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Thiem schlägt sein Idol aus Kindheitstagen

Im Achtelfinale von Rom besiegt der 22-jährige Österreicher den 17-fachen Major-Sieger Roger Federer in zwei Sätzen und darf sich über den vierten Triumph gegen einen Top-10-Spieler freuen.

Nur, um die Dimension darzustellen: Wenn Marcel Kollers Fußballer gegen Weltmeister Deutschland gewinnen; wenn der Wiener Darts-Artist Mensur Suljovic den großen Phil Taylor aus der PDC-WM bugsiert; wenn Dominic Thiem, der 22-jährige Bursch aus Lichtenwörth, den 17-fachen Major-Sieger Roger Federer schlägt, der in der ewigen Rangliste der Allzeitgrößen unter den Top-3 liegt.

Mindestens.

Übertrieben? Jein. Nachdem Federer in Madrid wegen Rückenproblemen abgesagt hatte, war der Start des Schweizers beim Masters-Series-Turniers in Rom bis zuletzt offen gewesen. Er war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Dennoch soll dies den 7:6 (2), 6:4-Erfolg des Österreichers gegen sein 34-jähriges Idol aus Kindheitstagen nicht schmälern: So einen Kaliber muss man erst einmal in die Knie zwingen, auch wenn er waidwund scheint.

Für Dominic Thiem, der gegen Federer im zweiten Duell erstmals die Oberhand behielt, war es der vierte Sieg im 17. Duell mit einem Spieler aus den Top-10. Auf der Abschussliste waren bereits Ferrer, Wawrinka und Nadal gestanden. In der Runde der letzten Acht bekommt es der Niederösterreicher auf dem Foro Italico mit dem Japaner Kei Nishikori zu tun, der Nummer 6 der Welt.

„Ich bin natürlich sehr glücklich, im Viertelfinale zu stehen“, sagte Thiem, der 29 Winner schlug und dem nur 13 unerzwungene Fehler passierten. „Es war ein sehr schwieriges Match heute. Natürlich war Roger nicht bei hundert Prozent, trotzdem hat er noch immer einige sehr gute Bälle gespielt.“

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