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ST. PÖLTEN: RICCARDO BELLOTTI SCHEITERT ERST IM FINALE

Bei der Spring Bowl stürmte Riccardo Bellotti (links neben Babsi Schwartz) ohne Satzverlust bis ins Finale: Dort baute sich mit dem an Nummer 2 gesetzten Ungarn Mate Zsiga allerdings eine zu hohe Hürde für den 18-jährigen Niederösterreicher auf.

Kein Sieg bei der Spring
(24.5.2009)
Vor einem Jahr stand mit Philipp Lang der letzte Österreicher im Finale der International Spring Bowl, der letzte rotweißrote Sieger konnte sich 1998 in die Siegerliste eintragen: Simon Wernhart schlug damals Laszlo Fono (HUN) mit 6:3, 6:4. 2009 standen die Chancen gut, dass wieder einmal ein Österreicher als Sieger vom Platz gehen könnte: Riccardo Bellotti, dem NÖTV-Verbandstrainer Alfred Tesar schon vor Jahren "großes Entwicklungspotential" bescheinigte und Coach Wolfgang Thiem immer wieder über "seine gewaltige Vorhand" staunt, stand nach einem glatten 6:2, 6:2-Sieg über den Deutschen Florian Fallert im Finale und traf dort auf den an Nummer 2 gesetzten Ungarn Mate Zsiga. Im ersten Satz hatte das rotweißrote Talent mit italienischen Wurzeln (Vater) einen Satzball, vergab diesen allerdings und verlor das Tiebreak mit 8:10. Im zweiten Satz kämpfte Bellotti noch einmal zurück und holte sich diesen mit 6:4. Den dritten Satz, so Tesar, begann Bellotti "mit neuen Bällen zu fehlerhaft und ungeduldig. Hinzu kam, dass er aufgrund mangelnder Disziplin zwei Verwarnungen kassierte." Die zweite Verwarnung brachte einen Punkteabzug zum 1:5 mit sich, "und damit war das Match gelaufen" (Tesar). Bellotti verlor 1:6. Detail am Rande: Riccardo hatte gegen den gleichen Gegner auch in Villach - dort in der 1. Runde - 4:6, 4:6 verloren.

Bellotti im Semifinale
(21.5.2009)
Großes "Ausmisten" im Raster des Burschen-Bewerbs: Sieben Österreicher waren zur 30. International Spring Bowl angetreten, nach drei Runden ist mit Riccardo Bellotti allerdings bloß ein einziger übrig geblieben. Der 18-jährige Niederösterreicher, der seit Anfang 2009 Tennisprofi ist, besiegte zuerst im Achtelfinale den an Nummer 4 gesetzten Inder Ronak Makesh Manuja mit 7:6(5), 6:1, danach ließ er dem deutschen Qualifikanten Sebastian Sachs mit 6:3, 6:4 keine Chance und trifft im Semifinale auf Florian Faller, der im Achtelfinale den an Nummer 1 gesetzten Dominik Wirlend aus dem Bewerb geworfen hatte. Ebenfalls das Aus in der zweiten Runde musste Daniel Schmidt akzeptieren: Gegen Tomas Hanzlik fand er erst im zweiten Satz zu seinem Spiel, das Match konnte er aber nicht mehr umdrehen. Das Resultat: 6:1, 7:6(5). Im Mädchen-Bewerb sieht die rotweißrote Bilanz noch drastischer aus: Von vier Österreicherinnen überstand bloß Patricia Haas die erste Runde. Im Achtelfinale konnte sie phasenweise mit der an Nummer 1 gesetzten Polin Paula Kania mithalten, unterlag mit 6:4, 6:3 aber dennoch in zweiten Sätzen.

Antonitsch - Schaller - Wirlend? Huber - Paszek - Mathis?
(8.5.2009)
44 ATP-Titel hatte er im Verlauf seiner Karriere gewinnen können, an einem der wichtigsten nationalen Jugendturniere ist Thomas Muster allerdings gescheitert: 1983 musste er sich im Finale der Spring Bowl Norbert Teufelberger mit 5:7, 6:4, 3:6 geschlagen geben. Das traditionelle Jugendturnier in St. Pölten war in der Vergangenheit immer schon Durchlaufstation für viele große Namen der späteren Tennisgeschichte: Petra Huber (1983), Ulrike Priller (1989), Nina Schwarz (1993), Nicole Remis (1996), Tina Schiechtl (2001) und Tamira Paszek (2005) bzw. Alex Antonitsch (1984), Gilbert Schaller (1986) und Stefan Koubek (1994) siegten hier, Gabriela Sabatini (ARG), Barbara Paulus und Barbara Schett bzw. Thomas Muster, Franco Davin (ARG) und Jan Apell (SWE) erreichten bei der Spring Bowl das Finale. Bei den Burschen liegt der letzte rotweißrote Titel schon weit zurück: 1998 konnte Simon Wernhart den Ungarn Laszlo Fono mit 6:3, 6:3 besiegen. Im Vorjahr kam Philipp Lang immerhin bis ins Finale, musste sich dort aber dem Australier Dane Propoggia in drei Sätzen geschlagen geben. In diesem Jahr werden von 17. bis 23 Mai 2009 in der NÖ. Landessportsportschule u. a. Dominik Wirlend, Sebastian Stiefelmeyer, Ricardo Belotti oder Daniel Schmidt versuchen, diesen Bann zu brechen. Im Mädchenbewerb gehen Christina Mathis, Pia König und Christine Kandler an den Start.

wowo

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