Startschuss zum Nachwuchs-Länderkampf

Nicht nur Österreichs Damen-Nationalteam ist in dieser Woche im Einsatz für Rot-Weiß-Rot, sondern auch die besten Nachwuchs-Tennisspieler in den Altersklassen u14 und u16, die verstreut auf vier Schauplätze in ganz Europa um den Aufstieg ins Finale des Tennis Europe Winter Cups kämpfen.

Die Tennis Europe Sommer und Winter Cups sind das Nachwuchs-Pendant zum Davis Cup bzw. Fed Cup bei den Erwachsenen. Bei den Winter Cups werden im Februar bei jeweils einem Qualifikations- und Endrunden-Turnier in den Altersstufen u12, u14 und u16 Europas beste Nachwuchs-Nationalteams in der Halle gesucht. In den Altersstufen u14 und u16 haben sich am Mittwoch jeweils ein Burschen- und Mädchen-Team auf Europareise begeben, um am Wochenende für Österreich um die Finalteilnahme zu kämpfen.

u16-Burschen wollen nach Frankreich
ÖTV-Headcoach Michiel Schapers betreut die u16-Boys im portugiesischen Coimbra, wo – wie bei allen anderen Qualifikations-Turnieren – nur zwei Nationen den Aufstieg in die Finalrunde Ende Februar schaffen. Die Gegner von Staatsmeister Gabriel Huber, als Nummer sieben der u16-Rangliste einer der nominell stärksten Spieler des Turniers, der ein Jahr jüngere Niederösterreicher Stefan Auinger und Luca Maldoner aus Tirol sind Belgien, Dänemark, Niederlande, Portugal, Serbien, Spanien und Schweden. "Gabriel ist sicher ein Trumpf, aber Ranglisten sagen im u16-Bereich oft nicht so viel aus, weil viele bereits auf ITF-Niveau bei den Unter-18-Jährigen mitspielen", erklärt Schapers. Schaffen der Niederländer und seine Burschen den Aufstieg, ginge es von 20. bis 22. Februar im französischen Ronchin um den Titel.

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von links: ÖTV-Headcoach Michiel Schapers, Luca Maldoner, Gabriel Huber, Stefan Auinger. Mädchen: Ema Vasic, Coach Walter Grobbauer und Jana Weiss (Arabella Koller fehlte krankheitsbedingt beim Foto-Shooting)

Gespielt wird in einem "Mini-Davis-Cup-System", also zwei Einzel und ein Doppel. Coaching ist erlaubt, die Captains sitzen wie beim Länderkampf der Großen auf der Bank und können durch taktische Anweisungen auf den Matchverlauf einwirken und als mentale Stütze dienen. So auch Walter Grobbauer, der die u16-Mädchen in Zutphen (Niederlande) betreut. Das Team besteht aus Staatsmeisterin Ema Vasic, die bei Hakan Dahlbo in Tirol trainiert, Jana Weiss, die mit 15 Jahren schon Landesmeisterin der Allgemeinen Klasse in Kärnten wurde, und die Salzburgerin Arabella Koller. Die Gegner der u16-Mädchen sind Belgien, Zypern, Großbritannien, Lettland, Niederlande, Rumänien und die Schweiz.

u14-Jahrgänge in Luxemburg und der Türkei
Esch sur Alzette in Luxemburg (Burschen) und Trabzon in der Türkei (Mädchen) sind die Schauplätze der Qualifikationsturniere bei den u14-Jahrgängen. Coach Andi Fasching hat Hallen-Staatsmeister Niklas Rohrer aus Vorarlberg, den Steirer Filip Misolic und Benedikt Emesz vom Salzburger TC Stiegl ins Nationalteam eingeladen. "Für die Burschen ist es eine Ehre, im Nationalteam ihr Land zu vertreten", betont Fasching, dessen Team mit Deutschland, Italien, Belgien, Portugal, Schweden, Zypern und Luxemburg auf starke Konkurrenz trifft.

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von links: Coach Andreas Fasching, Niklas Rohrer, Filip Misolic und Benedikt Emesz. Mädchen: Trainerin Petra Russegger, Nina Geissler, Emily Meyer und Lara Kaiser

Bei den u14-Mädchen sind Betreuerin Petra Russegger und ihr Team auf Revanche aus, wurden doch die letzten direkten Begegnungen gegen die Tennis-Großmächte Frankreich und Deutschland verloren. Die weiteren Gegner sind Gastgeber Türkei, Bulgarien, Finnland, Georgien und die Ukraine. "Wir haben ein sehr ausgeglichenes Team und einen guten Team-Spirit", hofft Russegger auf ein gutes Abschneiden von u14-Hallenmeisterin Emily Meyer, Nina Geissler (beide aus Vorarlberg) und Lara Kaiser (Wien).

u12-Turniere bereits gespielt
Bereits gespielt wurden übrigens die u12-Qualifikationsturniere in Dornbirn (Burschen) und Ebreichsdorf (Mädchen). Niki Stoiber, Marko Andrejic und Nico Mucic gewannen gegen Litauen, mussten sich aber der Schweiz und Kroatien (knapp mit 1:2) geschlagen geben und verpassten die Finalrunde leider ebenso wie Johanna Halper, Daniela Glanzer und Roxana Repesi nach Niederlagen gegen Kroatien (1:2) und Polen (0:3).

Link: Tennis Europe Winter Cups

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