miteinander spielen, schaden einem Paar, wie wir es sind, diese vier Wochen Pause nicht wirklich.
 

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