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SÜDSTADT ON TOUR: MAX NEUCHRIST UND SAM WEISSBORN SCHEITERN ERST IM SEMIFINALE DER AUSTRALIAN OPEN!

Im Junioren-Bewerb der Australian Open konnten Maximilian Neuchrist (Bild) und Tristan-Samuel Weissborn erst im Semifinale gestoppt werden. Die beiden unterlagen dem an Nummer 7 gesetzten Duo Francis Casey Alcantara/Cheng-Peng Hsieh in zwei Sätzen.

Toll gekämpft, knapp ausgeschieden
(30.1.2009)
"Ich bin wahnsinnig stolz auf "meine" Burschen", war die erste Reaktion von Nationalcoach Walter Grobbauer nach dem Australian Open-Semifinale, das Maximilian Neuchrist/Tristan-Samuel Weissborn gegen das an Nummer 7 gesetzte Duo Francis Casey Alcantara/Cheng-Peng Hsieh (PHI/TPE) gespielt haben. "Sie haben trotz ihrer 6:7, 4:6-Niederlage gezeigt, dass sehr viel Potential in ihnen steckt." Die Ursachen für die Niederlage waren rasch gefunden. ""Ihre Gegner haben sehr unangenehm gespielt, haben die Returns sehr langsam und tief gehalten. Damit haben Max und Sam ihre Probleme gehabt. Sie haben sich aber schön langsam darauf eingestellt und im ersten Satz sogar auf den Satzgewinn serviert. Dann haben sie aber leider ein Break bekommen und das Tiebreak knapp verloren. Im zweiten haben sie taktisch alles probiert, haben alles sehr verzögert gespielt, haben aber leider einige Bigpoints nicht gemacht. Insgesamt war es eine sehr enge Angelegenheit" - und trotz der Niederlage der größte Erfolg in der noch jungen Karriere von Neuchrist und Weissborn. Grobbauer: "Sie waren unmittelbar nach der Niederlage logischerweise sehr enttäuscht, dann aber ist ihnen klar geworden, was sie da heute geleistet haben." Nachsatz mit einem kleinen Lächeln im Gesicht: "Als kleine Prämie für den Semifinaleinzug werde ich heute beim Zapfenstreich der beiden wohl oder übel ein Auge zudrücken müssen."

Jetzt geht`s Richtung Finale!
(29.1.2009)
Sensation im Viertelfinale des Australian Open-Junioren-Bewerbs: Nach einem 6:3, 7:5 über das an Nummer 2 gesetzte kroatische Doppel Marin Draganja/Dino Marcan stehen Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn bereits im Semifinale des ersten Grand Slam-Turniers der Saison. Nationalcoach Walter Grobbauer: "Den ersten Satz haben die beiden absolut solide gespielt. Im zweiten ist es ein bissl enger geworden, die beiden waren letztendlich aber doch das bessere Doppel. Max und Sam haben sogar schon zwei Matchbälle gehabt. In dieser Situation haben die Kroaten aber sehr gut serviert. Bei den nächsten beiden Matchbällen hat es dann aber doch geklappt." Im Halbfinale werden Neuchrist/Weissborn auf das an Nummer 7 gesetzte Duo Francis Casey Alcantara/Cheng-Peng Hsieh (PHI/TPE) treffen. Grobbauer: "Wir sind gewarnt. Die beiden haben für mich etwas überraschend die Deutschen Kevin Krawietz/Dominik Schulz besiegt." Aufgrund der extrem hohen Temperaturen konnten am heutigen Tag die Matches erst ab 19.30 Uhr angesetzt werden. "Da hat es aber immer noch über 35 Grad gehabt. Es war aber dennoch toll: Die beiden haben sich vor ihrem Match am Platz eingeschlagen, und in unmittelbarer Nähe haben sie Rafael Nadal bei 43 Grad trainieren gesehen." Ein unerwarteter Nebeneffekt des Semifinaleinzigs von Neuchrist/Weissborn: "Eigentlich haben wir für heute den Rückflug gebucht. Den mussten wir jetzt stornieren" (Grobbauer).

Verdammt, ist das heiß!

(28.1.2009)
Eigentlich stand heute für Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn das Viertelfinal-Duell gegen Marin Draganja/Dino Marcan (CRO) am Programm. Dass bei den Australian Open dieses Match dann doch nicht gespielt werden konnte, lag an den äußeren Bedingungen. "Die Temperaturen in Melbourne sind auf mittlerweile 44,1 Grad angestiegen", berichtet Nationalcoach Walter Grobbauer. "Deshalb hat die ITF einen Hitzestopp angeordnet. Da bei solchen Temperaturen die Belastungen für den Körper zu groß sind, dürfen keine Matche mehr gespielt werden. Morgen geht es möglicherweise weiter. Die Zeichen stehen allerdings nicht gut: Es soll nämlich noch heißer werden. Deshalb wird man morgen wahrscheinlich versuchen, am Vormittag sämtliche Viertelfinale im Einzel  und Doppel  durchzupressen und dann wieder auf die Bremse treten." Eine Möglichkeit wäre zwar, in die klimatisierte und überdachte Rod Laver Arena bzw. die Hisense Arena auszuweichen. Grobbauer: "Dort werden aber jetzt sämtliche Herren- und Damen-Partien gespielt, um den Zeitplan einhalten zu können." Was macht man, wenn auf einmal mehr Zeit vorhanden ist als geplant? "Wir gehen jetzt in die Kraftkammer und machen ein Rumpf-Stabilisationsprogramm" (Grobbauer). Nachsatz: "Die beiden freuen sich aber schon auf ihr Match, sie sind richtig heiß."

Auf den Spuren von Oliver Marach
(27.1.2009)
Maximilian Neuchrist wollte mit eigenem Aufschlag Druck machen und mit aggressiven Netzattacken den Rhythmus des Gegners brechen. "Leider ist ihm das heute nicht so gelungen, wie er es eigentlich geplant hatte", berichtet Nationalcoach Walter Grobbauer vom Juniorenbewerb der Australian Open. Sein Schützling verlor bei 36 Grad Lufttemperatur ("Es hat gekocht am Court") in der zweiten Runde gegen den Japaner Yasutaka Uchiyama mit 3:6, 3:6. Der Hauptgrund für die Niederlage? Grobbauer: "Obwohl er normalerweise ein sehr guter Aufschläger ist und über weite Strecken eines Matches von seinem Service lebt, hat er heute seinen Aufschlag nicht halten können. Es ist ihm daher auch nicht gelungen, den Rhythmus des Gegners zu brechen, der noch dazu sehr gut gespielt hat." Umso besser ist es dafür für Neuchrist mit Partner Tristan-Samuel Weissborn im Doppel gelaufen: Die beiden Youngsters besiegten im Achtelfinale die Sieger des Australian Open-Vorbereitungsturniers Optus Nottinghill International Patrick Brydolf/Andrej Vasilevski mit 6:3, 6:4 ("Das beste Doppelmatch, das ich jemals von ihnen gesehen habe") und treffen nun in der Runde der letzten acht auf das an Nummer 2 gesetzte kroatische Duo Marin Draganja/Dino Marcan. "Dieses Match", so Grobbauer, "ist für mich eine kleine Vorentscheidung: Sollten sie gewinnen, ist vieles möglich. Draganja/Marcan sind allerdings unberechenbar, weil sie ein sehr gutes Händchen haben." Ein kleiner Blick in die nahe Zukunft? "Wir wollen dorthin, wo Marach schon ist - ins Semifinale eines Grand Slam-Turniers" (Grobbauer).

Auf Wolke sieben
(26.1.2009)
Die Matchbesprechung danach "war einfach nur schön. Er ist mir gegenübergesessen und hat übers ganze Gesicht gestrahlt", berichtet Nationalcoach Walter Grobbauer vom Juniorenbewerb der Australian Open. "Er schwebt derzeit auf Wolke sieben." Er - das ist Maximilian Neuchrist, der nach überstandener Qualifikation in der ersten Hauptrunde den Australier Nat Maraga mit 7:5, 7:5 aus dem Bewerb werfen konnte. Grobbauer: "Obwohl er im zweiten Satz drei Breaks kassiert hat und ein bissl shaky geworden ist, war er für mich der dominierende Spieler. Man merkt bei ihm ganz deutlich, dass die Form ansteigend ist." Neuchrists nächster Gegner ist der Japaner Yasutaka Uchiyama, der mit dem Südafrikaner Nikala Scholtz die Nummer 12 des Turniers besiegte. "Wir sind daher gewarnt", so Grobbauer. "Er ist ein Rhythmusspieler. Max ist gewarnt, dass er sich nicht das Konzept des Gegners aufzwingen lässt, sondern dass er mit Slice und Netzattacken den Ryhtmus bricht." Zum Daumendrücken auf die Tribüne verbannt ist Grobbauers zweiter Down-Under-Schützling, Tristan-Samuel Weissborn. Der 18-jährige Südstädter hat in der ersten Runde von einer Magenverstimmung geschwächt gegen den an Nummer 6 gesetzten Australier James Duckworth mit 5:7, 2:6 den kürzeren ziehen müssen.

Im Kopf gewonnen
(23.1.2009)
Harter Job: Während Tristan-Samuel Weissborn bereits fix für den Junioren-Bewerb der Australian Open qualifiziert war, musste sich Maximilian Neuchrist erst durch den Raster der Qualifikation kämpfen. "Und das", so Nationalcoach Walter Grobbauer, "hat er auf eine Art und Weise gemacht, die mich beeindruckt hat." In der ersten Runde warf der 17-jährige Wiener den an Nummer 2 gesetzten Deutschen Marvin Netuschil mit 6:4, 6:1 aus dem Bewerb. "Die Bedingungen dabei", so Grobbauer, "waren wahnsinnig schwer. Es hat kein normaler Wind über den Court gefegt, es war quasi ein Orkan. Da ist es nur darum gegangen, den Ball einmal öfter als der Gegner übers Netz zu bringen und den Wind den Rest machen zu lassen." Im Quali-Finale war es dann der Italiener Alessandro Colella, der zumindest einen Satz lang für Gegenwind sorgte. Grobbauer: "Den ersten Satz hätte Max gewinnen müssen, war dazu körperlich aber nicht imstande. Letztendlich hat er 6:7, 6:2, 6:3 gewonnen. Es hat mir irrsinnig  getaugt, dass er die Partie im Kopf gewonnen hat und er an seine Grenzen gegangen ist."

Melzer und Marach als "Co-Trainer"
Der Grazer, der 1998 bereits als Trainer in Melbourne tätig war und deshalb die Location sehr gut kennt, war sogar froh, "dass Max nicht in den Hauptbewerb reingerutscht ist, denn er muss lernen, enge Partien zu gewinnen. In der Vergangenheit hat er in solchen Situationen öfters versagt. Dass er es diesmal nicht gemacht hat, zeigt mir, dass er reifer geworden ist." Neben der erfolgreich gespielten Qualifikation ist es v. a. der Zusammenhalt der kleinen rotweißroten Gruppe in Down Under, die bei den künftigen Profis für zusätzliche Motivation sorgt: So hat z. B. Jürgen Melzer für Grobbauer, Neuchrist und Weissborn Karten für sein Drittrunden-Match gegen Andy Murray besorgt. "Ein Match auf einem derartigen Niveau life zu sehen, sollte für die Burschen ein weiterer Kick sein" (Grobbauer). Damit nicht genug, hat Oliver Marach nach seinem Zweitrunden-Sieg (mit Partner Lukasz Kubot) über das topgesetzte Duo Nenad Zimonjic/Daniel Nestor Walter Grobbauer zur Seite genommen "und mir ein paar Spielzüge für meine Burschen gezeigt, damit vielleicht auch sie im Doppelbewerb so weit wie möglich kommen."

wowo

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