ATP

Star-Auflauf in der Wiener Stadthalle

Herwig Straka, der Turnierdirektor der Erste Bank Open 500, freut sich über sieben Spieler aus den Top-20, die ab 17. Oktober in Wien aufschlagen werden. Zu sehen ist auch das Daviscup-Team mit Dominic Thiem (links), Andreas Haider-Maurer und Jürgen Melzer.

Sieben auf einen Streich – die Erste Bank Open 500 vom 17. bis 25. Oktober 2015 in der Wiener Stadthalle können mit einem ausgezeichneten Starterfeld aufwarten. Dass so viele Weltklassespieler zu sehen sein werden, hängt mit der Aufwertung des ATP-Turniers zusammen, das jetzt über einen 500er-Status verfügt und mit dem Rekordpreisgeld von 2,324 Millionen Euro dotiert ist.
 
ferrerAngeführt wird die vorläufige Nennliste vom Weltranglisten-Achten David Ferrer (im GEPA-Bild links), der sich im Vorjahr in Wien in einem ebenso hochklassigen wie dramatischen Endspiel dem Schotten Andy Murray in drei Sätzen knapp geschlagen geben musste. „Im vergangenen Jahr hat es nicht ganz zum Sieg gereicht, aber ich habe dennoch tolle Erinnerungen an dieses Turnier. Wien zu gewinnen, ist definitiv ein Ziel von mir“, sagt der 33-jährige Spanier, der bereits 24 ATP-Turniere gewonnen hat.

Mit Milos Raonic, Nummer 9 im ATP-Ranking, schlägt ein zweiter aktueller Top-Ten-Spieler bei den Erste Bank Open 500 auf. Für den 24-jährigen Kanadier und sechsfachen ATP-Turniersieger ist es das erste Antreten in der Wiener Stadthalle. Mit Raonic, dem Südafrikaner Kevin Anderson (12), dem US-Amerikaner John Isner (13) und dem Kroaten Ivo Karlovic (18) sind vier der besten Servier-Kräfte der Welt in Wien am Start. Karlovic hat im August in Montreal sein 10.000. Ass auf der ATP-World-Tour geschossen.

tsongaDer Franzose Jo-Wilfried Tsonga (im GEPA-Bild rechts) greift nach dem Triumph 2011 nach seiner zweiten Wien-Trophäe. „Mir gefällt nicht nur die Stadt sehr gut, auch das Turnier ist perfekt organisiert. Dass es jetzt ein 500er-Event ist, hebt noch einmal die Attraktivität“, freut sich der 30-jährige Weltranglisten- 17.

Rotweißrot ist mit dem Daviscup-Team vertreten, angeführt von Dominic Thiem (Nr. 20). Andreas Haider-Maurer und Jürgen Melzer bekommen Wildcards. Turnierdirektor Herwig Straka sagt ein spannendes Turnier auf hohem Niveau voraus. „Das Feld ist extrem ausgeglichen, das hat zur Folge, dass es auch für die gesetzten Spieler ab der ersten Runde keine leichten Gegner geben wird.“ Laut Straka besteht noch die Chance, dass weitere zugkräftige Spieler nach Wien kommen könnten. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich noch ein Top-Ten-Star kurzfristig zu einem Antreten entscheidet – so wie es im Vorjahr bei Andy Murray und David Ferrer der Fall gewesen ist, die sich erst am Tag vor Turnierbeginn zum Start entschlossen haben.“

musterDominic Thiem, der mit dem legendären Thomas Muster für den GEPA-Fotografen vor einem Fiaker posierte,  fiebert dem Auftritt vor heimischer Kulisse bereits entgegen: „In Österreich will man immer besonders gut spielen. Bei diesem Feld muss man ab dem ersten Ballwechsel voll da sein. Das war aufgrund der Aufwertung auch zu erwarten. Wien war bei den Spielern schon immer sehr beliebt, dazu kommt mit der Stadthalle auch eine super Location – und der neue 500er-Status ist klarerweise ein zusätzlicher Anreiz. Wenn Spieler aus den Top 30 nicht gesetzt sind, dann sagt das über die Qualität des Turniers wohl alles aus“, sagt der Niederösterreicher, der heuer in Nizza, Umag und Gstaad gleich drei ATP-Titel erobert hat.

Dass Haider-Maurer und Melzer Wildcards bekommen, erklärt sich laut Turnierdirektor Straka von selbst. „Andi hat sich im erweiterten Kreis der Weltklasse etabliert und 2010 in Wien das Endspiel erreicht. Jürgen hat das Turnier 2009 und  2010 gewonnen.“

Der Kartenvorverkauf für die Erste Bank Open 500 ist gut angelaufen. „Wir registrieren eine große Nachfrage. Nach dem Turnier im Vorjahr sind vermehrt Reservierungen bei uns eingegangen, und dieser positive Trend hat sich nach der Bekanntgabe der Aufwertung noch einmal verstärkt. An einigen Tagen werden die Tickets in bestimmten Kategorien schon knapp“, sagt Straka.  Die Aufwertung der Erste Bank Open 500 zieht einige Änderungen nach sich. „Bei einem 500er-Turnier haben die vier Topgesetzten im Einzel kein Freilos in der ersten Runde. Das wertet den Montag erheblich auf, da es gleich am ersten Spieltag des Hauptbewerbes mit hochkarätigen Matches losgeht. Wir benötigen auch einen dritten Court vor Ort, der in einem Zelt am Roland-Rainer-Platz errichtet werden soll. Dort ist geplant, dass alle Fans während der Turnierwoche die Trainingseinheiten der Tennisstars mitverfolgen können – und das kostenlos“, berichtet Straka.

Alle Infos und Details zur Erste Bank Open 500 finden Sie HIER

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