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SÜDSTADT ON TOUR: NOTTINGHILL, LETZTE STATION VOR DEN AUSTRALIAN OPEN

Beim Optus Nottinghill International (17.-23.1.2009) in Melbourne, dem letzten Turnier vor den Australian Open, scheiterte Maximilian Neuchrist (Bild) an der Nummer 2 der ITF-Junior-Weltrangliste und Tristan-Samuel Weissborn an seiner Offensivschwäche.

Nicht cool genug
(18.1.2009)
Ohne Erfolgserlebnis, aber dennoch nicht frustriert werden Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn in der kommenden Woche mit den Australian Open das erste Big Event in dieser Saison in Angriff nehmen: Beim Optus Nottinghill International in Melbourne unterlag Neuchrist in der ersten Runde dem topgesetzten Inder Yuki Bhambri (ITF 2) mit 5:7, 6:7(1). Im ersten Satz war der 17-jährige Wiener bereits mit einem Break und 3:0 in Führung gelegen. "Dann hat er es sich leider nicht zugetraut", so Nationalcoach Walter Grobbauer, "den Sack auch zuzumachen." In den entscheidenden Situationen "hätte ich einfach cooler sein müssen", lautete danach die selbstkritische Analyse von Neuchrist. "Bhambri hat nicht um Häuser besser gespielt, bei den Big Points war er einfach solider." Mit Tristan-Samuel Weissborn musste sich auch der zweite Südstadt-Boy bereits in der ersten Runde aus dem Turnier verabschieden: Der 17-jährige für den NÖTV spielende Wiener verlor gegen den an Nummer 14 gesetzten Ägypter Karim-Mohamed Maamoun mit 4:6, 6:1, 4:6. Grobbauer: "Beim Sam wars einfach ein Krampf. Er hatte sich wahnsinnig viel vorgenommen und wollte es allen zeigen. Sein Gegner war ein Konterspieler, der sehr defensiv agiert hat. Dadurch, dass Sam nicht über die wuchtigsten Schläge verfügt, ist er aber immer nur sehr schwer in die Offensive gekommen. Beide Burschen haben ihre Niederlagen aber sehr ruhig analysiert und wissen, woran sie noch zu arbeiten haben."

Schlag doch den Inder!

(16.1.2009)
Ein dunkelhäutiger Musicalstar mischt Österreichs Werbewelt derzeit gewaltig auf, und mit einer Abwandlung seines fast schon legendären Werbeslogans ("Frag doch den Inder") als Devise sollte Maximilian Neuchrist das auch beim Optus Nottinghill International (17.-23.1.2009) in Melbourne tun: Schlag doch den Inder! Das erhofft sich zumindest ÖTV-Nationalcoach Walter Grobbauer von seinem Schützling. Beim letzten Turnier vor den Australian Open trifft Neuchrist in der ersten Runde nämlich auf den topgesetzten Inder Yuki Bhambri (ITF 2). "Das wird für ihn eine gute Erfahrung werden, da er dabei einmal sehen wird, wo er international steht. Er sollte sich aber nicht in die Hosen machen, sondern ganz normal spielen." Leicht wird diese Aufgabe für Neuchrist aber kaum werden: Bhambri gewann 2008 u. a. die Orange Bowl. Damit nicht genug, werden auch die äußeren Bedingungen einen "normalen" Matchverlauf voraussichtlich unmöglich machen. "Es weht sehr starker Wind", so Grobbauer. "Da kann man nicht erwarten, das beste Tennis spielen zu können, sondern das effektivste Tennis spielen zu müssen." Als kleinen Motivationsschub sieht Grobbauer die Tatsache, dass auch die "großen" Profis mit Wind und Wetter zu kämpfen haben. "Wir haben uns heute die Australian Open-Quali der Herren angeschaut. Da haben die Burschen gesehen, dass auch die Profis Probleme mit den derzeit herrschenden Bedingungen haben." Eine ähnlich schwere Aufgabe wie Neuchrist wird auch Tristan-Samuel Weissborn, Grobbauers zweiter Schützling in Down Under, zu bewältigen haben. Der 17-jährige Wiener trifft in der ersten Nottinghill-Runde auf den Ägypter Karim-Mohamed Maamoun. "Ein Spieler, der körperlich sehr fit ist", so Grobbauer. "Trotzdem stehen seine Siegeschancen nicht allzu schlecht. Er muss aber bereit sein, über eine längere Distanz seine Leistung zu bringen."

wowo

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