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Fed Cup

TALLINN: PATRICIA MAYR RETTET DAS ÖTV-TEAM VOR DEM ABSTIEG

Das österreichische Fed Cup-Team stand im Abstiegs-Play-off derEuropa/Afrika-Zone I gegen Luxemburg in Tallinn am Rande des Abgrunds. Den erstmaligen Absturz in die vierte Leistungsstufe verhinderte aber Patricia Mayr.

Knapp vorbei
(7.2.2009)
Das Duell um den Verbleib in der Europa/Afrika-Zone I begann für das Team von ÖTV-Kapitän Alfred Tesar im Coral Tennisclub von Tallinn denkbar schlecht. Die Oberösterreicherin Melanie Klaffner musste sich nach einer durchwachsenen Leistung im Auftakteinzel Claudine Schaul mit 0:6, 7:5, 1:6 geschlagen geben.
Das erhöhte den Druck auf Patricia Mayr, die dann auch noch den ersten Durchgang gegen Mandy Minella mit 4:7 im Tiebreak verlor, obwohl die Tirolerin beim Stand von 5:4 bereits einen Satzball vorgefunden hatte. Doch Mayr bewies Moral, kämpfte unverdrossen weiter und diktierte mit Fortdauer der Partie das
Geschehen. Die 22-jährige Seefelderin verwertete schließlich den dritten Matchball zum 6:7 (4/7), 6:2, 6:3 und glich damit zum 1:1 aus. Eine halbe Stunde nach ihrem Einzel stand Mayr gemeinsam mit Sandra Klemenschits bereits wieder auf dem Platz, um das alles entscheidende Doppel zu bestreiten. Das ÖTV-Duo
ließ der Paarung Minella/Schaul nicht den Funken einer Chance und fixierte mit einem souveränen 6:1, 6:1 den 2:1-Erfolg über Luxemburg und den damit verbundenen Verbleib in der Europa/Afrika-Zone I.

Nur gemeinsam in die Zukunft
„Es ist wichtig, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Jetzt haben die jungen Spielerinnen wieder ein Jahr Zeit, um sich weiterzuentwickeln“, war Mayr die Erleichterung nach ihrem Kraftakt sichtlich anzumerken. „Im Einzel habe ich mir das Leben selbst schwer gemacht, weil ich den Satzball bei 5:4 nicht verwertet habe.
Aber ich habe geduldig auf meine Chancen gewartet, und als sie gekommen sind, habe ich sie genützt. Das Doppel mit Sandra war super. Wir haben perfekt harmoniert, obwohl wir zum ersten Mal zusammen gespielt haben“, sagte Mayr, die in Hinkunft bei einigen WTA-Turnieren mit Klemenschits im Doppel antreten möchte. „Mit diesem Team war der Klassenerhalt das erklärte Ziel, das haben wir erreicht“, bilanzierte Alfred Tesar, der positiv anmerkte, „dass Patricia Mayr eine Führungsrolle in der jungen Truppe übernommen und Sandra Klemenschits ein beeindruckendes Comeback im Doppel gegeben hat“. Für die Zukunft fordert Tesar, der in Estland auf Sybille Bammer, Tamira Paszek und Yvonne Meusburger verzichten musste, eine klare Linie der Spielerinnen zum Thema Fed Cup. „Wer sich zum Fed Cup bekennt und Österreich in diesem Bewerb vertreten will, ist herzlich eingeladen. Dann müssen sich die Leute aber auch bewusst sein, dass
unangenehme Aufgaben nur gemeinsam erledigt werden können“, so Tesar. Dass Spielerinnen nur zu Hause antreten und sich Auswärtsreisen ersparen wollen, soll es in Hinkunft jedenfalls nicht mehr geben.

Gegen den Abstieg
(6.2.2009)
Am dritten Spieltag die dritte Niederlage: Österreich unterliegt Weißrussland mit 0:3. Am Samstag trifft die Tesar-Truppe im Spiel um den Verbleib in der Europa/Afrika-Zone I auf Luxemburg (15.00 Uhr MEZ).

ÖSTERREICH – WEISSRUSSLAND 0:3
Nikola HOFMANOVA – Tatiana POUTCHEK 2:6, 2:6
Melanie KLAFFNER – Ekaterina DZEHALEVICH 1:6, 1:6
Sandra KLEMENSCHITS / Patricia MAYR – Victoria AZARENKA / Olga GOVORTSOVA 2:6, 5:7

Luxemburg kassierte in der Vorrunden-Gruppe A in Tallinn drei Niederlagen: Gegen die Niederlande und Großbritannien setzte es jeweils ein 0:3, gegen Ungarn mussten sich die Damen aus dem Kleinstaat mit 1:2 geschlagen geben, wobei Claudine Schaul mit einem Erfolg über die höher eingeschätzte Greta Arn für den Ehrenpunkt sorgte. Die Luxemburgerinnen müssen in Tallinn auf die verletzte Anne Kremer verzichten, die frühere Spitzenspielerin hat aber als moralische Unterstützung für ihre Teamkolleginnen die Reise nach Estland mitgemacht.
Das dreiköpfige Team Luxemburgs bilden die 23-jährige Mandy Minella (WTA-Rang 327), die 25-jährige Claudine Schaul (WTA-377) sowie die 29-jährige Fabienne Thill, die über kein WTA-Ranking verfügt. Die größte Gefahr geht wohl von der luxemburgischen Nummer zwei Schaul aus, die in der Weltrangliste zwar weit zurückgefallen ist, aber im Mai 2004 immerhin schon einmal auf Platz 41 gestanden ist und es sowohl im Einzel (Straßburg 2004) als auch im Doppel (Canberra 2004) auf einen WTA-Turniersieg gebracht hat. In der heurigen Saison holte sich die Rechtshänderin den ITF-Einzeltitel in Wrexham und gewann an der Seite der Salzburgerin Sandra Klemenschits das ITF-Doppelturnier in Glasgow.

Hoffnung, aber keine Wunderdinge
„Ich erhoffe mir für das Spiel gegen Luxemburg, dass unsere Nummer zwei im Einzel zumindest eine enge Partie spielt. Das war bisher weder bei Melanie Klaffner noch bei Niki Hofmanova der Fall. Die größeren Hoffnungen ruhen aber zweifelsohne auf unserer Nummer eins Patricia Mayr und dem Doppel. Ich erwarte mir insgesamt eine enge Geschichte“, sagte ÖTV-Kapitän Alfred Tesar. „Man darf aber nicht vergessen, dass wir hier drei Spielerinnen vorgeben müssen. Das kann nicht nur Österreich, sondern auch keine andere Nation verkraften. Unter diesen Voraussetzungen durfte man sich hier keine Wunderdinge erwarten“, spielte Tesar noch einmal auf das Fehlen von Sybille Bammer, Tamira Paszek und Yvonne Meusburger in Tallinn an.
Während es für das rot-weiß-rote Team am Samstag gegen Luxemburg darum geht, den erstmaligen Absturz in die Europa/Afrika-Zone II und damit in die vierte Leistungsstufe des Fed Cups zu verhindern, qualifizieren sich die Sieger der Duelle Estland gegen Weißrussland und Großbritannien gegen Polen für das Weltgruppen-II-Play-off, das im kommenden April ausgetragen wird.

Österreich - Dänemark: 1:2
(5.2.2009)
Der kleine Funke Hoffnung, mit einem Erfolg über Dänemark doch noch dem Abstiegsspiel in der Europa/Afrika-Zone I zu entkommen, ist für das österreichische Fed Cup-Team erloschen. Die ÖTV-Equipe verlor in Tallinn nach der 1:2-Niederlage am Mittwoch gegen Slowenien auch das zweite Spiel der Gruppe C gegen die Däninnen und kämpft nun am Samstag um den Klassenerhalt. Nikola Hofmanova zog gegen Hanna Skak Jensen mit 1:6, 5:7 den Kürzeren, Patricia Mayr unterlag der Weltranglisten-13. Caroline Wozniacki mit 2:6, 1:6. Im Doppel holten Melanie Klaffner/Sandra Klemenschits gegen Eva Dryberg/Hanne Ska Jensen mit einem 6:2, 6:3-Sieg den Ehrenpunkt.

Niki Hofmanova verliert
Österreichs Kapitän Alfred Tesar bot gegen Dänemark anstelle von Melanie Klaffner die 18-jährige Nikola Hofmanova als zweite Einzelspielerin auf, der erhoffte Erfolg blieb aber leider aus. Ehe die Burgenländerin gegen Hanna Skak Jensen zu ihrem Spiel fand, war der erste Satz auch schon mit 1:6 verloren. Im zweiten Durchgang steigerte sich Hofmanova, die als Nummer 396 der Weltrangliste 13 Plätze vor der Dänin liegt, zu einem Satzgewinn sollte es für die Österreicherin aber nicht reichen. Beim Stand von 4:5 wehrte Hofmanova noch drei Matchbälle ab, den vierten verwertete Jensen jedoch nach 1:23 Stunden zum 6:1, 7:5 und der damit verbundenen 1:0-Führung für Dänemark. „Ich war zu Beginn sehr nervös und habe kaum einen Ball ins Feld gespielt. Ich wollte direkte Punkte machen, aber dabei keine Fehler begehen. Das hat im ersten Satz aber nicht funktioniert. Im zweiten Satz bin ich dann besser in die Ballwechsel hineingekommen. In Summe war es eine Leistung mit Licht und Schatten“, meinte Hofmanova.

Patricia Mayr verliert
Im zweiten Einzel konnte Patricia Mayr mit Caroline Wozniacki bis zum 2:2 gut mithalten, doch dann spielte die aktuelle Weltranglisten-13. ihre große Klasse aus. Die 18-Jährige agierte ungemein druckvoll, machte kaum Eigenfehler und fixierte nach einer starken Vorstellung mit einem souveränen 6:2, 6:1 den dänischen Triumph. Das abschließende Doppel hatte damit nur noch statistischen Wert. „Wozniacki war heute einfach zu stark für mich. Ich habe phasenweise zwar ganz gut mitgehalten und habe auch versucht, Varianten in mein Spiel einzubauen, aber sie hat gezeigt, warum sie in der Weltrangliste so weit vorne steht“, sagte Mayr nach der 65 Minuten dauernden Partie.
Nach den Niederlagen gegen Slowenien und Dänemark steht bereits vor dem abschließenden Gruppenspiel am Freitag gegen Weißrussland (15.00 Uhr MEZ) fest, dass Österreich den Pool C auf dem letzten Platz beenden wird und damit am Samstag um den Klassenerhalt in der Europa/Afrika-Zone I kämpfen muss. Von den vier Gruppen-Letzten werden zwei Nationen gemäß des Fed-Cup-Rankings gesetzt, von denen eine Österreich sein wird. Als Gegner kommen für das ÖTV-Team Bosnien-Herzegowina und Luxemburg in Frage.

Die Hoffnungen wurden nicht erfüllt

(4.2.2009)
„Wir haben uns gegen Slowenien die größten Hoffnungen auf einen Sieg gemacht, aber diese Hoffnungen wurden nicht erfüllt.“ So lautete der erste Kommentar von ÖTV-Kapitän Alfred Tesar nach dem Fed-Cup-Auftaktspiel in der Europa/Afrika-Zone I in Tallinn, das nach Niederlagen von Melanie Klaffner gegen Masa Zec-Peskiric und Patricia Mayr gegen Andreja Klepac für Österreich bereits nach den Einzelpartien verloren war. Österreich hatte sich in der starken Gruppe C mit Weißrussland, Dänemark und Slowenien gegen das Nachbarland die größten Siegchancen ausgerechnet, doch in der Auftaktpartie der Gruppe C setzte es für die ÖTV-Damen eine bittere Niederlage, die bereits nach den beiden Einzeln besiegelt war. Nachdem Melanie Klaffner gegen Masa Zec-Peskiric mit 0:6, 2:6 untergegangen war, musste sich auch Patricia Mayr gegen Andreja Klepac mit 5:7, 6:1, 3:6 geschlagen geben. In einer hart umkämpften Drei-Satz-Partie (3:6, 6:2, 6:3) konnten Niki Hofmanova/Sandra Klemenschits im Doppel gegen Andreja Klepac/Masa Zec-Peskiric den Ehrenpunkt holen. Tesar: „Sie haben erfrischend gespielt und eine gute Leistung gezeigt.“

Die Trauben hängen hoch
Alfred Tesar stellte sich nach der Niederlage bereits auf ein mögliches Abstiegsspiel am Samstag um den Verbleib in der Europa/Afrika-Zone I ein. „Wir haben uns gegen Slowenien die größten Chancen ausgerechnet, stehen aber mit leeren Händen da. Wir müssen nach dem heutigen Tag realistisch bleiben. Gegen Weißrussland und Dänemark hängen die Trauben noch höher. Wir werden uns jetzt auf das Spiel gegen den Abstieg konzentrieren“, meinte Tesar. Der rot-weiß-rote Kapitän zog nach der Partie gegen Slowenien eine zwiespältige Bilanz: „Melanie war zu nervös und sehr unsicher. Man hat gesehen, dass ihr noch einiges zum Niveau von Spielerinnen fehlt, die in den Top 150 stehen. Das Match von Patricia war eng. Das habe ich auch erwartet, denn im Ranking trennen die beiden nur rund 30 Plätze. Dieses Match hätte auch anders ausgehen können“, so Tesar.

Die eigenen Nerven als größter Gegner
Das "Drehbuch" der beiden Einzelpartien: Klaffner hatte im 68 Minuten dauernden Eröffnungsmatch offensichtlich mit ihren Nerven zu kämpfen, zudem war das Spiel der Oberösterreicherin viel zu fehlerhaft. Die in der Weltrangliste auf Position 137 und damit 131 Plätze vor Klaffner liegende Zec-Peskiric benötigte keine überragende Leistung, um das Geschehen klar zu diktieren. Der Slowenin reichte es, den Ball im Spiel zu halten und auf die Fehler ihrer Gegnerin zu warten. „Ich bin sehr enttäuscht und kann mir diese Leistung nicht erklären. Ich habe heute nur den Ball ins Feld gespielt und dabei Fehler gemacht. Ich habe viel zu ängstlich gespielt, dabei habe ich sie vor zwei Jahren auf Sand schon einmal geschlagen“, sagte Klaffner.

Offener Schlagabtausch
Ganz anders präsentierte sich Patricia Mayr (WTA-96), die Andreja Klepac (WTA-128) einen offenen Schlagabtausch lieferte. Im ersten Durchgang glückte der Slowenin zum 6:5 das entscheidende Break, ehe Mayr das Kommando übernahm und mit einem 6:1 den Satz-Ausgleich herstellte. Im dritten Satz wogte die Partie hin und her: Klepac zog auf 3:0 davon, doch die Tirolerin kämpfte beherzt und verkürzte auf 2:3. Die Vorentscheidung fiel im umkämpften sechsten Game, in dem Mayr nach einem umstrittenen Fußfehler-Ruf eines Linienrichters das Break zum 2:4 kassierte. Die Seefelderin, die das gesamte Spiel mit einer Muskelverhärtung im rechten Unterschenkel zu kämpfen hatte, wehrte bei 3:5 noch drei Matchbälle ab. Den vierten verwertete Klepac jedoch nach 2:37 Stunden zum Dreisatz-Erfolg und zum Sieg für Slowenien.

"Den Kopf nicht hängen lassen"
„Es war ein gutes, enges Match, in dem ich alles für die Mannschaft gegeben habe. Ich habe gefightet und alles probiert, aber es hat leider nicht gereicht. Die Fußfehler-Entscheidung hat mich im dritten Satz für einige Zeit aus der Bahn geworfen. Wäre dieser Ruf nicht gekommen, wäre es 3:3 gestanden. Wir dürfen jetzt aber trotz dieser Niederlage unsere Köpfe nicht hängen lassen und müssen alles probieren, um den Abstieg abzuwenden“, richtete Mayr den Blick bereits auf die bevorstehenden Aufgaben.

Klaffner und Mayr verlieren
(4.2.2009)
Kein guter Auftakt für Österreichs Team in Tallinn: Melanie Klaffner verlor ihr Match gegen Masa Zec-Peskiric mit 0:6, 2:6. Der Grund für diese glatte Abfuhr: Klaffner hat sehr nervös begonnen und konnte diese Nervosität während der gesamten Partie nie ablegen. Zec-Peskiric spielte nicht überragend, es reichte der Slowenin jedoch, den Ball im Spiel zu halten und auf die Fehler ihrer Gegnerin zu warten. Noch dazu hatte Klaffner große Probleme mit dem Service. Im ersten Satz konnte sie einen einzigen Punkt bei eigenem Aufschlag machen, der erste Gamegewinn gelang der Oberösterreicherin erst beim Stand von 0:4 im zweiten Durchgang. Etwas besser in ihr Spiel fand Österreichs Nummer 1 in Tallinn, Patrica Mayr. Trotzdem ging die 22-jährige Tirolerin mit 5:7, 6:1, 3:6 gegen Andreja Klepac als Verliererin vom Platz. Jetzt liegt es am Doppel, in dem Niki Hofmanova/Sandra Klemenschits gegen Andreja Klepac/Masa Zec-Peskiric für Österreichs ersten Punkt sorgen könnten.


Österreich - Slowenien
(4.2.2009)

Die Aufstellungen:

9.00 Uhr MEZ:
Melanie KLAFFNER – Masa ZEC-PESKIRIC

Nach 20 Minuten Pause:
Patricia MAYR – Andreja KLEPAC

Nach 30 Minuten Pause:
Nikola HOFMANOVA/Sandra KLEMENSCHITS – Andreja KLEPAC/Masa ZEC-PESKIRIC

Weißrussland als Favorit
(3.2.2009)
Österreichs Tennis-Damen bekommen es in den Fed Cup-Gruppenspielen der Europa/Afrika-Zone I in Tallinn mit Weißrussland, Dänemark und Slowenien zu tun. „Die Weißrussinnen sind die Favoritinnen, aber die beiden anderen Mannschaften sind in unserer Reichweite“, kommentierte ÖTV-Kapitän Alfred Tesar die Auslosung. Erster Gegner des rot-weiß-roten Teams ist am Mittwoch Slowenien (9.00 Uhr MEZ). Für die österreichische Teamleaderin Patricia Mayr werden die Fed Cup-Gruppenspiele der Europa/Afrika-Zone I im Coral Tennisclub in Tallinn zu einer echten Bewährungsprobe. Auf die 22-jährige Tirolerin warten mit der dänischen Weltranglisten-13. Caroline Wozniacki und der weißrussischen Nummer 15 des WTA-Rankings, Victoria Azarenka, gleich zwei Top-15-Spielerinnen. „Ich habe in diesen Partien nichts zu verlieren. Ich kann locker auf den Platz gehen, und das passt mir ganz gut. Ich habe schon oft starke Leistungen gezeigt, wenn ich befreit und ohne Druck spielen konnte“, meinte die Seefelderin, die seit Montag als Nummer 96 erstmals unter den Top 100 der Weltrangliste geführt wird.

Starke Dänen
Weißrussland ist mit den beiden starken Einzel-Spielerinnen Azarenka und Olga Govortsova (WTA-Rang 49) sowie dem eingespielten Doppel Ekaterina Dzehalevich und Tatiana Poutchek in Pool C klar zu favorisieren. Dänemark hat mit Caroline Wozniacki eine starke Nummer eins, aber mit Hanne Skak Jensen (WTA-409) nur noch eine weitere Akteurin mit einem Einzel-Ranking in seinen Reihen. Die bald 29-jährige Eva Dyrberg und die 17-jährige Mai Grage scheinen hingegen weder im Single- noch im Doppel-Ranking auf. Slowenien wird in Tallinn nach der Absage der Weltranglisten-22. Katarina Srebotnik wegen einer Achillessehnen-Verletzung von Andreja Klepac (WTA-128) angeführt. Masa Zec-Peskiric (WTA-137) und Tadeja Majeric (WTA-420) ergänzen das slowenische Team, das nur mit drei Spielerinnen nach Estland gekommen ist.

"Wir haben Chancen"
„Weißrussland ist zweifellos die kompakteste Mannschaft in dieser Gruppe und deshalb auch in der Favoritenrolle. Dänemark hat mit Wozniacki eine herausragende Spielerin, verfügt aber über keine starke Nummer zwei. Wir haben gegen die Däninnen ebenso unsere Chancen wie gegen die Sloweninnen“, meinte ÖTV-Kapitän Tesar, der unmittelbar nach der Auslosung noch offen ließ, wer die zweite Einzel-Spielerin neben Patricia Mayr sein wird. „Ich möchte das Nachmittagstraining noch abwarten und werde dann die Entscheidung treffen, ob ich Melanie Klaffner oder Niki Hofmanova im Single aufbieten werde“, sagte Tesar. Für Hofmanova wäre ein Einsatz wohl das schönste Geschenk zu ihrem heutigen 18. Geburtstag. Der heimische Kapitän und die Teamkolleginnen stellten sich am Dienstag als Gratulanten ein und überreichten der Burgenländerin eine Geburtstagstorte.

Die Fed Cup-Auslosung
(3.2.2009)

GRUPPE A:
Niederlande
Ungarn
Großbritannien
Luxemburg

GRUPPE B:
Schweden
Rumänien
Bosnien-Herzegowina
Polen

GRUPPE C:
Österreich
Weißrussland
Dänemark
Slowenien

Spitzenspielerin Weißrusslands ist die Weltranglisten-15. Viktoria Asarenka, Olga Goworzowa belegt Platz 49. Dänemark setzt auf den erst 18-jährigen Jungstar Caroline Wozniacki (WTA 13.) Die Sloweninnen setzen auf die auf an Position 22 geführte Katarina Srebotnik. Zum Vergleich: Patricia Mayr ist als bestklassierte Österreicherin auf Platz 96 zu finden.

GRUPPE D:
Kroatien
Bulgarien
Estland

Der Sieger der Gruppe hat die Chance auf den Aufstieg in die Weltgruppe II, der Verlierer muss gegen den Abstieg spielen.



Die Nase vorne

(2.1.2009)
Der Frankfurter Flughafen war am Sonntag Treffpunkt zahlreicher Tennisstars, die sich auf der Anreise zu den Fed-Cup-Gruppenspielen der Europa/Afrika-Zone I nach Tallinn befanden. In der Lufthansa-Maschine, die Kurs auf die estnische Hauptstadt nahm, saßen neben den Österreicherinnen auch die Damen aus Polen, Slowenien und Luxemburg. „Im Flugzeug haben wir schon einmal die Nase vorne“, scherzte ÖTV-Kapitän Alfred Tesar in Anspielung auf die Sitzordnung im Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Tallinn, bei dem die ÖTV-Spielerinnen in den vordersten Reihen saßen. Aus allen Himmelsrichtungen waren die heimischen Tennis-Ladies nach Frankfurt eingeflogen: Patricia Mayr reiste aus München an, Melanie Klaffner aus Linz, Niki Hofmanova aus Wien und Sandra Klemenschits aus Salzburg.

Training schon um 8:00 Uhr
In Tallinn wurde das rot-weiß-rote Aufgebot von „erfrischenden“ minus 11 Grad „empfangen“. Zwei Stunden nach der Ankunft absolvierten Hofmanova und Klemenschits bereits eine erste Trainingseinheit im Coral Tennisclub. „Die Plätze stehen uns nur jeweils zwei Stunden am Tag zur Verfügung, deshalb werden jede Chance nützen, um auch außerhalb der offiziellen Zeiten trainieren zu können“, meinte Tesar. Gesagt, getan. Montagmorgen standen Hofmanova und Klemenschits bereits um 8.00 Uhr wieder auf dem Platz, das offizielle Training startete erst eine Stunde später. Patricia Mayr und Melanie Klaffner werden sich heute ebenfalls mit dem Greenset-Belag vertraut machen. „Der Boden ist mittelschnell. Da er neu verlegt wurde, gehen die Bälle schnell auf und werden langsam“, schilderte Tesar seine ersten Eindrücke.

Droht eine "Hammergruppe"?
Die Europa/Afrika-Zone I wird in einem Round-Robin-Format in einer Dreier-Gruppe und drei Vierergruppen ausgetragen. Österreich ist bei der am Dienstag (12.00 Uhr MEZ) stattfindenden Auslosung im Hotel „Olympia“ neben Kroatien, Schweden und den Niederlanden gesetzt, wobei Kroatien als beste Nation im Fed-Cup-Ranking die Gruppe mit drei Teams anführen wird. Alle weiteren Nationen werden den vier Pools zugelost. „Es könnten uns mit Polen, Weißrussland und Rumänien extrem starke Gegner drohen, aber auch eine Gruppe mit Bosnien, Bulgarien und Luxemburg wäre möglich. Wir müssen abwarten, was die Auslosung bringt“, so Tesar. Ab Mittwoch stehen in den Vierergruppen jeweils zwei Länderkämpfe mit den Beginnzeiten 9.00 und 15.00 Uhr MEZ auf dem Programm, die Spielansetzung erfolgt nach der Auslosung.

Mayr mit Motivation
Patricia Mayr, Österreichs Teamleaderin in Tallinn, kam mit einem großen Motivationsschub nach Estland, schaffte die Tirolerin mit dem Einzug in die zweite Runde der Australian Open als Nummer 96 erstmals den Sprung in die Top 100 der Weltrangliste. „Mein Aufschwung hat im Vorjahr mit dem Fed Cup in Argentinien begonnen. Ich habe in der Vorwoche sehr gut trainiert und bin bestens vorbereitet. Wir werden alles daran setzen, um hier gut abzuschneiden“, versprach Mayr.

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